Die fragwürdigen Ikonen der 68-er: Joseph Beuys. Vom Hitlerjungen zum Hohepriester der destruktivtsen politischen Bewegung der deutschen Geschichte


Jospeh Beys (rechts) unter Bewunderern (Foto  aus 1973).
Beuys hat neben seinen Schokoladenkunstwerken auch mit (eigener) Scheiße experimentiert. Nachdem der Geruch anfangs jedoch Ausstellungsbesucher abschreckte, verpackte er sie appetitlich in Einmachgläser. Mit dieser Erfindung begründete er sein Vermögen. (Quelle)


Joseph Beuys: Maßlose Selbstinszenierung eines 68-er-Idols

Wie kein anderer avancierte Joseph Beuys zum Hohepriester der 68er-Bewegung. Für Beuys war Kunst hochpolitisch, und wahre Kunst, seine nämlich, natürlich antikapitalistisch. In für besonders bei Künstlern oft anzutreffender Hybris und maßloser Selbstüberschätzung ihres Tuns und ihrer Werke erfand er den Begriff der Sozialen Skulptur: „Eine Gesellschaftsordnung wie eine Plastik formen, das ist meine und die Aufgabe der Kunst.“ Hier findet sich die bekannte Hybris vom Künstler als Demiurgen, als”Schöpfer­gott”, wieder, wie wir sie etwa auch im (in meinen Augen zutiefst perversen) österreichischen “Künstler” Otto Muehl wiederfinden.

In etlichen öffentlichen Kunstaktionen inszenierte sich Beuys als Christus: als Erlöser: „Er tat in Wahrheit immer das Andere, immer das was scheinbar abwegig war – 100 Tage auf der documenta reden, sich in Filz einwickeln, stundenlang auf einem Fleck stehen, mit einem Kojoten zusammenleben, Leuten die Füße waschen, Gelatine von der Wand nehmen, den Wald fegen, dem toten Hasen die Bilder erklären, eine Partei der Tiere gründen und das Messer verbinden, als er sich in den Finger geschnitten hatte.“ Heiner Stachelhaus: Joseph Beuys, Econ, Düsseldorf 1996)

Und – wer wie ich – die Zeit der 68er miterleben musste, wird sich erinnern, welch immensen Raum ihm die damaligen – blitzartig links gewordenen – Fernsehanstalten in ihren Sendungen gewährten. Beuys durfte in abendlichen Sendungen stundenlang, umgeben von an seinen Lippen hängenden Jüngern, über den Sinn und Unsinn der Kunst reden und – umgeben vom Rauch der Zigaretten, die er nonstop rauchte, quasi eingehüllt in einen mythischen Nebel – über ihre Aufgabe fabulieren, das marode kapitalistische System zu überwinden und einen “neuen Menschen” zu kreieren. Beuys wurde gefeiert wie ein postmoderner Erlöser der Bonner Republik, deren Bürger man allesamt als widerliche Spießer abtat.

Was man verschwieg und bis heute sorgsam unter Verschluss hält: Beuys hatte eine Seite, die man an ihm nie vermutet hätte. Er neigte dazu, seine Freunde auszunutzen und gegeneinander auszuspielen – und er war als junger Mann ein begeisterter Hitlerjunge, der “im September 1936 am Sternmarsch zum 8. Reichsparteitag der NSDAP teilgenommen und sich freiwillig für zwölf Jahre zum Kriegsdienst verpflichtet hat und zur Luftwaffe wollte, es aber nur zum Bordfunker schaffte.” (Quelle)

Joseph Beuys blieb im Herzen zeitlebens ein Hitlerjunge und passte so ganz gut zur Revolte der 68er, in der die Saat von 1933 aufging, meint der Schweizer Kunstprofessor Beat Wyss. (Quelle) Und als ehemaliger Hitlerjunge wusste Beuys genau, was er von den 68-ern zu halten hatte. In einem lichten Augenblick bezeichnete er die revoltierenden 68er als braunes Gesocks: “Denn siehe, die Saat von damals ging jetzt auf in der Generation von Studenten.” (Quelle)

Michael Mannheimer, 19.4.2016


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Von Dr. Michael Ley, Auszug aus: “Politischer Infantilismus: Die Achtundsechziger” (s. hier)

Die 68-er und ihr Vorzeigekünstler: Der Hitlerjunge Joseph Beuys

Dem Gang durch die Institutionen und der nachhaltigen Ideologisierung relevanter Teile der jüngeren Generation war ein großartiger Erfolg beschieden. Aus der radikalen Sektenkultur des harten Kerns der 68er entwickelte sich eine sozial verträgliche Utopie: Der Sozialismus mutierte zur multikulturellen Gesellschaft, aus den gewaltbereiten Volksbefreiern und Stadtguerilleros wurden Friedenskämpfer und ökologische Gutmenschen.

In Joseph Beuys fanden die 68er einen kongenialen Künstler, der politische und ästhetische Idiosynkrasien in die Museen brachte und sie damit gesellschaftsfähig machte. Die Vita von Beuys kann als eine Doppel-Biographie sowohl eines Vertreters der jungen Nazigeneration als auch der 68er gelesen werden:

„Beuys gelingt die habituelle Verschmelzung von völkischem Wandervogel und Achtundsechziger Rebell.“[18]

Anders ausgedrückt: Der Hitlerjunge Beuys stieg 1933 in einen Zug, indem er einfach sitzen blieb, bis 1968 die Geleise erneuert wurden und die Fahrt weiterging. Jetzt war Beuys kein kleiner Pimpf mehr, sondern Zugführer. Beuys wuchs in den Jugendorganisationen des Nationalsozialismus im antiautoritären Widerstand gegen die liberalen und religiösen Werte und deren Protagonisten auf. Nach seinem eigenen Bekunden fühlte sich Beuys von den Nationalsozialisten keineswegs manipuliert, sondern genoss den Antiautoritarismus der Jugend im nationalsozialistischen Totalitarismus.

Mit den 68ern durfte er nochmals seine antibürgerliche Revolte wiederholen und von einer romantischen Gesellschaftsveränderung träumen. Die Wandlung vom strammen Hitlerjungen zum Anhänger von Rudolf Steiners Anthroposophie wurde auch von vielen Anhänger der 68er Bewegung vollzogen. Der esoterische Irrationalismus einer Helena Pedrovna Blavatski, der Begründerin der Theosophie, bot weitaus mehr individuelle Entfaltungsmöglichkeiten als die kruden Marxismen.

In Beuys hatten die 68er einen Mitstreiter gefunden, der den esoterischen Bedürfnissen der ehemaligen Rebellen entsprach. Der Schamane mit seinen friedlichen ökologischen und pazifistischen Heilsversprechungen traf den postrevolutionären Geist mittlerweile mehr als der asketische Berufspriester, der jeden Müßiggang als Rückfall in die Konterrevolution geißelte. Zwar ließe sich in Beuys Leben und Werk manch brauner Fleck wiederentdecken, doch fortan orientierte er sich an den gesellschaftlichen Vorstellungen Rudolf Steiners. Weder die Linken noch das geschätzte bürgerliche Publikum scherten sich jedoch um solche Banalitäten.

Beuys erfand den Begriff der Sozialen Skulptur: „eine Gesellschaftsordnung wie eine Plastik formen, das ist meine und die Aufgabe der Kunst.“[19] Der Kern dieser Idee bestand in der Vorstellung, dass der „Mensch“ mit den Mitteln der „Kunst“ zu ändern sei, womit er eine Gegenposition zu den in den 1960er Jahren propagierten Mitteln des „Klassenkampfes“ bezog. Die Kunst habe die Aufgabe, sich mit den großen Menschheitsfragen auseinanderzusetzen. Mit dieser Idee kehrte er zu Richards Wagners Vorstellung eines Gesamtkunstwerks zurück: Kunst als gesellschaftliche Religion. Hier findet sich die bekannte Hybris vom Künstler als Demiurgen (Anm: “Schöpfer­gott”) wieder. In etlichen öffentlichen Kunstaktionen inszenierte sich Beuys als Christus: als Erlöser.

[18] Wyss S. 107.

[19] Zitiert nach: Oman, H., Joseph Beuys. Die Kunst auf dem Weg zum Leben. München 1998, S. 7

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