Nach Erdogans Nazivorwurf: Niederlande zeigt klare Kante gegen die osmanische Türkei. BRD schleimt und kuscht!


Am 18. Juni 1941 wurde der deutsch-türkische Freundschaftsvertrag zwischen dem nationalsozialistischen Deutschen Reich und der Türkei  in Ankara vom deutschen Botschafter in der Türkei, Franz von Papen, und dem türkischen Minister für Auswärtige Angelegenheiten, Sükrü Saracoglu, unterzeichnet. Er trat am selben Tag in Kraft.

Es waren also nicht die Niederlande, die mit den Nazis paktierten. Es war die Türkei. Umso verlorener ist der Vorwurf Erdogans an Holland, “Nazi-Nachommen” zu sein. (Quelle)


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Der IS-Unterstützer Erdogan warf den demokratisch-liberalen Niederlanden vor,
“Faschisten” und “Nazi-Nachkommen” zu sein.

Erdogan warf den Niederländern vor, Faschisten zu sein, nachdem das Land seinem Außenminister Mevlüt Cavusoglu die Einreise verweigert hatte.Wörtlich sagte er: 

„Ihr könnte den Flug unseres Außenministers verhindern, wenn Ihr wollt: Aber mal sehen, wie Eure Flüge jetzt in die Türkei kommen“, sagte Erdogan an die Adresse der Niederlande. „Sie haben keine Ahnung von Diplomatie oder Politik. Sie sind Nazi-Nachkommen. Sie sind Faschisten.“

Das zeigt erneut, dass die Türkei die und nimmer einen Platz und er EU haben kann und darf. Denn es ist Erdogan, der sein Land in einen islamfaschistoischen Staat umgewandelt hat. Und es wäre nicht die Niederlande, die sich damals mit den Nazis verbündeten hatten. es war die Türkei, die auf Seiten Hitlers kämpfte. 

Für faschistische Populisten ist die geschichtliche Wahrheit wurscht. Hauptsache, sie senden einen Giftpfeil an die gewünschte Adresse. Die Niederlande fühlen sich von diesem Gift tatsächlich getroffen. Diese Wunde behandelt der anschließende Artikel des holländischen Schriftstellers de Winter.

Und es war wieder einmal Geert Wilders, der als einziger holländischer Politiker der Türkei nach Erdogans unsäglich verlogenem Nazivorwurf die nötige klare Kante zeigte:


Geert Wilder zur Türkei:
“Ihr seid keine Europäer, und Ihr werdet es auch niemals sein.”

„Ich habe heute eine Nachricht für die Türken: Eure Regierung belügt Euch um zu glauben, Ihr könntet eines Tages Mitglied der EU werden. Glaubt es nicht, Ihr seid keine Europäer und Ihr werdet es auch niemals sein. Ein islamischer Staat wie die Türkei gehört nicht zu Europa.

Alle Werte für die Europa einsteht, Freiheit, Demokratie, Menschenrechte, sind unvereinbar mit dem Islam. Wir wollen auch die Einreise von Türken ohne Visa nach Europa nicht. Regierungen die das befürworten, werden von ihrer Bevölkerung aus dem Amt gewählt.

Die Türkei hat Erdogan gewählt, einen gefährlichen Islamisten, der die Flagge des Islam hochhält. Wir wollen nicht mehr, sondern weniger Islam.

Deshalb Türkei, bleibt weg von uns. Ihr seid hier nicht willkommen.”

Von Michael Mannheimer, 18.5.2017

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Von Leon de Winter*, 08.3.2017, in: Weltwoche, Schweiz

Die Urwunde der niederländischen Seele

Nein, die Niederländer sind nicht plötzlich fremdenfeindlich geworden. Zwei gezielte Morde haben die Gesellschaft tiefgreifend verändert. Betrachtungen zur Befindlichkeit kurz vor der Parlamentswahl, die ganz Europa mit Bangen verfolgt.

Die derzeitige Stimmung in den Niederlanden ist dem Ausland kaum zu erklären, aber ich will es dennoch versuchen. Zum Verständnis des Heute müssen wir auf das Jahr 2002 zurückblicken, als der so beliebte wie umstrit­tene Politiker Pim Fortuyn ermordet wurde.

Pim Fortuyn vereinte vieles in einem Charakter: Er war Intellektueller und schwuler bunter Vogel, spottlustiger Querkopf und se­riöser Soziologe. Am 6. Mai 2002 schoss ihn ein militanter Tierschützer nieder, der als Motiv angab, er habe «verletzliche Gruppen» wie Asylanten und Muslime vor Fortuyn schützen wollen.

Der Attentäter ist nach zwölf Jahren Haft inzwischen wieder auf freiem Fuss und kann dank der Leistungen des niederländischen Sozialstaats das Leben geniessen, Fortuyn dagegen bleibt für immer stumm.

Das ist die Urwunde, die in der niederländischen Seele schwärt.

«Minderwertiger Mensch»

Pim Fortuyn war Professor für Soziologie und viele Jahre Mitglied der niederländischen so­zialdemokratischen Partei PvdA. 1997 schrieb er den Bestseller «Gegen die Islamisierung unserer Kultur», mit dem er ein in den Niederlanden geltendes Tabu brach, denn an der multikulturellen Gesellschaft durfte nicht gerüttelt werden. Er war zwar nicht der Erste, der da­rauf hinwies, dass man nicht ungestraft ­Hunderttausende Menschen anderer Kulturen ins Land lassen könne, ohne sich zu fragen, was diese Menschen dächten und fühlten, wovon sie träumten und was sie erwarteten (den Anfang hatte der rechtsliberale Politiker und spätere EU-Kommissar Frits Bolkestein gemacht), aber er war der Erste, der das politisch zu seinem zentralen Thema erhob.

Fortuyn führte der breiten Masse vor Augen, welche Werte und Normen die islamischen Migranten mit in die Niederlande gebracht hätten. Als Homosexueller war er selbst von Muslimen diskriminiert worden, für ihn war der Islam keine sanftmütige Religion, sondern eine totalitäre Ideologie. Sein Buch löste heftige Diskussionen aus.

Sein einstiges sozialdemokratisches Umfeld bezog vehement gegen ihn Stellung, ein ­führender Sozialdemokrat bescheinigte ihm sogar, ein «minderwertiger Mensch» zu sein, und von den Medien wurde er praktisch uni­sono – und zu Unrecht – als Neofaschist, Neonazi, Rassist abgestempelt. Das traf ihn, aber er gab nicht auf.

Weite Teile der Bevölkerung hegten eine ­Sympathie für ihn, die an schwärmerische Verliebtheit grenzte. Bei den Parlamentswahlen im Mai 2002 hätte er vermutlich auf Anhieb und im Alleingang ein Drittel aller Stimmen auf sich vereint und wäre damit Ministerprä­sident geworden. Zwei Wochen vor dem ­Urnengang aber fällten ihn die Schüsse aus der Pistole eines Linksradikalen.

Der Schock in den friedliebenden Niederlanden war gross. Die Scheinheiligkeit der Me­dien ebenso. Ich habe damals mit vielen Journalisten gesprochen, die Fortuyn mit Schmutz beworfen hatten, um ihn zu Fall zu bringen. Ihre Rufmordversuche schürten die Stimmung, in der ein tatsächlicher Mord stattfinden konnte. Das hat die Niederlande innerlich zerrissen, und davon haben sie sich bis heute nicht erholt.

Zwei Jahre später wurde das Land ein weiteres Mal geschockt

Dem Attentat auf Fortuyn folgte der Mord an dem Filmemacher und anar­chistischen Provokateur Theo van Gogh (der mich jahrzehntelang als seinen Erzfeind betrachtete, bis er seine Wut auf den Propheten Mohammed verlegte). Ein radikaler Muslim rückte van Gogh am 2.November 2004 mitten in Amsterdam auf offener Strasse mit Pistole und Messer zu Leibe und enthauptete ihn an Ort und Stelle.

Verspielte ­Anarchisten

Es waren keine Akte blinden Terrors, von ­denen die Niederlande heimgesucht wurden: Die Opfer waren gezielt ausgewählt. Zwei schillernde, umstrittene, unbequeme Figuren, Personifizierungen der weitreichenden Toleranz der modernen Niederlande. Der bekennende Schwule Fortuyn und der giftige Narr van Gogh waren Menschen, die nur in einem Land wie den Niederlanden zu dem werden konnten, was sie waren. In Nachbarländern wie Deutschland oder Belgien hätten sie es ­niemals zu einer solchen Prominenz gebracht.

Sie waren die ausgelassenen Kinder der antiautoritären Revolution, die in den sechziger Jahren die traditionell calvinistischen Niederlande umkrempelte. Damals gelangte der ­typisch niederländische Individualismus, der sich seit dem 16. Jahrhundert herausbilden konnte, in Bewegungen wie «Provo» zur Blüte, einer Gruppe verspielter ­Anarchisten, die gegen die Obrigkeit auf­begehrten und sie verulkten. Fortuyn und van Gogh waren, was ihr Auftreten und die Freiheiten betrifft, die sie sich herausnahmen, ­direkte Nachkommen jener Provos; beide spielten ironisch mit Sprache und Umgangsformen, und beide waren erklärte Gegner der Intoleranz und der geschlossenen religiösen Denkwelten islamischer Migranten.

Rückkehr zu religiösen Tabus

Die Verspottung der Religion hatte in den ­Niederlanden längst Tradition. Sie reicht bis in die Zeit Baruch Spinozas zurück, des gros­sen Philosophen, der hier lebte und wirkte. In den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts konnte sich denn auch keine Reli­gion mehr hinter Blasphemieverboten verschanzen. Der niederländische Autor Gerard Reve, katholisch und homosexuell, erlaubte sich 1966 in ­einem seiner höchst ironischen Bücher, Gott als «mausgrauen einjährigen Esel» auftreten zu lassen, den der Erzähler in sein Schlafzimmer bugsierte und «dreimal nacheinander ausgiebig» von hinten nahm. In jedem anderen europäischen Land wäre Reve dafür ins Gefängnis gewandert, in den Niederlanden aber sprach man ihn von der Anklage der Gotteslästerung frei, und er wurde allseits gefeiert.

Reve war ein grosser Schriftsteller, und die politischen Eliten liessen ihm die Freiheiten, die er sich anmasste – im niederländischen Kulturraum war so gut wie alles möglich geworden.

Die Zeiten sind vorbei. Vergleichbares über den Propheten Mohammed zu schreiben, wäre undenkbar. Und darin liegt der Kern des Unbehagens, das viele Niederländer in Bezug auf das multikulturelle Zusammenleben beschlichen hat.

Viele haben das Gefühl, durch die islamischen Zuwanderer der Freiheit beraubt zu werden, sich über Heiliges lustig machen zu können – und damit die Trennung von Kirche und Staat zu untergraben.

Gerard Reve wurde 1966 von Christen verklagt, aber man krümmte ihm kein Haar. Heute denkt jeder Kolumnist und jeder Kabarettist zehnmal nach, bevor er sich einen Witz über Mohammed erlaubt. Muss man sich da wundern, dass viele das als Rückkehr zu mittelalterlichen religiösen Tabus erfahren?

Das ist der Kontext, in dem sich die Niederlande heute bewegen, in dem Geert Wilders Anklang findet. Wilders gehörte als Politiker zunächst der konservativen Partei VVD an, sympathisierte dann aber zunehmend mit den Ideen Pim Fortuyns und trat nach dessen Tod sein ideologisches und kulturelles Erbe an.

Die Partei Fortuyns – im Grunde eine Einmannpartei – sorgte nach dessen Tod durch interne Querelen für den eigenen Untergang. Wilders hat ähnlichen Szenarien vorzubeugen versucht, indem er seine Partei gleich auf ein einziges Mitglied begrenzte: sich selbst. Während das Ausland Wilders’ Einmannpartei als Ausdruck tyrannischer Geltungssucht wertet, spiegelt sich darin also nichts anderes als die Lehre wider, die aus den Vorgängen in Fortuyns Partei zu ziehen war.

Der niederländische Sozialstaat ist eine der Krönungen der westlichen Zivilisation

Viele Jahrhunderte des Kampfes und der Debatten sowie eine schrittweise Säkularisierung ebneten den Weg dorthin. Mehr als fünfzig Prozent dessen, was alle Niederländer verdienen, fliessen heute an den Staat, der die Gelder den politischen Vorgaben entsprechend nach Bedarf und Notwendigkeit umverteilt. Dieses Modell funktioniert, solange in der Gesellschaft ein hohes Mass an Solidarität und individueller Diszipliniertheit gegeben ist, und das wiederum zeitigt eine Toleranz, die man so nirgendwo auf der Welt antrifft.

All das wurzelt unter anderem im widerständigen Geist des niederländischen Protestantismus. Kulturelle Grundlage der Niederlande (wie der Schweiz) ist das säkulare Erbe von Luther und Calvin. Die Niederländer ­haben darüber hinaus noch eine Tradition, die sie zu extremen Individualisten macht: Sie ­haben ihr Land buchstäblich mit eigenen Händen dem Meer abgetrotzt. Das hat den Charakter dieses Volkes über Jahrhunderte geprägt.

In Anbetracht dessen, was den Sozialstaat ausmacht, der dem Niederländer auf den Leib geschneidert war, konnte der Zustrom von Migranten nur zu Problemen führen. Einwanderungsland und Sozialstaat – das sind Modelle, die sich gegenseitig ausschliessen. Die politischen Eliten in Ländern wie den Niederlanden haben sich jedoch mit dieser Unvereinbarkeit abgefunden.

Sie haben die Grenzen geöffnet und Ströme von Zuwanderern eingelassen, denen die ­hohen Anforderungen an den Einzelnen im modernen Sozialstaat fremd sind

Menschen aus einfachen kollektivistischen Agrarkulturen mit überholten Glaubensvorstellungen wurden zwischen radikale Individualisten wie Fortuyn und van Gogh gepflanzt. Neuere ­Untersuchungen von Professor Koopmans von der Humboldt-Universität Berlin zeigen, dass die Hälfte der Muslime in den Niederlanden (und im gesamten Westeuropa) Homosexuelle und Juden verabscheut. Programme zur ­Integration und Assimilierung greifen offenbar kaum.

In allen westlichen Ländern mit starker muslimischer Zuwanderung lassen sich ähnliche Entwicklungen erkennen, in den Niederlanden mit ihrer Geschichte der Emanzipa­tion, Offenheit und Toleranz wirken sie jedoch besonders eklatant. Überall, wo Immigration nicht mit kultureller Assimilation einhergeht, gerät der Sozialstaat ernstlich in Bedrängnis, die Bevölkerung in der parlamentarischen ­Demokratie aber muss dem Handeln der politischen Eliten mangels geeigneter Einflussmöglichkeiten tatenlos zusehen.


Leserstimmen auf Weltwoche:

John Doe, 09.03.2017

Das unbegreifliche ist: alles ist ja eigentlich so klar! Schon nur der Mord an van Gogh sagt alles über die Einstellung der Sprengläubigen der “Religion des Friedens” aus. Der Unterschied zwischen einem fanatischen Moslem Terroristen und einem “gemässigten” Moslem: der eine schlägt Dir den Kopf ab, die anderen halten Dir die Füsse fest. Leider glaube ich, dass der Westen in corpore verloren ist.

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Baruch Birnboym, 09.03.2017 

“Einwanderungsland und Sozialstaat – das sind Modelle, die sich gegenseitig ausschliessen” Es gibt noch weitere Ausschlussprinzipien: – Mentale und charakterliche Hochleistungsfähigkeit und Rückständigkeit – Säkularstaat und Fundamentalreligion – Velofahrende Frauen und Verschleierte. Wann kommt das Tschador-Velo? Hülle = Teil der Tragkonstruktion oder umgekehrt.

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Reto Rosenberg, 08.03.2017

Sehr gut geschrieben, gratuliere. Aber verstehen werden es nur die die einen offnen Geist haben. Dieser Satz gefiel mir besonders: Einwanderungsland und Sozialstaat – das sind Modelle, die sich gegenseitig ausschliessen – kurz und bündig. Man kann nicht alles haben oder der Preis ist, dass eines davon in die Brüche geht. Und da stellt sich die Frage, wenn man sowieso nicht allen helfen kann, ist es das Wert ?


 

Quelle:
http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2017-10/artikel/die-urwunde-der-niederlaendischen-seele-die-weltwoche-ausgabe-102017.html

Aus dem Niederländischen von Hanni Ehlers

Leon de Winter, 63, ist niederländischer Schriftsteller und Filmemacher. Er stammt aus einer Familie orthodoxer Juden und ist Träger zahlreicher Auszeichnungen. Seine Romane waren international überwältigende Erfolge; einige wurden für Kino und Fernsehen verfilmt. Sein jüngster Roman, «Geronimo», beschreibt die spektakuläre Jagd auf Osama Bin Laden.

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