Keiner zieht mit: Frauke Petry hat sich offenbar mit ihrem Rückzug verkalkuliert


PETRYS POLITISCHES ENDE

Vier Monate nach dem spektakulären Rückzug Frauke Petrys aus der AfD kann man sicher sein: Petry hat sich verrechnet mit ihrem Plan, dass sich 20-25 Prozent der AfD-Bundestagsabgeordneten ihrer in Planung stehenden neuen Partei anschließen würden. Keiner der Parlamentarier zog mit. Petry ist damit politisch am Ende.

Selbst ausgesprochene Petry-Anhänger gehen in Deckung

Selbst bei AfD-Politikern, die eigentlich als enge Unterstützer von Petry gelten, war es mit der Loyalität nicht mehr weit her. So die Hessener Abgeordnete Joana Cotar, AfD-Mitglied der ersten Stunde, die mitteilte: „Ich bedauere den Entschluss von Dr. Frauke Petry und halte ihn für einen Fehler.“ Auch Kay Gottschalk, der dem Lager von  Petry und ihrem Mann Marcus Pretzell angehört, teilte via Twitter mit: „Frauke Petry will also nicht unserer Fraktion angehören. Das ist schade!“

Einer der wenigen, die zumindest öffentlich darüber nachdachten, der früheren Co-Parteivorsitzenden beizustehen, war Uwe Witt, AfD-Abgeordneter aus Nordrhein-Westfalen. Noch am Wahlabend verbreitete er fleißig Petrys Wortmeldungen auf Twitter weiter. Gegenüber dem „Heute-Journal“ nannte er ihren Fraktionsverzicht einen Weckruf für alle „moderateren“ AfD-Politiker: „Gerade das war vielleicht der erforderliche Schritt, um einige Leute in der Partei aufzuwecken, um zu sagen: ‚Um Gotteswillen, das wollen wir eigentlich nicht.‘“ Aber ein Zeichen, dass er die Fraktion mit Petry verlassen könnte, gibt es selbst von ihm nicht.

Die Aussichten sind auch nicht gerade rosig: Als fraktionslose Abgeordnete wird Petry voraussichtlich auf einem Einzelplatz in der letzten Reihe des Bundestags sitzen. Dem Sitzplatz entspricht die Stellung von Fraktionslosen im Parlament: Sie dürfen weder Gesetzesinitiativen starten noch Plenardebatten beim Ältestenrat beantragen. Ihr Rederecht im Plenum ist begrenzt. Kaum vorstellbar, dass die Strategin Petry sich diese Rolle bewusst ausgesucht hat. (QUELLE: FOCUS)

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FOCUS, 27.09.2017 

Sie will die AfD verlassen. Keiner zieht mit: Frauke Petry hat sich offenbar mit ihrem Rückzug verkalkuliert

Kaum war die AfD in den Bundestag gewählt, sorgte Frauke Petry für Schlagzeilen. Nur einen Tag, nachdem sie das beste Erststimmen-Ergebnis ihrer Partei eingefahren hatte, verkündete die 42-Jährige, sie wolle der AfD-Bundestagsfraktion nicht angehören. Am Dienstag kündigte sie außerdem an, sie und ihr Ehemann Markus Pretzell wollten aus der Partei austreten.


Recherchen von „WDR“, „NDR“ und „Süddeutscher Zeitung“ zufolge plante Petry ihren Austritt aus der Fraktion schon seit längerem. Das spricht dafür, dass sie große Pläne hatte: eine eigene Fraktion zu gründen und langfristig vielleicht sogar eine Partei zum Beispiel. Schon im Bundestagswahlkampf hatte sie die AfD mit Vorwürfen bombardiert: Die Ausfälle der Partei-Rechtsaußen schreckten bürgerliche Wähler ab, lautete der Hauptvorwurf. Viele fragten sich schon da, was die seit Monaten in der Partei isolierte Petry damit bezwecken wollte.

In der Rückschau sieht es so aus, als habe sie den Boden für eine Spaltung der AfD bereiten wollen. Petry muss sich sicher gefühlt haben, dass ihr andere Abgeordnete folgen würden, als sie ihren Rückzug erklärte. Laut internen Chatprotokollen, die „WDR“, „NDR“ und „Süddeutscher Zeitung“ vorliegen, soll sie schon vor Monaten geprüft haben, wer in der Partei hinter ihr steht. Demnach soll es in Sachsen schon Probeabstimmungen gegeben haben. Im Chat heißt es, 20 bis 25 Prozent der Anwesenden seien bereit gewesen, sich auf die Seite der Abtrünnigen zu schlagen.

“Ich kenne niemanden, der die Fraktion mit Petry verlassen möchte”

Aber falls es außer diesen Sondierungen feste Absprachen zwischen Petry und ihren Anhängern gegeben haben sollte, so fühlte sich niemand mehr daran gebunden, als es hart auf hart kam. Niemand mochte Petry in die Fraktionslosigkeit folgen. Nur aus der AfD-Fraktion im sächsischen Landtag, die die Politikerin ebenfalls verlässt, treten mit ihr zwei Abgeordnete aus. Unter den AfD-Bundestagsabgeordneten herrschte dagegen Schweigen im Walde. Kein einziger AfD-Parlamentarier außer Petry fehlte bei der konstituierenden Sitzung der AfD-Fraktion am Dienstag, wie FOCUS Online aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Quelle:
https://www.focus.de/politik/deutschland/bundestagswahl_2017/sie-will-die-afd-verlassen-keiner-zieht-mit-frauke-petry-hat-sich-offenbar-mit-rueckzug-verkalkuliert_id_7643176.html

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