Seinen Niederschlag hat dies z.B. im Strafgesetzbuch gefunden, in dem der Schutz des Lebens der Gesellschaftsmitglieder an erster Stelle steht. Mord oder die Bedrohung mit Mord, oder die Verbreitung von Angst um das eigene Leben, sie sind No Go’s. In einer funktionierenden Gesellschaft führt ein Mord oder eine Morddrohung dazu, dass sich der anständige Teil der Gesellschaft hinter dem Opfer oder dem Bedrohten sammelt, und den Mörder oder denjenigen, der mit Mord droht, mit aller Unnachgiebigkeit und ohne auch nur den geringsten Versuch, Mord oder Morddrohung zu entschuldigen, verfolgt. Nicht so in Deutschland.

In Deutschland wird offensichtlich wieder zwischen guten Morddrohungen und schlechten Morddrohungen unterschieden.

Behaupten Kämpfer gegen den Rechtsextremismus, sie erhielten Morddrohungen und Hass e-Mails, dann bewegt sich Heiko Maas, der derzeit den Justizminister gibt, ganz von selbst und kann sich sicher sein, dass ein vielstimmiger Chor von (Berufs-)Empörten in seinen Ruf nach Gesetzesverschärfung einstimmt.

Seltsam stumm ist der Justizminister dagegen, wenn die Namen, Adressen, Telefonnummern und Geburtsdaten der Teilnehmer des Bundeskongresses der AfD von Dritten veröffentlicht werden und damit ein Straftatbestand verwirklicht wird, und genauso still scheint er zu sein, wenn die ersten Morddrohungen gegen Personen eingehen, deren Namen auf der Liste verzeichnet ist.

Und wenn Heiko Maas und seine Stille einfach nur peinlich ist, so ist der folgende Bericht, der sich beim SWR findet, eine Katastrophe für die Grundlage und den Zusammenhalt einer Gesellschaft

Der SWR berichtet über einen Studenten, der Morddrohungen erhalten hat, weil sein Name auf der gestohlenen Liste zum AfD-Parteitag zu finden ist:

“Braunes Nazischwein, deine Tage sind gezählt. In 48 Stunden wirst du umgebracht.“

Diese eMail hat der Tübinger Student Joel Rosenfelder erhalten, der gar kein Mitglied der AfD ist und am Parteitag teilgenommen hat, weil er seine Abschlussarbeit über die AfD verfasst. Rosenfelder ist somit ein Kollateralschaden der linksextremen Inquisition, deren Methoden identisch sind, mit denen der Gestapo.

Wenn man den Beitrag auf den Seiten des SWR liest, wird man den Eindruck nicht los, der Bericht hat es nur deshalb auf die Webseite des SWR geschafft, weil mit Joel Rosenfelder ein, wie man sagen könnte „Unschuldiger“ zum Ziel der linksextremen Mörder im derzeit nur Geiste geworden ist. Irgendwie wird man den Eindruck nicht los, der Redakteur, der den Text beim SWR zu verantworten hat, hätte eine Morddrohung gegen ein richtiges AfD-Mitglied nicht berichtenswert gefunden.

Dieser Eindruck beginnt schon in der Überschrift, denn der Tübinger Student erhält für den SWR „Todesdrohungen“, obwohl er eindeutig „Morddrohungen“ erhält. Der Unterschied zwischen beiden liegt in der Verharmlosung. Die Verharmlosung geht weiter in der Unterüberschrift, in der es heißt, „Die Gründe haben mit der AfD zu tun“. Dass der Tübinger Student in der euphemistischen Sprache des SWR Todesdrohungen erhält ist demnach die Schuld der AfD, zumindest will das der Redakteur suggerieren, wenn er schreibt, die Gründe hätten mit der AfD zu tun.

Die Gründe sind indes vollkommen unabhängig von der AfD, denn die AfD ist nicht dafür verantwortlich, dass Kranke oder gesellschaftsfeindliche Elemente der Ansicht sind, sie könnten ihnen vollkommen unbekannte Personen mit Mord bedrohen. In einer Demokratie gibt es keinerlei Toleranz für Morddrohungen entsprechend sind diejenigen, die sie aussprechen als gesellschaftsfeindliche, und weil die mit Mord Drohenden einem sozialistischen Gesellschaftsentwurf  nahe stehen, als gesellschaftsfeindliche Elemente, um den in der DDR beliebten Begriff des „Elements“ zu benutzen, anzusehen. Wäre der Redakteur nicht darauf bedacht, die AfD in Misskredit zu bringen, er hätte schreiben können: Gründe haben mit sozialistischen oder stalinistischen Mordphantasien zu tun.

Dass der Redakteur, der über Joel Rosenfelder berichtet, mit der Morddrohung leben könnte, wenn sie sich nicht gegen Rosenfelder gerichtet hätte, wird auch an dem Satz deutlich: „Dabei teilt Rosenfelder die Ansichten der AfD nicht“. Die Einschränkung, dass Rosenfelder die Ansichten der AfD nicht teil, im Zusammenhang mit der Morddrohung an den Studenten, legt die Schlussfolgerung nahe, dass die Morddrohung nur zu beanstanden sei, weil sie sich gegen den Falschen richtet.

Das ist das offizielle Ende der demokratischen Kultur beim SWR. Wenn es möglich ist, auf öffentlich-rechtlichen Sendern zwischen guten und schlechten Morddrohungen gegen Mitglieder der deutschen Gesellschaft zu differenzieren und wenn eine Morddrohung nicht dazu führt, dass sich alle verbale und polizeiliche Gewalt gegen die Drohenden richtet, dann kommt dies einer Bankrotterklärung der Gesellschaft gleich. Denn was ist fundamentaler für den gesellschaftlichen Zusammenhalt als die körperliche Unversehrtheit der Gesellschaftsmitglieder.

Erste Morddrohung von Links gegen Teilnehmer des AfD-Parteitags