Bundeswehr-Kommandeur rechnet mit von der Leyen ab


Er müsse zugeben, sagt Horn, “dass ich nach dem 30. April 2017 das Vertrauen in die politische Führung der Bundeswehr verloren habe”. Das war der Tag, als von der Leyen in einem Fernsehinterview zu rechtsextremen Vorfällen in der Bundeswehr von Haltungsproblemen und Führungsschwäche im Offizierskorps sprach. “Die Pauschalität der Vorwürfe hat selbst mich mit knapp 30 Dienstjahren erschüttert”.

Nie zuvor in der Geschichte des Nachkriegdeutschland hagelte es so viel und so bedeutsame Kritik auf einen Kanzler wie gegen Merkel

Die Zahl der Merkelkritiker ist mittlerweile unüberschaubar geworden. Sie kommen aus allen Sparten der Gesellschaft: Wissenschaft, Künste, Politik, Medien..

Es war ein Mitglied es österreichischen Kaiserhauses dabei (“Der deutsch-österreichische Hochadel (Kaiserhaus) meldet sich zu Wort: „Wer gibt Ihnen das Recht, Frau Merkel, durch Ihre Politik die Identität Europas zu zerstören?“), es ist die AFD ganz vorne dran vertreten (“Peter Boehringer (AfD): „BRD-Führungsclique inzwischen KRIMINELLER als die kommunistische der DDR, die ja schlimm genug war.“) – und auch, einmalig im Nachkriegsdeutschland, melden sich immer häufiger ranghöchste Militärs, die Merkels desaströse, in Wirklichkeit hochkriminelle Politik verurteilen.

So etwa der ehemalige Generalmajor* Gerd-Schulze-Rhonhof mit seinem offenen Briefen an Merkel („Frau Merkel: Treten Sie zurück!“ Zweiter offener Brief von Generalmajor a.D. Gerd Schultze-Rhonhof an Angela Merkel”), der kein gutes Wort an der katastrophalen Politik Merkels lässt. Schulze-Rhonhof ist im übrigen Autor so bedeutender Bücher wie

  • 1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte – Der lange Anlauf zum Zweiten Weltkrieg. 6. Auflage, Olzog Verlag, München 2003, ISBN 978-3-7892-8229-4; als Hörbuch, ISBN 978-3-937163-93-2.
  • Wozu noch tapfer sein?, Verlag Ingo Resch, Gräfelfing 1997, ISBN 3-930039-64-8.
  • Ein unvermeidlicher Krieg? – Der Weg zum 1. September 1939. VHS-Video-Dokumentation, ZeitReisen Verlag, Bochum 2007.
  • Deutschland auf Augenhöhe. Götz Kubitschek im Gespräch mit Gerd Schultze-Rhonhof. Edition Antaios, Schnellroda 2007, ISBN 978-3-935063-63-0.
  • Gerd Schultze-Rhonhof: Das tschechisch-deutsche Drama 1918–1939. Errichtung und Zusammenbruch eines Vielvölkerstaates als Vorspiel zum Zweiten Weltkrieg. Olzog Verlag, München 2008, ISBN 978-3-7892-8365-9.

* Die Generalmajore dienen wie die meisten Generale vorwiegend auf Stabsposten und in der Regel nicht in der „kämpfenden“ Truppe als militärische Führer. Typisch sind Verwendungen in leitenden Funktionen als Abteilungsleiter besonders wichtiger Abteilungen in Kommandobehörden, im Ministerium oder in Einrichtungen der NATO.

Generalmajore sind Amtschef oder Kommandeure besonders wichtiger Ämter und höherer Kommandobehörden, die häufig direkt unterhalb der Führungsstäbe des jeweiligen militärischen Organisationsbereichs oder bei der NATO angesiedelt sind. Die Kommandeure der beiden wichtigsten Lehreinrichtungen der Bundeswehr (Zentrum Innere Führung und Führungsakademie der Bundeswehr) sind ebenfalls Generalmajore.


Nun meldet sich ein weiterer ranghöher Offizier, der den Zustand der Bundeswehr, allein zu verantworten von Merkel, bitter beklagt.

Der Unterschied zu den meisten Merkelkritikern: Er äußert seine Kritik noch im Dienstverhältnis bei der Bundeswehr.


Die meisten Kritikern von BW-Offizieren kommt nach Eintritt in den Ruhestand. Was ihnen nicht zu verdenken ist: Wer will schon durch das Prozedere eines möglichen Militärgerichts wegen Subordination gegenüber der Regierung gehen?

Auch der Kapitän zur See* Michael Horn, um den es im folgenden geht, zeigt:

Die Bundeswehr ist bei weitem nicht der von so manchen Lesern deutscher Blogs (auch meinem hier) dargestellte eierlose Haufen nichtsnutzigen Soldaten, die angeblich politisch hirngewaschen und zu nichts anderem mehr fähig sind, als Rapports zu schreiben.

Aus der Bundeswehr, und das sage ich hier mit allem Nachdruck, weil ich direkte Kontakte zu ranghohen Offizieren habe (wer glaubt, ich bin nur ein Einzel-Blogger ohne Kontakte zu Politik, Medien, Wissenschaft und Militärs, der täuscht sich gewaltig), kann das Ende Merkels drohen.


* Der Kapitän zur See ist einer der Dienstgrade der Bundeswehr für Marineuniformträger. Einige Kapitäne zur See werden als Kommandeure von Schiffs- oder Marinefliegergeschwadern oder Schulen eingesetzt. Häufiger sind Verwendungen in Stäben.

Kapitäne zur See dienen dort als Abteilungs-, Gruppen- oder Referatsleiter oder als Chef des Stabes. Auch der Kommandant des Segelschulschiffs Gorch Fock ist Kapitän zur See. Sie können wie Obersten als Verbindungsoffiziere im Bundespräsidialamt ihren Dienst versehen.


Merkels Ende kann jederzeit seitens mutiger Bundeswehr-Offiziere drohen.

Eine einzige Bataillonsstärke (in einem Bataillon sind mehrere Kompanien oder Batterien einer Truppengattung zu einer organisch zusammengesetzten Truppe von 300 bis 1200 Soldaten zusammengefasst) reicht aus, dieses politische Monster zur Strecke zu bringen.

Tod oder lebendig: Das entscheidet allein die Gegenwehr der Sicherheitskräfte, von denen Merkel Tag und Nacht umgeben ist.

NTV berichtete vor 2 Tagen über diesen Kapitän zu See, dem das Verdienst gebührt, seine vernichtende Kritik nicht als Pensionär, sonder Soldat im Dienst ausgesprochen zu haben. Wir werden jedenfalls äußerst wachsam die Zukunft dieses tapferen Offiziers verfolgen. Sollte sich von der Leyen und Merkel an diesem rächen – wir werden dies en detail berichten.

Von Michael Mannheimer, 28.3.2018

***

n-tv.de, 26.03.2018

“Fünf nach zwö” auf See

Kommandeur rechnet mit von der Leyen ab

Kapitän zur See Jörg-Michael Horn hat sein Vertrauen in seinen Arbeitgeber am 30. April 2017 verloren.

Die Bundeswehr ist überlastet. Ein Großteil der Panzer, Flugzeuge und Schiffe der Bundeswehr ist nicht einsatzfähig. Die Soldaten sind von zahlreichen Auslandseinsätzen und zunehmenden Übungen der Nato überlastet. Zum Abschied zieht ein Offizier schonungslos Bilanz.

Kommandoübergaben in den Einheiten der Bundeswehr sind selten Veranstaltungen, die Schlagzeilen machen. Der Inhalt der üblichen Grußworte und die dargebotene Militärmusik schaffen es zumeist nicht weiter als in die Lokalpresse am jeweiligen Standort. Beim Abschied des Kommandeurs des 2. Fregattengeschwaders in Wilhelmshaven, eines der größten Marineverbände der Bundeswehr, ist das anders.

Mit seiner persönlichen Bilanz und Abrechnung mit der Bundeswehrführung sorgt Kapitän zur See Jörg-Michael Horn für Aufsehen.

“Es ist nicht nur materiell, sondern auch personell fünf nach zwölf. Ich muss das so deutlich ansprechen”,

warnt der Offizier, in seiner Abschiedsrede, die der verteidigungspolitische Blog “Augen Geradeaus” veröffentlichte. Vor allem aber macht er deutlich, wie sehr er von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen enttäuscht ist.

Er müsse zugeben, sagt Horn,

“dass ich nach dem 30. April 2017 das Vertrauen in die politische Führung der Bundeswehr verloren habe”.

Das war der Tag, als von der Leyen in einem Fernsehinterview zu rechtsrextremen Vorfällen in der Bundeswehr von Haltungsproblemen und Führungsschwäche im Offizierskorps sprach.

“Die Pauschalität der Vorwürfe hat selbst mich mit knapp 30 Dienstjahren erschüttert”,

sagt der scheidende Kommandeur, der auf einen Posten als Referatsleiter im Bundesamt für Personalplanung der Bundeswehr wechseln soll.

Detailliert listet Horn auf, auf welche Weise rüstungspolitische Entscheidungen seiner Ansicht nach die Fähigkeiten einiger Marineverbände in Zukunft beeinträchtigen könnten, warum die Entbürokratisierungsinitiative der Bundeswehr ihre Wirkung verfehle und wie eine falsche Balance zwischen Theorie und Praxis die Ausbildung der Offiziere verschlechtert habe.

Horn nennt zwar die “Agenda Attraktivität”, der seit 2014 die Bundeswehr auf als Arbeitgeber konkurrenzfähig gemacht werden soll, richtig. Doch bei diesen richtigen Bemühungen werde vergessen, dass die Bundeswehr eben “kein Arbeitgeber wie jeder andere auch sei”. Die Bundeswehr müsse dringend ihre Außendarstellung korrigieren, sonst werbe sie “weiter um die Falschen”.

Falsch sind für Horn in der Marine vor allem Soldaten, die unter Vereinbarkeit von Familie und Dienst die Priorität auf Familie legen.

Die meisten von Horn beschriebenen konkreten Kritikpunkte sind bekannt. Laut dem jüngsten Ministeriumsbericht über die Funktionsfähigkeit der Hauptwaffensysteme gibt das Verteidigungsministerium zu, dass ein Großteil der Panzer, Flugzeuge, Schiffe und anderer Geräte nicht einsatzbereit sei. Die vielen Auslandseinsätze und die steigende Zahl von Nato-Übungen wegen der zunehmenden Spannungen mit Russland gehe “natürlich zulasten des Grundbetriebs”.

Dass ein aktiver, hochrangiger Kommandeur jedoch so persönlich und öffentlich Kritik übt, ist ungewöhnlich.

Laut dem Herausgeber des Blogs “Augen geradeaus”, dem Verteidigungsexperten Thomas Wiegold, teilen aber viele Soldaten Horns Meinung. “Nach dem, was aus der Truppe zu hören ist, gärt es an vielen Punkten gerade mit solchen Details, wo Soldaten sagen, wir haben nicht das Material, das wir brauchen”, sagte Wiegold n-tv. Im Bericht zur Kommandoübergabe auf der offiziellen Website der Marine sind die kritischen Passagen der Abschiedsrede einfach ausgelassen.

Quelle:
https://mobil.n-tv.de/politik/Kommandeur-rechnet-mit-von-der-Leyen-ab-article20355727.html

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