Nach bestialischem Mord an saudischem Journalisten: Der internationale Druck auf Saudi-Arabien wächst. Erbärmlicher Ausredeversuch der Saudis


Von Michael Mannheimer, 21. Oktober 2018

Es gibt nur eine politisch richtige Reaktion auf die bestialische Ermordung eines saudischen Regimekritikers durch Saudi-Arabien:

Saudi-Arbabien muss nach dem bestialischen Mord an Khashoggi international zum Schurkenstaat erklärt und entsprechend behandelt werden. Das heißt: Dieselbe Behandlung wie Nordkorea:

  • Beendigung jeder wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien
  • Komplettes Verbot der Aus- und Einfuhr von Waren nach und von Saudi-Arbein
  • Beendigung der Ölimporte aus Saudi-Arabien: Niemand bracht saudisches Öl. Es gibt genügend andere Ölquellen
  • Beendigung jeder wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien: Denn eine solche nützt nur diesem führenden Terrorstaat der islamischen Welt
  • Sofortiger Stopp aller Waffenexporte nach Saudi-Arbien
  • Sofortiger Stopp der Lieferung von Ersatzteilen für bislang gelieferte westliche Waffensysteme (dies macht diese Waffen in kurzer Zeit aufgrund ihrer Reparaturanfälligkeit unbrauchbar)
  • Ächtung Saudi-Arabiens als führender Terrorstaat der Welt
  • Ächtung Saud-Arabiens als Staat der brutalen Sharia, der massiven Unterdrückung der Frauen
  • Verbot aller weiteren, von Saudi-Arbeins finanzierten Moscheenbauten in westlichen Ländern.

Nichts davon wird selbstverständlich eintreten.

Auch der jetzige internationale Druck auf diesen islamischen Terrorstaat – der, dank sagenhaften Reichtums, hauptverantwortlich ist für den weltweiten Export des islamischen Terrors und die Scharisierung der nicht-arabischen Welt des Islam (s. Indonesien, süd-Philippinen, Uigurien, Südthailand, halb Afrika, Europa etc) – ist nur ein diplomatisches Geplänkel ohne jede fundamentale Folgen für Saudi-Arabien.

Und dient ausschließlich zur Beruhigung der aufgebrachten Weltöffentlichkeit. In Wahrheit sitzen die Vertreter des saudischen Königshauses nach wie vor in denselben Exquisite-Hotels, Cafes und Konferenzräumen mit Vertretern der westlichen Regierungen zusammen, als wäre nichts geschehen. Und warten ab, bis sich die öffentliche Empörung wieder beruhigt hat – und man zum üblichen Tagesgeschäft übergehen kann. Welches zu keiner Zeit auch nur ansatzweise gefährdet gewesen war.

Meine Mutmaßung wird durch die folgende dpa-Meldung mehr als erhärtet:

Für das Weiße Haus steht in dieser Affäre viel auf dem Spiel, da sich Trump in seiner Nahost-Politik sehr stark auf das sunnitische Saudi-Arabien stützt. Seit Amtsantritt des US-Präsidenten hat sich das zuvor abgekühlte Verhältnis zwischen den beiden Partnern deutlich verbessert. Die USA und Saudi-Arabien sehen vor allem im schiitischen Iran einen gemeinsamen Feind, den bekämpfen wollen.


Der US-Präsident verschärfte zwar zunächst den Ton gegenüber Riad und forderte Antworten auf offene Fragen – will aber offensichtlich dennoch die guten Beziehungen zur Führung in Riad nicht aufs Spiel setzen. Trump äußerte die Vermutung, dass es sich möglicherweise nicht um ein staatlich beauftragtes Mörderkommandos gehandelt habe.” Quelle

Für jene, die über den Fall Khashoggi nicht informiert sind:

Saudi-Arabien ließ den saudischen Journalisten Jamal Khashoggi wegen dessen Einsatzes für Freiheit in der arabischen Welt lebenden Leibes zersägen (ich berichtete über dieses satanische und für den Islam typische Verbrechen in aller Ausführlichkeit). Der frühere Bin-Laden-Sympathisant Khashoggi hatte gegen die Politik des Kronprinzen immer mehr opponiert, sei es bei der Isolierung Katars, dem Krieg in Jemen oder der Annäherung an Israel auf Kosten der Palästinenser. Dem saudi-arabischen Prinzen Mohammed bin Salman (Foto links) stiess diese Kritik sauer auf: Khashoggi wurde zur persona non grata, erhielt Schreibverbot, viele Freunde wurden verhaftet.

Als Chefredakteur der renommierten saudischen Zeitung «Al-Watan» (deutsch: «Die Heimat») musste er den Sessel räumen, nachdem das Medium den Salafismus und die strenge Auslegung des Islams kritisiert hatte. Als der Arabische Frühling ausbrach, hoffte Khashoggi vergebens auf Reformen in seinem Land. Sein TV-Sender, den er 2015 mit dem Interview eines schiitischen Oppositionspolitikers eröffnete, wurde wieder geschlossen.

2015 setzte sich Khashoggi in die USA ab, wo er seine Kritik fortsetzen konnte. Knapp drei Monate vor seinem Verschwinden gab er der «Süddeutschen Zeitung» ein Interview, in dem er offen über den Kronprinzen sagte:

«Politische Reformen existieren nicht, sie sind nicht auf seiner Agenda, dafür hat er keine Toleranz und er denkt nicht, dass wir, das saudi-arabische Volk, sie verdienen oder weit genug dafür sind. Er will uns schlicht und einfach führen.» Quelle

Über einen Trick Saudi-Arbiens wude wurde Khashoggi nach Istanbul gelotst – wo er von saudischen Beamten in die dortige saudische Konsulat entführt – und ohne jede Befragung lebenden Leibes zu Tode gesägt wurde.

In den Tonaufnahmen, die Khashoggi via Apple Watch auf das Mobiltelefon seiner türkischen Verlobten Hatice Cengiz übertragen konnte, seien markerschütternde Schreie zu hören. Man könne erkennen, dass er in ein Zimmer gezerrt werde und eine Spritze verpasst bekomme. Dann werde es kurz still, berichtet das Nachrichtenportal «Middle East Eye».

Danach begann der saudische Gerichtsmediziner Salah Muhammed Al-Tubaigy (Foto links), ein Teufel in Menschengestalt, den lebenden Körper Khashoggis zu zersägen. Er, Salah Muhammed Al-Tubaigy, habe einen Kopfhörer aufgesetzt und seinen Kollegen gesagt: «Wenn ich diesen Job mache, höre ich Musik. Ihr solltet das auch tun.»

Er wird wissen, warum er dies gesagt hat: Denn aus seinen Worten folgert notwendig, dass dieser muslimische Teufel in Gestalt des Chefpathologen Saudi-Arabiens diese Prozedur nicht zum ersten Mal durchführte. Und dass er die in-vivo-Zersägung Khashoggis mit hundertprozentiger Sicherheit im Mitwissen, sehr wahrscheinlich unter dem direkten Befehl des saudischen Königshauses durchführte.

Ein erbärmlicher Erklärungsversuch Saudi-Arabiens zum Tod von Khashoggi

Die britische “Daily Mail” berichtete über den Versuch Saudi-Arabiens, den Tod Khasoggis als Folge eines “Streits” im saudischen  Konsulat in Istanbul darzustellen:

Saudi-Arabien: Journalist im Konsulatskampf getötet

19. Oktober 2018

Großbritannien wird unter zunehmendem Druck stehen, gegen Saudi-Arabien vorzugehen, nachdem das Golfkönigreich zugegeben hat, dass der Dissident Jamal Khashoggi in seinem Istanbuler Konsulat getötet wurde.

Das saudische Staatsfernsehen berichtete am Freitagabend, dass eine Primäruntersuchung über das Verschwinden des Kolumnisten der Washington Post ergab, dass er starb, nachdem ein Kampf im Konsulat in der Türkei ausgebrochen war.

Bislang wurden 18 saudische Staatsangehörige verhaftet und der stellvertretende Geheimdienstchef Ahmad al-Assiri und Saud al-Qahtani, ein älterer Adjutant von Kronprinz Mohammed bin Salman, wurden entlassen, berichtet das staatliche Fernsehen…

Jeremy Hunt hatte zuvor gewarnt, dass es “Konsequenzen” für die Beziehung des Vereinigten Königreichs zu Saudi-Arabien geben wird, wenn festgestellt wird, dass der Journalist ermordet wurde.

Der Außenminister sagte, dass die Regierung weiterhin “äußerst besorgt” über sein Schicksal sei, nachdem er verschwunden sei, als er vor mehr als zwei Wochen das Konsulat besuchte, um Papiere zu holen, damit er heiraten könne.

Seine Warnung kam, als der ehemalige MI6-Chef Sir John Sawers sagte, dass “alle Beweise” darauf hindeuteten, dass Herr Khashoggi auf Befehl von jemandem in der Nähe des Kronprinzen ermordet worden war.

Türkische Regierungsquellen behaupten, dass Herr Khashoggi, ein Kritiker des Prinzen und der saudischen Regierung, gefoltert und ermordet wurde und von einer aus Riad eingeflogenen Killerkommando. (Originalquelle)

Wie muss man sich das nach den Erklärungen eines Sprechers des saudischen Königshauses vorstellen?

Betrat Khashoggi freiwillig ein saudisches Konsulat, wo er doch genau wusste, was ihm auf saudischem Hoheitsgebiet droht? Griff Khashoggi dort unprovoziert saudische Konsulatsangestellte an? Allein? Und und ohne jeden Personenschutz gegenüber einer personellen Übermacht? Trat der Tod Khashoggis durch eine unglückliche Gegenwehr seitens der “angegriffenen” Konsulatsangestellten – und “unbeabsichtigt” ein?

Für wie blöd halten Saudis eigentlich uns “Ungläubige”?

Natürlich wurde Khashoggi mit List in das saudische Konsulat gelockt, wo er Dokumente für seine anstehende Hochzeit mit einer Türkin abholen wollte. Doch er kam aus diesem Konsulat nie wieder heraus. Seine Verlobte wartete draußen vergebens auf ihn. Wie ein Video auf Welt.de berichtet. soll sich der Tod Khashoggis wie folgt abgespielt haben:

“Bereits einige Stunden vor Khashoggis Ankunft kamen an der saudischen Botschaft mehrere Autos an, aus denen mutmaßliche Mitglieder des vom saudischen Prinzen Mohammed bin Salman bestellten Spezialkommandos in die saudische Botschaft gingen. Um sich auf die Hinrichtung Khashoggis vorzubereiten. Das zeigt alles eine Kamera, die vor dem Konsulat diese Szenen aufgenommen hat (s.hier).

Zuerst sollen die Männer ihn in das Büro des Konsuls gezerrt und ihm die Finger abgetrennt haben. Sieben Minuten lang, so Zeugen habe er geschrieben. Darauf soll ein saudischer Gerichtsmediziner ihm eine unbekannte Flüssigkeit gespritzt und ihn dann bei lebendigem Leib mit einer Knochensäge zerteilt haben. Audioaufnahmen vom verwanzten Konsulat sollen das beweisen.

Unklar ist, wie die Männer die Leichenteile Khashoggis entsorgt haben.” (Quelle)

Man hat Khashoggi vermutlich auf einem Tisch festgeschnallt, ihm eine Dosis eines Muskelrelaxans verabreicht: Ein Mittel, das oft vor Operationen gespritzt wird. Es macht den Menschen bewegungsunfähig – bevor die eigentliche Anästhesie eingeleitet wird. Im Fall Khashoggi gab es natürlich keine Anästhesie: Er musste seine Lebendzersägung bei vollem Bewusstsein und bewegungsunfähig durchleben.

Ein Staat, der eine solche Prozedur befiehlt, ist ein teuflischer Staat. Und verdient, aus der weltweiten Gemeinschaft der zivilisierten Länder ausgeschlossen zu werden.

Saudi-Arabien ließ sein Konsulat in in  Istanbul renovieren

Es muss ein Blutbad gewesen sein – und der Raum des saudischen Konsulats, in welchem Khashoggi lebend zersägt wurde, muss einem Schlachthaus geglichen haben. Um die Spuren dieser Tat zu verdecken, ließ Saudi-Arabien inzwischen sein Kosulat renovieren (“praktisch sämtliche Räume neu gestrichenQuelle).

Mehr Schuldeingeständnis geht nicht: Jeder westliche Pathologe und Forensiker weiß, dass die Renovierung eines mutmaßlichen Tatorts unmittelbar nach einem Mord ein eindeutiges Indiz ist, dass der renovierte Teil eines Gebäudekomplex tatsächlich auch der Tatort ist.

Westliche Forensiker würden, ließe man sie das Konsulat betreten, mit Sicherheit Spuren dieses Verbrechens finden: Denn mittels der chemischen Substanz Luminol, einem Hämotom-Marker, finden sich auch die geringsten Blutspuren, verdeckt in Ritzen des Bodens – und auch solche, die mehrfach übermalt worden sind.

Der internationale Druck auf Saudi-Arabien im Fall des verschwundenen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi steigt.

Auch Trump droht im Fall Khashoggi mit harten Konsequenzen. Inzwischen geht auch US-Präsident Trump davon aus, dass der saudische Journalist Khashoggi tot ist. Sollte der Regimekritiker tatsächlich von einem saudischen Killerkommando getötet worden sein, droht Trump mit Konsequenzen.

Auch die bolschewisierten US-Demokraten fordern -laut der linken “Washington Post” –  Aufklärung über die Finanzbeziehungen des US-Präsidenten zu Saudi-Arabien. “Washington Post” publizierte den bisher letzten Beitrag des saudischen Journalisten .

Elf US-Senatoren der oppositionellen Demokraten forderten am Mittwoch (Ortszeit) vom Präsidenten und von der von seinen Söhnen geführten Firmengruppe Aufklärung “über jedwede finanzielle Verbindungen zwischen der Trump-Organisation und dem Königreich Saudi-Arabien”. Es gebe Anlass zur Sorge über “finanzielle Interessenskonflikte”. Trump hatte am Dienstag auf Twitter erklärt: “Für’s Protokoll, ich habe keinerlei finanzielle Interessen in Saudi-Arabien.” (Quelle)

Auch die G7-Staaten fordern eine Aufarbeitung von Riad. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Lagarde, verschob eine geplante Reise dorthin, und Bundesaußenminister Maas zog einen Besuch in Riad in Zweifel. Der deutsche Außenminister Maas vertagte die Entscheidung über eine geplante Reise nach Saudi-Arabien. Die Bundesregierung wolle wissen, was mit dem saudischen Journalisten geschehen sei. Saudi-Arabien habe dazu eine Erklärung angekündigt, sagte Maas. Anschließend werde man die notwendigen Schlussfolgerungen ziehen. (Quelle).

Auch ein CDU-Abgeordneter forderte: „Keine Waffenexporte nach Saudi-Arabien“ Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hardt, bekräftigte die Haltung der Bundesregierung, von Waffengeschäften mit Saudi-Arabien abzusehen. Er sagte im Deutschlandfunk, bei Rüstungsexporten stehe man – wie im Koalitionsvertrag vereinbart – auf der Bremse. Einzige Ausnahme sei eine bereits vereinbarte Lieferung unbewaffneter Patrouillenboote.

Alles Blendwerk. Nichts von alledem wird geschehen.

Man wird warten, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Und wird dann stillschweigend die normalen politischen Beziehungen zu Saudi-Arabien, jenem Land, von dem aus die Islamisierung der westlichen Welt dank seines sagenhaften Petrodaller-Recihtums zentral gesteuert wird, still und bedenkenlos wieder aufnehmen. Ohne sie zuvor auch nur eine Sekunde unterbrochen zu haben.


 

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