Bereits der Titel der Pressemeldung zeigt, worum es dem LSVD offensichtlich geht: „AfD Im Stechschritt in die Vergangenheit“ titelt der Homoverein, der nach Eigenverständnis alle, in der Realität aber nur etwa 2 % der homosexuellen Männer in Deutschland vertritt.

 Die Tradition des LSVD statt Homopolitik Parteipolitik zu machen, setzt sich mit der Pressemitteilung auf unangenehme und gesteigerte Weise fort.

 Anlass ist das auf dem Bundesparteitag beschlossene Grundsatzprogramm der AFD. Dass dieses die traditionelle Familie als Leitbild der Gesellschaft sieht, stößt einem Axel Hochrein, der offensichtlich als Sprecher des Vereins arbeitet, bitter auf. Das sei „eine Kampfansage an gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt“ .

 Ist Kritik an homophoben Ideologien rassistisch?

 Offensichtlich hat man dann große Schwierigkeiten, tatsächlich homophobe Aussagen im Parteiprogramm zu finden. Denn ausgerechnet die Kritik des AfD Programms an der implizit trans- und homophoben Genderideologie führt den Sprecher des Vereins zu der Feststellung:  Damit zeige „die Partei ihre homo- und transphobe Grundeinstellung und ruft als gesellschaftspolitisches Ziel, die Rückkehr zur völkisch patriarchalisch-heteronormativen Gesellschaft aus.“

 Das sei nicht modern und rassistisch. Zusammenhanglos mit dem Rest des Textes wird dann postuliert: „Eine solche Ideologie hat schon vor 83 Jahren viel Leid über Deutschland gebracht.“ Damit holt der  Text ein, was er schon im Titel angekündigt hatte:

 Der LSVD will die AfD um jeden Preis mit den Nationalsozialisten vergleichen. Obgleich man in den ersten Wochen der journalistischen Ausbildung lernt, dass auf NS-Vergleiche in möglichst jedem Fall zu verzichten ist, scheint diese Grundregel nun vergessen.

 Im Krieg ist den „Guten“ alles erlaubt

 Es ist Krieg der“Guten“ gegen die „Bösen“ – und damit den „Guten“ jedes Mittel recht, das ihnen passend vorkommt. Je heftiger das verbale Ausschlagen, umso mehr glauben sie sich in der Sonne des Guten stehend … manchen inzwischen schon mit einer solchen Bräunung, dass jede weitere Äußerung nun wirklich ausnahmsweise mal rassistisch wäre.

 Was der LSVD dabei vergisst: mit einem solchen Vergleich relativiert er zugleich die Verbrechen der Nationalsozialisten und damit auch den Holocaust. Er stellt indirekt die zahlreichen wegen ihres Schwulseins in den KZ gequälten und ermordeten Schwulen auf eine Stufe mit Homosexuellen im Deutschland der Gegenwart, denen derzeit komplette Eheöffnung und Adoptionsrecht verweigert wird.

Hier koalieren ein gerütteltes Maß an fehlender Sensibilität für Zusammenhänge mit einer ideologischen Verbogenheit, die man in dieser Mischung nur als tragisch bezeichnen kann.

http://www.gaystream.info/#!Wie-der-LSVD-wider-Willen-die-Verbrechen-der-Nazis-verharmlost/cjds/5729bc000cf25326f6c4cda4

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http://journalistenwatch.com/cms/debatte-wie-der-lsvd-wider-willen-die-verbrechen-der-nazis-verharmlost/