Der türkische Kalif auf Besuch in seiner deutschen Provinz: Über den Kotau Deutschlands vor einem der brutalsten Diktatoren der Gegenwart


Recep Tayyip Erdogan (oben) ist ohne Frage eine der zentralen Figuren bei der Steuerung des Islamisierung Europas. Er wird von der EU und ihrer Führungsmacht Deutschland dabei massiv unterstützt


„Eroberung heißt Mekka. Eroberung heißt Sultan Saladin, heißt, in Jerusalem wieder die Fahne des Islams wehen zu lassen.“

Recep Tayyip Erdogan

Weitere aufschlussreiche Äußerungen dieses Potentaten
am Schluss dieses Artikels!

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Von Michael Mannheimer, 31.7.2016

Deutschland erhält Besuch vom Kalifen am Bosporus – und übt sich schon mal in der bedingungslosen Unterwerfung vor einem der zentralen Führer der islamischen Welt

Heute findet die umstrittene Pro-Erdogan-Demonstration in Köln statt. Anlass: In Deutschland sei der Aufstand des türkischen Volkes für ihren Führer nicht genug gewürdigt worden. Und daher kommt der Kalif des neuen Osmanischen Großreichs in seine westlichste Provinz: Viele wissen  nicht, dass Deutschland in politischen Krisen Ankaras “Westtürkei” genannt wird. Zweck seines Besuchs ist vor allem die Stärkung seiner Deutschtürken, die – alle Umfrageergebnisse der letzten Jahre zeigten dies überdeutlich – sich mehrheitlich weitaus eher als Türken denn als Deutsche fühlen. Und im Ernstfall bereit sind, dem deutschen Vasallen das Fürchten zu lehren, wenn der Sultan dazu aufrufen sollte.

Deswegen muss heute ein Großaufgebot von 2.700 Einsatzkräften erwartete 30.000 türkische Nationalisten und AKP-Islamisten im Zaum halten. Und wie nichts anders zu erwarten, macht der Staat in Gestalt des roten NRW alles, um die wenigen Gegendemonstranten vor Ort massiv einzuschüchtern und zu kriminalisieren. Obwohl diese friedlich sind, fährt das Innenministerium Wasserwerfer auf – und droht mit dem Einsatz von Tränengas.


Noch ist die türkische Besatzungsarmee in Deutschland nicht groß genug, um  den deutschen Vasallen in die Knie zu zwingen. Aber angesichts der Feigheit der politischen Eliten hierzulande reichen ein paar kräftige Worte gen Berlin erfahrungsgemäß aus.

Was unsere Medien über den türkischen Diktator verschweigen, offenbart die Zitatensammlung am Schluss dieses Artikels.

Zitate von Erdogan: Ein Einblick in die Doppelmoral des westlichen politischen Establishment

Die meisten jener Westler, die Erdogan verteidigen und in ihm einen Garanten der türkischen Demokratie (nichts ist falscher als das) sehen, würden über jeden herfallen, der sich zu grundsätzlichen Problemen wie Völkermord, Todesstrafe oder Scharia derart dezidiert äußert wie Erdogan.

An der unfasslichen Unterstützung dieses Islamisten und Verhöhners der Menschenrechte seitens unserer westlichen Regierungen kann man unschwer erkennen, dass mit zweierlei Maß gemessen wird. Doch lesen sie selbst  – und bilden sie sich Ihr eigenes Urteil!

Zitate von Erdogan

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  • “Warum sollte ich sie auf Jahre hinweg im Gefängnis halten und füttern? – das sagen die Leute.” (1)
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  • “Assimilierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ich verstehe sehr gut, dass ihr gegen die Assimilierung seid. Man kann von euch nicht erwarten, euch zu assimilieren.” (2)
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  • “Die türkische Gemeinschaft und der türkische Mensch, wohin sie auch immer gehen mögen, bringen nur Liebe, Freundschaft, Ruhe und Geborgenheit mit sich. Hass und Feindschaft können niemals unsere Sache sein. Wir haben mit Streit und Auseinandersetzung nichts zu schaffen.” (3)
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  • “Gott sei Dank sind wir Anhänger der Scharia.” (4)
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  • “Man nennt euch Gastarbeiter, Ausländer oder Deutschtürken. Aber egal, wie euch alle nennen: Ihr seid meine Staatsbürger, ihr seid meine Leute, ihr seid meine Freunde, ihr seid meine Geschwister!” (5)
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  • “Wir müssen die europäische Kultur mit der türkischen impfen.” (6)
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  • “Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.” (7)
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  • „Entschuldigung, wofür sollen wir uns entschuldigen? Die Leute, die sich entschuldigen, haben offenbar ein Verbrechen begangen. Dieses Problem hat der türkische Staat nicht. Es gibt nichts, wofür der Staat oder die Regierung sich entschuldigen müsste.“ (8)
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  • „Ein Muslim kann keinen Völkermord begehen.“ (9)
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  • „Eroberung heißt Mekka. Eroberung heißt Sultan Saladin, heißt, in Jerusalem wieder die Fahne des Islams wehen zu lassen.“ (10)
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Quellen:

(1) Bülent Sar?o?lu: Kimlik de?i?imi! Milliyet, 11. August 2004, archiviert vom Original am 15. Dezember 2005, abgerufen am 24. Juni 2016: „(Gürcistan gezisinde) „Ben de Gürcü’yüm ailemiz Batum’dan Rize’ye göç etmi? bir Gürcü ailesidir.““

(2) aus der Übersetzung einer Rede in der Kölnarena vor rund 20.000 Landsleuten am 10. Februar 2008, zitiert u.a. in “Welt online”, Welt.de und Welt.de sowie bei ntv.de und “Focus online”, Focus.de

(3) zitiert in: welt.de, 14. Februar 2008

(4) welt.de, 20. Juli 2007, – 1994 in einem Interview mit der Zeitung Milliyet, zitiert in: “Das System von Recep Tayip Erdogan”,

(5) Rede am 27. Februar 2011 vor 11.000 Türkeistämmigen in Düsseldorf, zit. bei: spiegel.de

(6)  – Mit diesem Ausspruch eröffnete Erdogan die Euro-Türken-Konferenz zu der türkischstämmige Politiker geladen wurden, spiegel.de, Erdogan umgarnt deutsch-türkische Politiker

(7)  (nach Ziya Gökalp) – Erdogan 1998 auf einer Wahlkampfveranstaltung, siehe welt.de: Reformer oder Wolf im Schafspelz? vom 22.09.04 und welt.de: Recep Tayyip Erdogan: Der Islamist als Modernisierer vom 05.05.07

(8) Nach Erdo?ans Auffassung hat es in der Epoche des Osmanischen Reiches keinen Völkermord an den Armeniern oder überhaupt einen Genozid gegeben. Als mehrere türkische Professoren, Journalisten und Intellektuelle eine Petition namens Özür Diliyorum („Ich entschuldige mich“) ins Leben riefen, die zu einer Entschuldigung für die Massaker ab 1915 aufrief, kritisierte Erdo?an diese Kampagne.Völkermord an den Armeniern: „Die Türkei hat kein Verbrechen verübt“.

(9)  Al-Baschir sagt Türkei-Reise nach Kritik ab. In: Süddeutsche Zeitung, 8. November 2009, abgerufen am 25. Juni 2016. Erdogan verteidigte so den sudanesischen Staatschef Omar al-Baschir, gegen den der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag einen Haftbefehl wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen im anhaltenden Darfur-Konflikt erlassen hatte.

(10)  Deniz YücelTürkei im Wahlkampf: Erdogan schwärmt von der Eroberung Jerusalems. Die Welt, 31. Mai 2015, abgerufen am 26. Juni 2016. In seiner Rede anlässlich des 562. Jahrestages der Eroberung Konstantinopels sagte Erdogan dis vor einer Million Zuhörern.

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