Türkei will islamischer Superstaat werden. Damit hat sie endgültig keinen Platz mehr in der EU und der NATO

Turkey's Prime Minister Recep Tayyip Erdogan addresses his party members in Ankara, Turkey, Wednesday, Dec. 25, 2013. Three Cabinet ministers resigned in Turkey on Wednesday, days after their sons were taken into custody in a sweeping corruption and bribery scandal that has targeted Prime Minister Recep Tayyip Erdogan's allies in one of the worst political crises of his more than 10 years in power. Economy Minister Zafer Caglayan, Urban Planning and Environment Minister Erdogan Bayraktar and Interior Minister Muammer Guler resigned from their posts on Wednesday. Bayraktar also urged the prime minister to step down. A poster of Turkey's founder Kemal Ataturk at left in the background. (AP Photo)

Erdogan hat die kemalistische Säkularisierung der Türkei binnen eines Jahrzehnts ins Gegenteil verkehrt: Die Türkei wird ein islamischer Superstaat

Wer den Siegeszug Erdogans die letzten Jahre beobachtet hat wird sich nicht wundern, dass die Türkei – unter ausdrücklichem Wunsch von ihm und dem Parlamentspräsidenten Ismail Kahraman – sich in der anstehenden Verfassungsreform eine islamische Verfassung geben will. Damit hat Erdogan konsequent das beendet, wofür er seit Jahrzehnten kämpft: Die Ent-Kemalisierung der Türkei, die Desäkularisierung des ersten und einzigen islamischen Staats , der sich eine säkulare Verfassung nach westlichem Stil gegeben hatte.

Was Kemal Pascha Atatürk in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts mit brachialer Gewalt durchsetzte – u.a. Verbot des Tragens von Kopftüchern in der Öffentlichkeit, komplette De-Islamisierung aller staatlichen und öffentlichen Einrichtungen, Stopp des Muezzin-Rufs, Stopp exorbitanter Moscheenbauten, Umstellung der arabischen Schrift auf die lateinische, säkulare Gerichtsbarkeit – das hat Erdogan de facto längst beendet.

Seine Frau tritt in aller Öffentlichkeit und auf Staatsbesuchen stets mit Kopftuch auf – ein Sakrileg unter Atatürk -, die Muezzins dürfen wieder brüllen, der Moscheenbau ist auf Höchststand (Erdogan hat binnen der letzten Jahren 15.000 Moscheen errichten lassen, Imame dürfen wieder Scharia-Gerichte halten auf den Sektoren der Familiengerichtsbarkeit, und – von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkt – gelten als immun gegenüber der staatlichen Gerichtsbarkeit. Drastischer konnte die Islamisierung eines ehemals säkularen Staats nicht vorangetrieben werden, als dies Erdogan getan hat.

Doch damit muss für die westliche Politik auch klar sein: Diese neue Türkei, die wieder an das Osmanische Reich anknüpft, darf unter keinen Umständen in die EU. Und sie muss als NATO-Mitglied ausgeschlossen werden. Als neue, als islamische Türkei, wäre sie das gefährlichste trojanische Pferd des “Islamismus”, der bekanntermaßen Europa auf dem Schirm hat. Schon jetzt ist bekannt, dass Erdogan – gar nicht mehr so heimlich –  mit dem IS zusammenarbeitet, engste Beziehungen zu diversen islamischen Terror-Organisationen hat, den Staat Israel bedroht, und dass er daran arbeitet, das 1918 zertrümmerte Osmanische Reich stärker und größer als je zuvor wieder auferstehen zu lassen.

Daher darf die Türkei nicht länger Nutznießer westlicher Waffentechnologie sein, nicht länger Nutznießer massiver europäischer Finanzhilfen, und sie muss aus allen strategischen Planungskommissionen der EU und NATO ausgeschlossen werden. Was die Türkei weiß, das wissen ab sofort auch IS, Al Kaida, Hamas, die Moslembrüder.

Geschichtsvergessene Politiker wie die unsrigen dürfte das alles nicht jucken, haben sie doch in aller Regel kaum eine Ahnung davon, wie Europa und nordafrikanische Staaten unter der Hohen Pforte Istanbuls zu leiden hatten. 450 Jahre lang dauerte dieser osmanische Kolonialismus, Millionen Europäer wurden ermordet oder als Sexklaven in die arabische  Serails verkauft. Europa stand nicht nur vor Wien mehrfach kurz vor seiner Einnahme durch den Islam.

Unsere Politiker wie Merkel juckt’s nicht, da sie, ahnungslos über das Wesen des Islam, dem Wahn verfallen sind, dies alles sei Vergangenheit. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Es ist Gegenwart, und es ist Zukunft. Denn die zentrale Botschaft des Islam ist der dar-al Islam: die Umgestaltung der gesamten Welt in einen islamischen Superstaat.


Wer dies bestreitet, hat noch nie den Koran in der Hand gehabt und auch ansonsten null Ahnung vom Islam.

Michael Mannheimer, 16.5.2016

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Türkischer Parlamentspräsident fordert islamische Verfassung – heftige Kritik

Der Säkularismus gehört zu den Fundamenten der türkischen Republik. Nun steht er zur Diskussion. Der Parlamentspräsident denkt laut über eine islamische Verfassung nach und löst damit heftige Proteste aus.

In der Diskussion über die geplante Verfassungsreform in der Türkei spricht sich Parlamentspräsident Ismail Kahraman für eine islamische Verfassung aus. Der Politiker der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP forderte am Montagabend ein Ende der Trennung zwischen Staat und Religion, die auf Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk zurückgeht.

AKP-Politiker fordert neue Verfassung und Ende des Säkularismus.

“Der Begriff des Säkularismus sollte nicht in der neuen Verfassung stehen”, sagte Kahraman nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu in Istanbul. “Wir sind ein islamisches Land. Deshalb sollten wir eine religiöse Verfassung schaffen.” Die Äußerung Kahramans löste Proteste aus.

Erdogan und AKP wollen eine neue Verfassung

Auf Betreiben von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bemüht sich die AKP um eine neue Verfassung, mit der auch ein Präsidialsystem eingeführt werden soll. Für ein Referendum über eine neue Verfassung benötigt die Partei eine 60-Prozent-Mehrheit von 330 der 550 Abgeordneten im Parlament in Ankara. Dafür fehlen der AKP 13 Stimmen.

Die Trennung von Staat und Religion ist in der türkischen Verfassung verankert. “Heilige religiöse Gefühle dürfen absolut keine Rolle in staatlichen Angelegenheiten und der Politik spielen, wie es das Prinzip des Säkularismus vorsieht”, heißt es in der Präambel. Kritiker werfen Erdogan vor, die Türkei islamisieren zu wollen.

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