Dmitri Medwedew sieht Russland und den Westen in einem neuen Kalten Krieg


Über die verlogene Berichterstattung westlicher Medien zum Syrienkonflikt
und Russlands militärischem Einsatz für Assad

Ich bin kein Putinist. Und sehe Russland auch nicht als eine Demokratie westlichen  Stils an. Im Gegenteil: Putin regiert sein Reich wie ein postmoderner Zar. Ich will jedoch nicht behaupten, es besser zu wissen als die Russen, wie man ein solches Riesenreich mit seinen zahllosen Ethnien und Kulturen besser regieren könnte. Das demokratische Experiment von Boris Jelzin – er war übrigens das erste demokratisch gewählte Staatsoberhaupt in der Geschichte Russlands – ging geradezu katastrophal aus: Bodenlose Korruption, Herrschaft der russischen Mafia, zahllose politische und wirtschatliche Morde, Zusammenbruch der Wirtschaftstruktur und eine notleidende Bevölkerung waren die Folge. Die Stalinisten erhielten Auftrieb wie nie zuvor – und die Re-Installation eines Neo-Stalinismus mit Hilfe militärischer und geheimdienstlicher Kreise schien wieder greifbar nah. Putin hält sein Land zusammen mit eisernem Griff.

Mit seinem militärischen Engagement in Syrien hat sich Russland nun auf der weltpolitischen Bühne zurückgemeldet. Russland unterstützt dabei – anders als der Westen – das Regime Assads. Zwischen Syrien und Russland gibt es langjährige politische Beziehungen. Dass sich Russland nicht gegen, sondern für Assad einsetzt, wird ihm von seiten der EU und der USA vorgeworfen. Obgleich man diese Machtblöcken mit mindestens gleichwertigen Gründen den Vorwurf machen kann, nicht auf der Seite Assad , sondern gegen ihn zu kämpfen. denn die westliche Berichterstattung über den Syrien-Konflikt ist nicht minder verlogen als über den Palästina-Konflikt.

Unter der Herrschaft des alawitischen Assad war Syrien ein Hort religiöser Toleranz im Nahen Osten. Christen (10 Prozent), Juden (fast alle nach Israel ausgewandert) und Yesiden (nur wenige tausend Mitglieder, sie werden den Kurden zugerechnet) durften ihre Religion friedlich ausüben, ohne mit Verfolgung rechnen zu müssen. Das passte den syrischen Sunniten (74 Prozent der Gesamtbevölkerung) nun gar nicht, weshalb sie mit Hilfe irakischer (Sunniten) Offiziere, mit Hilfe der Türkei (Sunniten) und Saudi-Arabien (Sunniten) den grausamen Kampf zum Sturz Assads eröffneten – vom Westen völlig wahrheitswidrig als “Freiheitskampf” deklariert.

Es handelt sich in Wahrheit um einen Kampf der Sunniten um die Vorherrschaft im Nahen Osten im einzigen Land, das enge politische und militärische Beziehungen zum schiitischen Iran pflegt. Diesen herauszutreiben und das Land von “Ungläubigen” zu reinigen, ist das wahre Ziel der mörderischen sunnitschen Allianz gegen das Regime Assads.

Dass Putin sich auf dessen Seite schlägt, ist weit weniger verwerflich als die Allianz des Westens auf der Seite der mörderischen Sunniten, die mit ihrer Terrororganisation IS das Land zu einem Schlachthaus gemacht haben. Russland wird von westlichen Medien und Regierungen deswegen immer mehr verteufelt, so dass der russische Ministerpräsident inzwischen von einem neuen Kalten Krieg redet.

Der Sieger ist auch in Syrien der sunnitsche Islam. Alles läuft dort nach Plan der Moslembrüder: Die Erringung der totalen sunnitischen Kontrolle über den Nahen Osten und dessen Säuberung von allen als “ungläubig” betrachteten Nichtmoslems, zu denen aus Sicht der Sunniten auch die Schiiten zählen.

Der Islam hat längst einen Weltenbrand entfacht. Diesen zu einem Sieg des Islam über alle Ungläubigen zu machen ist erklärtes Ziel aller islamischer Weltherrschafts-Strategen. Dass unsere Medien diesen Aspekt komplett ausblenden, macht sie zu Helfershelfern des islamischen Dschihads.


Michael Mannheimer, 15.2.2016

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13/02/2016

Russlands Ministerpräsident spricht von neuem Kaltem Krieg

Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew sieht Russland und den Westen in einem neuen Kalten Krieg. “Wir sind heruntergerollt zu den Zeiten eines neuen Kalten Krieges”, sagte er am Samstag laut Übersetzung bei der Münchner Sicherheitskonferenz. “Die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Russland sind verdorben.”

Zwischen Russland und der EU knirscht es wegen mehrerer großer Auseinandersetzungen:

  • Seit der russischen Annexion der Krim und weiteren militärischen Aktionen Russlands im Ukraine-Konflikt sind die Beziehungen zwischen der EU und Russland schlecht. Die EU hat weitreichende Sanktionen verhängt.
  • Russland kritisiert die Flüchtlingspolitik der EU, und insbesondere Deutschlands. “Die europäische Migrationspolitik ist völlig gescheitert”, sagte Medwedew erst vor wenigen Tagen dem “Handelsblatt”. “Es war doch einfach dumm, die europäischen Türen breit zu öffnen und alle einzuladen, die zu euch kommen wollten.” Unter den Flüchtlingen versteckten sich Terroristen.
  • Der Westen sieht Russlands Intervention in Syrien kritisch. Das russische Regime hat sich nicht der bestehenden Koalition gegen die Terroristen des Islamischen Staates (IS) angeschlossen, sondern bombt auf eine Faust. Und stützt damit Diktator Baschar al-Assad.

Medwedew forderte in seiner mit Spannung erwarteten Rede in München dementsprechend: “Wir brauchen Verhandlungen zwischen der syrischen Regierung und der syrischen Opposition.” Es dürfe jetzt nicht damit gedroht werden, Bodentruppen nach Syrien zu schicken, sagte der Ministerpräsident. Saudi-Arabien hatte diese Option erwogen, ebenso die Vereinigten Arabischen Emirate. Für diesen Fall hatte Medwedew sogar diese Woche vor einem neuen “Weltkrieg” gewarnt.

Zugleich wurde bekannt, dass Russland in Syrien weiter Regimegegner bombardiert. Russische Jets hätten in der Nacht auf Samstag im Norden des Landes mindestens zwölf Angriffe geflogen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Getroffen worden seien Gebiete nahe der Stadt Asas sowie weitere Orte unweit der Grenze zur Türkei.

Quelle:
http://www.huffingtonpost.de/2016/02/13/russland-kalter-krieg_n_9224582.html?utm_hp_ref=germany


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