Falschzitate: Sie passieren allen. Werden aber nur sog. “Rechten” zur Last gelegt.


Von Michael Mannheimer, 27. November 2017

Falsche Zitate: Worüber dringend gesprochen werden muss

Es gibt im Netz eine Menge an falschen Zitaten, die über die Copy&Paste-Funktion millionenfach wiedergegeben werden – und so den falschen Eindruck derer Gültigkeit verschaffen. Ich habe es Peter Helmes zu verdanken, dass ich auf eine solches aufmerksam  – nämlich das folgende Falschzitat Trittins – gemacht wurde.

Beispiel Jürgen Trittin

Das Jürgen Trittin zugeschriebene Zitat

Deutschland verschwindet jeden Tag immer mehr, und das finde ich einfach großartig.

etwa wird von Islamkritikern und Patrioten immer wieder verwendet. Obwohl Trittin dies nie gesagt hat. Dazu hat er mehrere Zitierer verklagt – und jeden Prozess gewonnen. Nicht, weil die Richter auf seiner Seite standen, sondern weil Trittin nachweisen konnte, dass er falsch zitiert wurde. Und weil keiner der Beschuldigten eine Quelle vorweisen konnte, die auf Trittin hindeutet.

Dass Trittin persönlich das Verschwinden Deutschlands “großartig” gefunden haben mag, spielt dabei keine Rolle. Es geht nicht um Unterstellungen, sondern allein um Fakten. Unterstellungen sind ein zentrales Werkzeug der Linken (und aller übrigen totalitären Ideologien). Aber dürfen niemals Werkzeug einer objektiven Aufklärungsarbeit sein.

Fakt ist: Trittin ist ein ausgewiesener Deutschenfeind.

Auch wenn das obige Zitat falsch ist, so gibt es genügend Zitate von ihm, die seine Deutschenfeindlichkeit mehr als genügend veranschaulichen. Denn wenn Linke Falschzitate gegen linke Politiker aufdecken, so geschieht dies natürlich mit der Absicht, die dem Falschzitat zugrunde liegende Aussage  generell zu entkräften. In aller Regel ist jedoch nur das Zitat falsch. Nicht jedoch die dem falschen Zitat zugrundeliegende Botschaft.


So hat Trittin zweifelsfrei folgendes von sich gegeben:

„Noch nie habe ich die deutsche Nationalhymne mitgesunden und ich werde es als Minister auch nicht tun.“

Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 02.01.2005

Am 2. Februar hielt Trittin eine Rede in London, bei der er den folgenden ungeheuerlichen Satz von sich gab:

“Deutschland ist ein in allen Gesellschaftsschichten und Generationen rassistisch infiziertes Land.”

Rede im Londoner Goethe-Institut am 2. Februar 1993, Plenarprotokoll des Bundestags

Schon während der Rede erhielt er seitens der englischen Zuhörerschaft Buh-Rufe – und viele Engländer verließen empört den Saal. Was natürlich von keinem deutschen Systemmedium berichtet wurde.

Solchen Aussage disqualifizieren jedenfalls jeden Außenminister jeden Landes – nur nicht Deutschlands. In den islamischen Ländern würde ein solcher Außenminister sehr wahrscheinlich das grausame Schicksal Khashoggis teilen (dieser saudische Kritiker des islamischen Unterdrückungssstaats Saudi-Arabien wurde lebend zersägt (ich berichtete)).

 

Beispiel Rosa Luxemburg

Die polnischstämmige Jüdin Rosa Luxemburg war keine tolerante Demokratin, wie ihre Anhänger uns gerne und wahrheitswidrig vorgaukeln. Ihre “Toleranz” war eng begrenzt auf das linke Spektrum. Links sein durfte man in verschiedenen Schattierungen, nicht aber liberal, konservativ oder gar rechts-konservativ.

Weiterhin stellte sie fest, dass, wenn das Proletariat die Macht ergreift, es “sozialistische Maßnahmen in energischster, unnachgiebigster, rücksichts­losester Weise in Angriff nehmen, also Diktatur ausüben” müsse. [Rosa Luxemburg – linke Legenden]

Insofern kann sich feministische “Toleranz” gut auf Luxemburg berufen.

Rosa Luxemburg wurde am 5. März 1871 als Rozalia Luksenburg in Zamość, Königreich Polen geboren. Der Name Luxenburg wurde noch zu Lebzeiten ihres Vaters durch einen behördlichen Schreibfehler zu Luxemburg, den sie dann beibehielt.

So ist das Zitat der jüdischen Bolschewistin Rosa Luxemburg

“Freiheit ist immer Freiheit des anders Denkenden. “

Rosa Luxemburg, In: Die Russische Revolution, Hrsg. Paul Levi, Verlag Gesellschaft und Erziehung G.m.b.H., 1922, S. 109, Internet Archive

zwar richtig, aber es wird von linken im völlig falschen Kontext dargestellt.

Eine richtiges Zitat im falschen Kontext ist eine Lüge. Denn dieses scheinbare Toleranz-Axiom Luxemburgs ist völlig anders, als es dargestellt wird. Es geht ausschließlich um Toleranz innerhalb der damaligen bolschewistischen Linken in Deutschland, die sich um die Definition des Bolschewismus angesichts der Gräuel, die im Lenin-Russland geschahen, bis aufs Messer bekriegen. Also ausschließlich um die Toleranz im Rahmen eines minimalen Meinungsspektrums deutscher Sozialisten – und keinesfalls um die Tolerierung der Meinungen des politischen Gegners.

Zu dem damals auch die sozialistische SPD zählte, die in den Augen der KPD (die KPD ging am Jahresende 1918 aus einem Zusammenschluss des Spartakusbundes mit kleineren linksradikalen Gruppen hervor), deren Führerin Luxemburg (neben Liebknecht) war, eine “revisionistische” und daher zu vernichtende Partei war.

“Ein Paradebeispiel ist dabei Rosa Luxemburg, die häufig von linken Liberalen mit dem Spruch: “Freiheit, ist immer die Freiheit des Andersdenkenden” zitiert wird. Offensichtlich wollen die ZitiererInnen damit unterstreichen, das diese Frau doch sehr tolerant gewesen sei und man sich doch heute, bitte schön – an Ihrer Toleranz eine Scheibe abschneiden soll.

Doch hier irrt die Nachwelt, denn Rosa Luxemburg meine mit diesen “Andersdenkenden”, in keinem Fall etwa Menschen, die in nichtkommunistischen Klischees dachten, sondern sie meinte damit primär die “Abweichler von der kommunistischen Linie”, die im engen Rahmen einer “kommunistischen Demokratie” wieder auf den “rechten Weg kommunistischer Denkart” geführt werden sollten” Quelle

Rosa Luxemburg warb weder für Freiheit noch für Toleranz. Mehrfach rief sie zur Ermordung jedes deutschen Soldaten auf, den man auf den Straßen Deutschlands erblicken konnte (was für eine Parallele zur heutigen islamischen Terror-Praxis in Europa)!

Richtig hingegen ist ein Zitat von ihr, das seitens ihrer linken Anhänger wohweislich sorgsam verborgen wird:

“Wer die Wahrheit liebt, darf auf das Lügen nicht verzichten.”

Nur durch Zufall wird man die Echtheit dieses Luxemburg-Zitats finden: Es wird ausgerechnet von der Linkspartei auf einer Hommage auf den verstorbenen “Commandante Castro” (Quelle: Adios, Commandante!, Seite 8) als eines der wichtigsten Zitate Luxemburgs publiziert. Dass sich die Linkspartei dieser Lüge selbstverständlich selbst bedient, muss nicht eigens dargestellt werden.

Damals viel bekannter, heute aber weitgehend vergessen, ist dagegen eine andere Aussage Luxemburgs vom 24. November 1918:

“Der Diktatur des Proletariats gehört der Tag und die Stunde. Wer sich dem Sturmwagen der sozialistischen Revolution entgegenstellt, wird mit zertrümmerten Gliedern am Boden liegen bleiben.”

[Rosa Luxemburg, Aufruf vom 24. Oktober 1918 an die Spartakusverbände]


Rosa Luxemburg war das fünfte und letzte Kind des Holzhändlers Eliasz Luxenburg (1830–1900) und seiner Frau Line, geb. Löwenstein (1835–1897). Die Eltern waren Juden in der ländlichen Mittelstadt Zamość im von Russland kontrollierten Teil Polens. Die Luxenburgs waren als Landschaftsarchitekten, die Löwensteins als Rabbiner und Hebraisten nach Zamość gekommen.[Anneliese Laschitzka: Rosa Luxemburg. 1996, S. 16.] Über ein Drittel der Einwohner waren polnische Juden, meist Haskala-Vertreter mit hohem Bildungsstand.


Die Rezeption Rosa Luxemburgs war und ist keinesfalls so einheitlich innerhalb der Linken, wie man uns die Linkspresse darstellt.

Die 1946 gegründete SED etwa warf Rosa Luxemburg stets „Spontaneismus“ vor, der zum Scheitern der Novemberrevolution beigetragen habe. Sie lehnte ihre Auffassungen im Anschluss an Stalin insgesamt als „Luxemburgismus“ ab.

Das Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees (ZK) der SED und Wirtschaftswissenschaftler, Fred Oelßner (Foto links),  schrieb 1951 in der parteioffiziellen (!) Luxemburgbiografie:

„Denn so groß Rosa Luxemburgs Verdienste um die deutsche Arbeiterbewegung waren, so sehr wir uns in Ehrfurcht vor ihrem kämpferischen Leben verneigen, so sehr wir Rosa wegen ihres schonungslosen Kampfes für die Sache der Arbeiter lieben, so dürfen wir nicht vergessen:

Groß waren auch ihre Irrtümer und Fehler, die die deutsche Arbeiterklasse auf falsche Bahnen lenkten.

Wir dürfen vor allem die Augen vor der Tatsache nicht verschließen, daß es sich nicht um einzelne Fehler handelt, sondern um ein ganzes System falscher Auffassungen (den ,Luxemburgismus‘). Diese Auffassungen waren eine der entscheidenden Ursachen für die Niederlagen der Kommunistischen Partei Deutschlands nach ihrer Gründung, für die Verfälschung der Rolle der Partei durch die Brandleristen, für die Unterschätzung der nationalen Frage und der Bauernfrage, die trotz der Bemühungen Ernst Thälmanns nicht überwunden wurde. […] Dazu gehörte auch der Kampf gegen die Überreste des Luxemburgismus, der nichts anderes als eine Abart des Sozialdemokratismus darstellt.“

Fred Oelßner: Rosa Luxemburg. Dietz Verlag, Berlin 1951, S. 7 und S. 211; zitiert nach Barbara Könczöl: Märtyrer des Sozialismus: die SED und das Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Campus, 2008, ISBN 978-3-593-38747-5, S. 151.

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Beispiel Joseph-Goebbels

Angeblich soll Goebbels folgendes gesagt haben:

“Eine Lüge muss nur oft genug wiederholt werden. Dann wird sie geglaubt.”

Der Spruch wird Goebbels seit sieben Jahrzehnten in verschiedenen Varianten unterschoben. Aber er ist falsch. Und es ist ein kontraproduktiver Widerspruch, wenn man mit erfundenen Goebbels-Zitaten gegen Lügen in der Politik argumentiert.

Dieses auf Englisch und Deutsch hunderttausendfach verbreitete Pseudo-Goebbels-Zitat hat noch niemand in einem Text von Joseph Goebbels gefunden. Und es widerspricht auch der Ideologie von Goebbels, der sich seinen Zuhörern und Lesern gerne als Kämpfer für die Wahrheit gegen die verlogene Presse und gegen die ausländische ‘Lügenpropaganda’ präsentierte.

Doch wie viele (vmtl. die meisten) Politiker hat Goebbels schamlos gelogen. Während er sich in seinen Reden und auch in seinem Tagebuch gerne als eine Person darstellte, die der Wahrheit verpflichtet ist. Seine Propaganda nennt er nicht Lüge, sondern “Probleme auf die einfachste Formel bringen” und suggerierte: Lügen, das tun die anderen, zum Beispiel ‘die Engländer’, die anders als die treuherzigen Nazis angeblich aus Prinzip logen.

Nun, dass Engländer Meister der lügen waren, das ist inzwischen bei allen ernstzunehmenden Historikern erwiesen. Und darin hatte Goebbels fraglos recht. Es ist allerdings immer etwas seltsam, wenn Lügner Wahrheiten aussprechen. Aber auch der Teufel (ob man an seine Existenz glaubt oder, wie ich, ihn nur als Metapher für das Böse an sich sieht) muss Wahrheiten sagen: Denn wenn er immer lügen würde, dann würde man die Wahrheit leicht erkennen können: Diese wäre dann logischerweise stets das Gegenteil der Aussagen des Teufels. Und dass jeder X-Beliebige  ihn erkennt und durchschaut: Das kann unmöglich die Absicht des “Teufels” sein.

Wo sich dieses Falschzitat wiederfindet (Auswahl)

  • “‘Angeblich verfolgt Trump mit seinen Lügereien die Goebbels-Doktrin’, sagte der iranische Politiker. Er bezog sich auf das Goebbels-Zitat

    ‘Eine Lüge muss nur oft genug wiederholt
    werden. Dann wird sie geglaubt’.”Die ZEIT, 24. September 2017 (Link). Dieses Faschzitat ist insofern interessant, als es von einem Mediuem (DIE ZEIT) stammt, welches ansonsten nicht müde wird, die Falschzitierung angeblicher “Rechter” zu geißeln. Hier wirft also die “Zeit” mit Steinen, während sie selbst im Glashaus sitzt.
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    .
  • Als mephistophelischer Meister der perfiden Lügenmaschinerie ging der Propagandaminister des Dritten Reichs, Joseph Goebbels, in die Geschichte ein, der bereits 1933 sein Credo formulierte:„Wenn du einmal mit dem Lügen begonnen hast, darfst du nie wieder damit aufhören.“http://falschzitate.blogspot.com/2017/12/eine-luge-muss-nur-oft-genug-wiederholt.html—————————————————————————————————————————————

    Man muss Lügen nur oft genug wiederholen, dass sie geglaubt werden.“”
    profil, 26. März 2010 (Link)—————————————————————————————————————————————
  • “Goebbels sagte, wenn man eine Lüge häufig genug wiederholt, dann wird sie zur Wahrheit.”

    Welt, 20. Juli 2008 (Link)

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Was Goebbels wirklich gesagt hat:

“Die beste Propaganda ist jedoch stets die, bei welcher nicht von vornherein die Absicht der Propaganda klar zutage tritt.”

Joseph Goebbels, Claudia Koonz , The Nazi Conscience, London and Cambridge, MA: Belknap Press of Harvard University (2004) p. 13. Quote from March, 1933.


“Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahmzulegen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre eigene Sache. Uns ist jedes gesetzliche Mittel recht, den Zustand von heute zu revolutionieren.

Wenn es uns gelingt, bei diesen Wahlen 60 oder 70 Agitatoren und Organisatoren unserer Partei in die verschiedenen Parlamente hineinzustecken, so wird der Staat selbst in Zukunft unseren Kampfapparat ausstatten und besolden. Eine Angelegeneheit, die reizvoll und neckisch genug ist, sie einmal auszuprobieren…

Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale. Wir kommen als Feinde! Wie der Wolf in die Schafherde einbricht, so kommen wir!”

Goebbels in einem Leitartikel des Völkischen Beobachter am 30. April 1928

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Goebbels, 1942:

“Ich kann wieder sehr viel lernen; vor allem, daß das Volk meistens viel primitiver ist, als wir uns  das vorstellen.

Das Wesen der Propaganda ist deshalb die Einfachheit und die Wiederholung.

Nur wer die Probleme auf die einfachste Formel bringen kann, und den Mut hat, sie auch gegen die Einsprüche der Intellektuellen ewig in dieser vereinfachten Form zu wiederholen, der wird auf die Dauer zu grundlegenden Erfolgen in der Beeinflussung der öffentlichen Meinung kommen.

Wer einen anderen Weg einschlägt, mag den oder jenen labilen Intellektuellenkreis beeinflussen, das Volk ist er nicht einmal an der Oberfläche zu ritzen in der Lage.”

Joseph Goebbels, Tagebuch, 29. Januar 1942

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Ebenso scheint es kein Zweifel an der Richtigkeit des folgenden Goebbelszitats zu geben:

“Wenn unsere Gegner sagen ›Ja, wir haben euch doch früher die Freiheit der Meinung zugebilligt.‹ Ja, ihr uns! Das ist doch kein Beweis, daß wir das euch auch tun sollen. Daß ihr das uns gegeben habt, das ist ja ein Beweis, wie dumm ihr seid.” 

Rede vom 4. Dezember 1935., In: Goebbels-Reden : Band 1: 1932-1939, hg. v. Helmut Heiber, Droste Verlag, Düsseldorf 1971. S. 272

Es war eine Rundfunkansprache zur Eröffnung des “Reichssenders Saarbrücken”. Allerdings ist die besagte Stelle etwas anders wiedergegeben in: Das Neue Tage-Buch, Band 3, Ausgaben 27-52, Nederlandscher Uitgeverij 1935. S. 1180 Die Tonaufnahme ist gelistet in der Deutschen National-Discographie: Discographie der deutschen Sprachaufnahmen, Band 4, Platte 27337.
Serendipity (Diskussion) 19:21, 19. Jun. 2012 (CEST)

Beim Saarländischen Rundfunk gibt’s den Originalton: SR Fundstücke: Rede von Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Joseph Goebbels, zur Eröffnung des Reichssenders Saarbrücken in der „Wartburg“ am 4. Dezember 1935., 00:15:05 bis 00:15:35.

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Die NSDAP ging aus der Deutschen Arbeiterpartei (DAP) durch deren Umbenennung am 24. Februar 1920 hervor.

Die Gründung erfolgte im Münchner Hofbräuhaus. 1922 ergingen eine Reihe von NSDAP-Verboten in mehreren deutschen Ländern auf Grundlage des Republikschutzgesetzes. Bis 1923 konnte die NSDAP vor allem in Bayern größeren Anhang gewinnen und nahm die Ruhrbesetzung und Inflation  zum Anlass für den Hitlerputsch, der am 9. November 1923 kläglich scheiterte. Reichspräsident Friedrich Ebert, SPD, erließ nach dem Putschversuch ein reichsweites Verbot gegen die NSDAP, das bis Februar 1925 gelten sollte. Ebenfalls verboten wurden die bürgerlich-nationalistische Deutschvölkische Freiheitspartei (DVFP), und die Kommunistische Partei Deutschland  (KPD).

Goebbels war einer der grössten, vehementesten Verfechter des echten wahrhaftigen Sozialismus! Und er blieb es bis an sein Lebensende, obwohl Hitler, ebenfalls dem Sozialismus anheim gefallen, lange Zeit versuchte, den “echten wahren” Sozialismusgedanken von Goebbels abzuschwächen. (Kleine ideologische Nuancen) Doch Goebbels blieb zeitlebens ein Sozialist und Arbeiterfreund. Unverkennbar war sein Hass auf alles Materielle. Als ihm seine jüdische Freundin Else Janke 1923 eine Stelle bei der Dresdner Bank in Köln verschaffte, stieg er schon nach wenigen Monaten aus, Zitat Josef Goebbel: ” Tempel des Materialismus”! Er war lieber arbeitslos als dem Kapitalismus verfallen. Seinen Hass auf Juden und Andersdenkende (Bürgertum) entwickelte er erst später. (Quelle)

Weitere Zitate Goebbels, die richtig wiedergegeben sind:

Wir sind Sozialisten, weil im Sozialismus, weil im schicksalsmässigen Angewiesensein aller Volksgenossen aufeinander, die einzige Möglichkeit zur Erhaltung unserer rassenmässigen Erbgüter, und damit zur Wiedereroberung  unserer politischen Freiheit und zur Erneuerung des deutschen Staates sehen. Der Sozialismus ist die Befreiungslehre des Arbeitertums.”

“Wir sind Sozialisten, weil für uns die soziale Frage der Notwendigkeit und Gerechtigkeit, und darüber hinaus der staatlichen Existenz unseres Volkes, nicht aber eine Sache des billigen Mitleids, oder gar beleidigener Sentimentalität ist.”

Der Sozialismus ist nur durchführbar in einem Staat, der nach innen einig und nach aussen frei ist. Beide Ziele, die innere Einheit und die äussere Freiheit, sind uns durch die Schuld von Bürgertum und Marxismus, verloren gegangen. Diese beiden Machtgruppen sind überhaupt, so national und sozial sie sich immer gebärden mögen, die geschworenen Todfeinde eines sozialistischen Nationalstaates.”

Josef Goebbels in “der Angriff” vom 26. Juli 1926

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“Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale. Wir kommen als Feinde! Wie der Wolf in die Schafherde einbricht, so kommen wir!”

Goebbels in einem Leitartikel des Völkischen Beobachter am 30. April 1928:[3]

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“Sozialismusist die Ideologie der Zukunft!”

Joseph Goebbels, Open Letter to Ernst Graf zu Reventlow in the Völkische Freiheit, 1925, as quoted in Goebbels: A Biography, Peter Longerich, Random House, 2015, p. 55

Referenz: https://beruhmte-zitate.de/zitate/1898254-joseph-goebbels-the-social-is-a-stopgap-socialism-is-the-ideology/

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Beispiel Richard Coudenhove-Kalergi

Oft zitiert, aber falsch:

“Für Paneuropa wünsche ich mir eine eurasisch-negroide Zukunftsrasse … Die Führer sollen die Juden stellen …” 

Jürgen Langowski hat schon vor Jahren die falschen Quellenangaben zu dem Zitat: “Fuer Deutschland wuensche ich mir eine eurasisch-negroide Zukunftsrasse unter Fuehrung der Juden”, aufgedeckt (Link).

Was Coudenhove-Kalergi wirklich schrieb:

“Von der europäischen Quantitätsmenschheit, die nur an die Zahl, die Masse glaubt, heben sich zwei Qualitätsrassen ab: Blutadel und Judentum. Voneinander geschieden, halten sie beide fest am Glauben an ihre höhere Mission, an ihr besseres Blut, an menschliche Rangunterschiede. In diesen beiden heterogenen Vorzugsrassen liegt der Kern des europäischen Zukunftsadels: 

Im feudalen Blutadel, soweit er sich nicht vom Hofe; im jüdischen Hirnadel, soweit er sich nicht vom Kapital korrumpieren ließ.”

Richard Coudenhove-Kalergi: “Adel”, S. 35  (Link); “Praktischer Idealismus”, S. 45

In der Tat träumte der Pazifist Coudenhove-Kalergi nach dem Ersten Weltkrieg in dem 1920 verfasstem und 1922 erstmals publiziertem Buch “Adel” von einer im Entstehen begriffenen neuen Elite Europas, die sich angeblich aus altem “Blutadel” und jüdischem “Hirnadel” herausbilde.

Für Coudenhove-Kalergi waren Demokratien Übergangsformen zu neuen Staatsgebilden, die von neuen pazifistischen Eliten geführt werden würden. Für seine Typologien von Stadtmensch und Landmensch verwendet Coudenhove-Kalergi auch rassistisches Vokabular, das durch Arthur de Gobineau und Friedrich Nietzsche verbreitet wurde. (Quelle)

Das ist nur die Spitze des Eisbergs an falschen Zitaten.

Nicht alle Falschzitierungen geschehen, wie die linksextreme FAZ schreibt, mit “Absicht” der Autoren. Die FAZ widmete diesem Thema einen eigenen Artikel (in welchem er auch gegen mich mittels eines an den Haaren herbeigezogenen angeblichen “Falschzitats“ hetzt) und schreibt in dessen Headline wie folgt:

„Deutschland verschwindet jeden Tag immer mehr, und das finde ich einfach großartig.“ Dieses Zitat soll von Jürgen Trittin stammen. Gesagt hat er den Satz nie. Im Internet werden ähnliche Fälle verbreitet – absichtlich und mit Methode.Quelle

Das ist pure linke Verschwörungstheorie seitens eines egomanen und armseligen Journalisten, der, in Gestalt des FAZ-/taz-Autor Francesco Giammarco (Foto links, Twitter-Kontakt: giammfr), den “Rechten” pauschal die absichtliche Fälschung von Zitaten unterstellt. Was natürlich reiner Unfug ist – aber von einem intellektuellen Dünnbrettbohrer wie  Giammarco nicht erkannt werden will oder kann.

Giammarco wurde 1986 in München geboren (hat also noch in die Windeln geschissen, als ich dort längst mein Examen hinter mir hatte), ist Absolvent  der Deutschen Journalistenschule in München (und damit ein ausgewiesener Nichtskönner und Nichtswissender (die Journalistenschulen sind der Prototyp der “Geschwätzwissenschaft” (Akif Pirincci)) und schrieb danach für “taz”, “Tagesspiegel”, die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” und “Spiegel online”. Ein perfekter Lebenslauf also eines eindimensionalen Pseudo-Journalisten, dessen einzige “Qualifikationen” seine linke Ideologie und seine nichtdeutsche Herkunft sind.

Falschzitierungen können sehr oft nicht mit absoluter Sicherheit bewiesen werden

Wahrhaftigkeit ist eine notwendige Tugend im Kampf gegen das Böse

Selbstverständlich bin auch ich nicht gefeit davor, hin und wieder unwissentlich ein falsche Zitat übernommen zu haben. Doch ich habe jedes Mal, wenn ich darauf aufmerksam wurde, diesen Fehler korrigiert. Dennoch können auch bis heute noch immer einige wenige Falschzitate von mir in meinen 5500 Artikeln vorhanden sein (einschließlich des aktuellen Artikels). Das geschieht nicht nur mir, sondern selbst den besten Wissenschaftlern und Historikern. Entscheidend allein ist die Haltung gegenüber falsche  Zitierungen. Hat man sie absichtlich gemacht, dann ist das ein moralisches Vergehen, das unentschuldbar ist.

Nun ist es nicht so, das nur “Rechte” und Patrioten falsch zitieren. Denn Linke sind die wahren Meister darin.

“Man kann am Ende jedoch nie beweisen, dass ein Falschzitat niemals in einem Text des fraglichen Autors gefunden werden wird. Aber wenn ein Spruch immer nur ohne genaue Quellenangabe zitiert wird und kompetente Forscher jahrelang vergeblich nach einer seriösen Quelle gesucht haben, dann muss man davon ausgehen, dass das Zitat ein Falschzitat ist.” Quelle


 

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