Nach dem “Putsch”: Erdogan entlässt 60.000 Militärs, Beamte und Lehrer


Säuberungswelle stalinistischen Ausmaßes in der Türkei

Es wird immer wahrscheinlicher, dass der Putsch gegen Erdogan im wahrsten Sinne des Wortes getürkt war. Die Anzeichen verdichten sich, dass es Erdogan selbst war, de diesen Putsch inszenierte, um sich seiner innenpolitischen Feinden bzw. jener, die er für seine Feinde hielt, zu entledigen. Die Erogans’che Säuberung ist in der Tat einmalig in der Neuzeit – und kann nur noch mit denen Stalins verglichen werden. Selbst Hitler ging nicht so radikal vor nach dem missglückten Attentat wie Erdogan, zumindest nicht, was die Zahl der Säuberungsopfer anbetrifft.

Nach dem Putschversuch wurden bislang über 60.000 Angehörige des Militärs, Beamte, Lehrer und andere Staatsbedienstete entlassen, versetzt oder festgenommen. Nach Angaben des türkischen Außenminister wurden auch zwei Botschafter, die sich derzeit in Ankara aufhielten, wegen mutmaßlicher Verbindungen zum Putschversuch entlassen.

Die Misshandlungen gegen Soldaten und sonstige, die der Teilnahme am Putsch verdächtigt werden, müssen unbeschreiblich sein. Wer in der Niederschlagung dieses Putschs einen Sieg der türkischen Demokratie sieht,  der glaubt auch, dass Stalin ein Heiliger war (Millionen Altstalinisten in Russland glauben dies tatsächlich).

Erdogan darf nun keinen Platz mehr haben in NATO und schon gar nicht in der EU. Doch wetten, dass die europäischen Medien und Politik genau dafür werben werden wenn einige Monate verflossen sind und die Erinnerungen an die Erdogan’schen Säuberungen verblasst sein werden?

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26. Juli 2016

TürkeiReligionsbehörde entlässt Prediger und Koranlehrer


Mehr als tausend Mitarbeiter der türkischen Religionsbehörde sind entlassen worden. Die Mehrheit der Türken macht Gülen für den Putschversuch verantwortlich.

Die türkische Religionsbehörde hat 1.112 Mitarbeiter wegen des Verdachts der Unterstützung des Putschs gegen Präsident Recep Tayyip Erdo?an entlassen. Darunter seien Prediger und Koranlehrer, teilte die Behörde mit. Die türkische Regierung macht den Prediger Fethullah Gülen für den Aufstand verantwortlich. Nach Auffassung von Erdo?an stützte sich der gescheiterte Putsch auf ein Netzwerk von Gülen-Anhängern. Der im selbst gewählten US-Exil lebende Gülen bestreitet die Vorwürfe.

Über Jahrzehnte hat Gülen ihm nahestehende Schulen, gemeinnützige Einrichtungen und Betriebe aufgebaut.

Auch die überwiegende Mehrheit der Türken folgt der Darstellung des Präsidenten über die Hintergründe des gescheiterten Militärputsches. Fast zwei Drittel der Bürger gehen einer Umfrage zufolge davon aus, dass Gülen der Drahtzieher des am 15. Juli gescheiterten Aufstandes ist. Die Regierung in Ankara fordert seit Tagen die Auslieferung des seit 1999 in den USA lebenden Predigers.

Quelle:
http://www.zeit.de/politik/2016-07/putschversuch-tuerkei-entlassungen-religionsbehoerde-recep-tayyip-erdogan


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