Flächendeckender Schwarzfall – Warum die Grünen für Leichenberge sorgen werden (Teil 1/2)



Von Gandalf, 19.02.2019

Hier gehts zum Teil 2
Hier erhalten Sie die PDF-Datei beider Teile


Kann es in Deutschland einen flächendeckenden Schwarzfall oder „Blackout“, also einen großräumigen, vollständigen Ausfall der Stromversorgung für ein bis zwei Wochen geben? Wie groß ist das Risiko für ein solches Ereignis? Was wären die Folgen, sollte es soweit kommen? Und was haben die Grünen damit zu tun?

Wie funktioniert unsere Stromversorgung, warum kommt Strom aus der Steckdose?

Werte Leser, mit diesem Beitrag möchte ich Sie auf eine Reise mitnehmen und Ihnen zeigen, wie unsere Stromversorgung funktioniert und wie wahrscheinlich ein flächendeckender Schwarzfall mittlerweile ist. Wieder einmal ist es ein längerer Beitrag geworden. Um die Gefahr aufzuzeigen, die mittlerweile recht deutlich zu erkennen ist, muss ich ausholen und Grundlagenwissen schaffen. Doch denke ich, es lohnt sich, die Mühe aufzuwenden, denn es handelt sich um ein äußerst wichtiges Thema, dass jeden von uns aufs Schmerzhafteste treffen kann.

Wenden wir uns also zuerst den Grundlagen zu. Was ist Strom?

Strom oder elektrischer Strom beschreibt die Bewegung von Elektronen in einem elektrischen Leiter. Elektronen sind negativ geladenen Elementarteilchen, die in allen Atomen vorkommen. Vor allem in Metallen ist ein Teil der Elektronen pro Atom frei beweglich, deshalb eignen sich Metalle besonders gut als elektrische Leiter.

Stromarten:

Es gibt zwei Stromarten, Gleichstrom und Wechselstrom. Beim Gleichstrom fließen die Elektronen gleichförmig in eine Richtung. Beim Wechselstrom hingegen ändert sich die Bewegungsrichtung der Elektronen im Leiter periodisch. Wie oft der Strom in einer Sekunde die Richtung wechselt, wird in der Maßeinheit Hertz angegeben, ein Hertz bedeutet, dass ein vollständiger Schwingungszyklus in einer Sekunde durchlaufen wird. Im europäischen Verbundnetz beträgt die Frequenz 50 Hertz.


Warum wird Wechselstrom verwendet? Das Stromnetz ist in 4 Ebenen untergliedert.

  • Übertragungsnetz (Höchstspannung, 220 oder 380 Kilovolt)
  • Überregionale Verteilnetze (Hochspannung, 110 Kilovolt)
  • Regionale Verteilnetze (Mittelspannung, 10, 20 oder 30 Kilovolt)
  • Lokale Verteilnetze (230 bis 400 Volt)

Die einzelnen Ebenen sind über Umspannwerke miteinander verbunden. Mittels Transformatoren wird die Spannung stufenweise herunter- oder herauftransformiert. Diese Umwandlung der Spannung lässt sich mit Wechselstrom flexibel und verlustarm durchführen. Das ist für den Betrieb des Stromnetzes ein entscheidender Faktor. Dadurch können recht einfach Kraftwerke und Verbraucher an das Netz angeschlossen werden.

Ein weiterer Grund für die Verwendung von Wechselstrom ist die Anforderung, die Verluste und die Kosten beim Transport von Strom über weite Strecken möglichst gering zu halten. Deshalb ist es auch sinnvoll, den Strom in der Nähe der Verbraucher zu erzeugen.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang folgende Tatsache:

Das Stromnetz ist ein reines Übertragungsnetz. Es gibt keine Möglichkeit, im Stromnetz Strom zu speichern.

Auch wenn das naturgemäß von den Grünen mal wieder anders gesehen wird. Das ist allerdings damit zu erklären, dass das „Expertenwissen“ der Grünen ungetrübt von jeglichem Fachwissen ist.

Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet. Ich habe irgendwie keine wirkliche Lust, mir gerade mit den politischen Akteuren, die das besser wissen, zu sagen, das kann nicht funktionieren. Die Bundesnetzagentur, das Bundeswirtschaftsministerium war mit dabei in den Sondierungsgesprächen, als Experten geladen, haben das durchgerechnet. Das ist machbar.

Annalena Baerbock von den Grünen

Seitdem wundern sich vermutlich altgediente Fachleute, warum sie jahrzehntelang die ebenso erstaunlichen wie offensichtlich geheimen Speicherfähigkeiten des Stromnetzes übersehen haben. Nun ja, vermutlich ist nicht jeder Mensch dazu fähig, in die höheren Sphären grüner Gehirnakrobatik vorzudringen.

Und auch diese Tatsache ist ebenso wichtig:

Es muss zu jeder Zeit genau die Menge an Strom ins Netz eingespeist werden, die von den Verbrauchern benötigt und verbraucht wird.

Sowohl zu viel als auch zu wenig Strom führen zu Instabilitäten im Stromnetz und zum Zusammenbruch des Netzes, wenn nicht sofort gegengesteuert wird. Die Aufgabe, das Stromnetz stabil zu halten, ist hoch komplex und anspruchsvoll.

Im Stromnetz gibt es zum einen die Stromerzeuger, welche die Kraftwerke betreiben und den Strom bereitstellen, zum anderen die Netzbetreiber, die den Strom über das Netz zu den Verbrauchern verteilen. Die Netzbetreiber sind dafür verantwortlich, das Netz stabil zu halten und können die Leistung der Kraftwerke beeinflussen.

Lastarten

Da der Stromverbrauch schwankt, gibt es drei Stufen für den Einsatz von Kraftwerken. In diesen Bereichen werden die Kraftwerke je nach ihren betriebstechnischen und wirtschaftlichen Eigenschaften eingesetzt.

Die Grundlast umfasst den Grundbedarf an Strom, der immer benötigt wird, egal ob am Tag oder in der Nacht, an Werk-, Sonn- oder Feiertagen. Die Grundlast wird hauptsächlich von Braunkohle- und Kernkraftwerken abgedeckt. Vor allem die Kohlekraftwerke für die Grundlasterzeugung sind für den Dauerbetrieb rund um die Uhr und eine gleichbleibende Leistungsabgabe ausgelegt.

Die Mittellast umfasst den zusätzlichen Strombedarf, der tagsüber vom Morgen bis zum Abend anfällt. Dieser Bedarf ist gut planbar und an Werktagen höher wie am Wochenende und an Feiertagen. Die Mittellast wird hauptsächlich von Steinkohlekraftwerken abgedeckt.

Die Spitzenlast umfasst alle Belastungsspitzen, die über die Mittellast hinausgehen. Die Spitzenlast wird hauptsächlich von Gas- und Pumpspeicherkraftwerken abgedeckt. Beide können schnell auf Lastveränderungen reagieren.

Quelle: https://www.eike-klima-energie.eu/2013/09/15/ohne-grosskraftwerke-kein-strom-kohlekraftwerke-ackergaeule-sind-nun-mal-keine-springpferde/

Ein paar Zahlen gefällig? Um welche Größenordnungen handelt es sich?

Führen wir uns nochmal ein geradezu exquisites Beispiel vollkommener grüner Inkompetenz zu Gemüte, dieses Mal vom grünen „Experten“ Cem Özdemir:

„Im Spitzenlastbereich, also nicht im Normallastbereich, dann wenn der Energieverbrauch am höchsten in Deutschland ist, ungefähr mittags zwischen 11 und 12, verbrauchen wir ungefähr 80 Gigabyte“.

80 Gigabyte? Also wenn ich auf meine Stromrechnung schaue, dann finde ich da keine Abrechnung für verbrauchte Bytes. Nun ja, Herr Özdemir, in Byte werden Datenvolumen gemessen, der Strombedarf für den Tageslastgang jedoch in Watt beziffert!

Also, wie sehen die Zahlen wirklich aus? Der Verbrauch in Deutschland beträgt im Bereich der Spitzenlast etwa 80 Gigawatt, für die Grundlast sind mindestens 40 Gigawatt zu veranschlagen. Wie kann man sich einen Stromverbrauch von 80 Gigawatt vorstellen? Gemäß den Vorsätzen für die Maßeinheiten im internationalen Einheitensystem erfolgt die Darstellung in Tausendersprüngen.

80 Gigawatt = 80.000 Megawatt = 80.000.000 Kilowatt = 80.000.000.000 Watt.

Wie wird das Stromnetz stabil gehalten?

Wie gelingt es den Netzbetreibern, Abweichungen zwischen der Menge des in das Netz eingespeisten Stroms und der von den Verbrauchern abgerufene Strommenge auszugleichen, damit das Netz stabil bleibt?

Wichtig für die Netzbetreiber ist die Regelfähigkeit von Kraftwerken. Regelfähigkeit bedeutet, dass zu jeder Zeit bedarfsgerecht die notwendige Leistung abgerufen werden kann. Dabei handeltes sich entweder eine Erhöhung oder eine Verringerung der Stromerzeugung, da die Stromproduktion auf die Millisekunde exakt dem Bedarf folgt. Dieser ständige Ausgleich von Nachfrage und Erzeugung ist die physikalische Grundbedingung für ein stabiles Stromnetz.

Welche Kraftwerkstypen sind regelfähig?

In vollem Umfang regelfähig sind nur die konventionellen Kraftwerkstypen. Folgende Typen sind im Einsatz:

  • Thermische Kraftwerke (Braun- und Steinkohlekraftwerke, Gaskraftwerke, Kernkraftwerke)
  • Wasserspeicher- und Pumpspeicherkraftwerke

Funktionsprinzipien der konventionellen Kraftwerke

Thermische Kraftwerke

Thermische Kraftwerke erzeugen Strom durch die Verbrennung von Kohle oder Gas in einem Kessel. Durch den Verbrennungsprozess wird Wasser zu Dampf erhitzt. Dieser Wasserdampf treibt dann einen sogenannten Turbosatz an. Der Turbosatz besteht aus einer Turbine, die vom Dampf in eine Drehbewegung versetzt wird und einem Generator, der, angetrieben von der Turbine den Drehstrom erzeugt und ins Netz einspeist.

Kernkraftwerke erzeugen Strom durch Kernspaltung im Kernreaktor. Dabei entsteht Wärme, welche zumeist auf Wasser übertragen wird. Aus dieser Wärme wird auch hier Wasserdampf erzeugt und zum Antrieb von Turbosätzen verwendet.

Einschub:

Die Stromerzeugung durch Kernkraft steht im Mittelpunkt scharfer Kritik. Der Grund dafür ist das Restrisiko einer Kernschmelze bei den aktuell verwendeten Siede- oder Druckwasserreaktoren.

Neue Reaktorkonzepte sind jedoch inhärent sicher, das heißt, selbst beim vollständigen Ausfall der Kühlung kann die Nachzerfallswärme passiv abgeführt werden.

Eine Kernschmelze ist nicht mehr möglich.

Auch das Problem des „Restmülls“ in abgebrannten Brennstäben lässt sich lösen. Zum einen werden neue Reaktortypen den größten Teil der Elemente in den Brennstäben verwenden können. Bei den aktuellen Reaktortypen wird nur das Uran-Isotop 235U verwendet, das in der Natur nur in geringen Mengen vorkommt, das Uran-Isotop 238U, das sehr häufig vorkommt, kann nicht verbrannt werden.

Die neuen Typen werden auch 238U und weitere der sogenannten Actiniden mittels schneller Neutronen verwerten können, vor allem die problematischen wie Plutonium und Americium. Zurückbleiben würden im Vergleich zu heute geringe Mengen schwach strahlende Abfälle, die nach wenigen Jahrhunderten keine Strahlung mehr abgeben. Mit diesen Reaktortypen wäre es risikolos möglich, die Kernenergie weiter zu nutzen.

Schnelle Veränderungen der Leistungsabgabe sind mit diesen Kraftwerkstypen nur teilweise möglich. Kohlekraftwerke, speziell die Grundlastkraftwerke sind auf die Abgabe einer gleichbleibenden Leistung ausgelegt. Schnelle Leistungsänderungen sind vor allem mit reinen Gaskraftwerken möglich. Sie haben keinen Kessel und können deshalb innerhalb von Minuten starten. Die Gas- und Dampf-Kombikraftwerke hingegen haben hervorragende Wirkungsgrade, benötigen jedoch Zeit zum Heizen des Kessels und eignen sich daher eher für die Mittellast.

Wasserspeicher- und Pumpspeicherkraftwerke

Wasserspeicherkraftwerke erzeugen Strom, in dem die kinetische Energie von Wasser an einem Gefälle in elektrische Energie umgewandelt wird. Das geschieht ähnlich wie bei den thermischen Kraftwerken, nur dass hier der Turbosatz nicht von heißem Dampf, sondern vom Wasser angetrieben wird.

Pumpspeicherkraftwerke bestehen aus zwei Wasserbecken, einem oberen Becken auf einer Bergkuppe und einem unteren Becken im Tal. Zwischen den beiden Becken sind die Turbosätze angebracht. Wie beim Wasserspeicherkraftwerk kann zum einen mit der kinetischen Energie des Wassers Strom erzeugt werden. Zusätzlich können Pumpspeicherkraftwerke aber auch Wasser aus dem unteren Becken zurück in das obere Becken pumpen. Das wird meistens in der Nacht gemacht, damit tagsüber im oberen Becken genügend Wasser für die schnelle Stromerzeugung vor allem zum Abdecken der Spitzenlast vorrätig ist.

Beide Typen haben sehr kurze Hochlaufzeiten, innerhalb derer sie ihre volle Leistung zur Verfügung stellen können.

Netzstabilität und Netzfrequenz

Von entscheidender Wichtigkeit für die Netzstabilität ist die Einhaltung der Netzfrequenz von 50 Hertz. Sie muss zu jeder Zeit mit einer Abweichung von maximal ± 0,2 Hertz gehalten werden, um Netzausfälle zu vermeiden.

Um diesen Ausgleich durchführen zu können, benötigen die Netzbetreiber sogenannte Regelenergie (auch Regelleistung genannt). Die Regelenergie ist eine Leistungsreserve, welche von den Kraftwerksbetreibern bereitgehalten wird und vom Netzbetreiber abgerufen werden kann, um Schwankungen im Netz auszugleichen.

Die Regelenergie wird in zeitlich verfügbare Regelenergiearten gestaffelt.



Quelle: https://www.eike-klima-energie.eu/2013/12/04/die-blackout-koalition-sicherheit-der-stromversorgung-bleibt-auf-der-strecke/
Trägheitsreserve

Am wichtigsten ist hier die augenblicklich wirksame Trägheitsreserve. Bei der Trägheitsreserve (auch Momentanreserve) handelt es sich um die Rotationsenergie, welche in den riesigen, rotierenden Schwungmassen von vielen Tausend Tonnen der Turbosätze der großen thermischen Kraftwerke gespeichert ist. Diese Trägheitsreserve kann nur von den großen, konventionellen Kraftwerken bereitgestellt werden. Die Rotationsenergie kann durch die Trägheit der Massen die Frequenzabweichungen bis zu 30 Sekunden kompensieren.

Primärregelung

Von dem Moment an, in welchem Frequenzabweichungen auftreten, greift parallel zur Trägheitsreserve die Primärregelung und fängt die Leistungsänderungen ab. Die Primärregelung setzt bereits bei einer Abweichung von 0,01 Hertz automatisch ein. Wie funktioniert das?

In den Großkraftwerken wird die Netzfrequenz gemessen und bei Abweichungen entsprechend reagiert. Steigt also der Stromverbrauch im Netz, weil die Verbraucher mehr Strom benötigen, so geben die rotierenden Massen mehr Strom an das Netz ab. Das geht einher mit einer leichten Absenkung der Netzfrequenz. Das ist das Signal, mehr Dampf in die Turbinen einzuspeisen, um die Generatorleistung zu erhöhen. Sinkt der Stromverbrauch im Netz, steigt die Netzfrequenz an, weil zu viel Strom im Netz verfügbar ist. Das ist das Signal, weniger Dampf in die Turbinen einzuspeisen, um die erhöhte Frequenz wieder auf das Normalmaß abzusenken. So stabilisieren die großen Kraftwerke die Netzfrequenz.

Sekundärregelung

Die Sekundärregelung wird nicht mehr von den Kraftwerken durchgeführt, sondern erfolgt auf der Ebene der Übertragungsnetze und ist deswegen wesentlich langsamer. Die Sekundärregelung erfolgt durch Wasserspeicher- und Pumpspeicherkraftwerke sowie Gaskraftwerke, die schnell genug die entsprechenden Leistungsänderungen durchführen können. Dadurch werden die Erbringer der Primärregelung entlastet.

Tertiärregelung

Im Anschluss an die Sekundärregelung kommt, falls notwendig, die Tertiärregelung zum Einsatz, um die Netzstabilisierung zu unterstützen und die Erbringer der Sekundärregelung zu entlasten. Für die Tertiärregelung werden Pumpspeicher-, Steinkohle- und Gaskraftwerke eingesetzt.

Enorm wichtig ist der Umstand, dass die ersten Sekunden einer größeren Störung entscheidend sind. Kann das Netz nicht innerhalb dieses Zeitraums stabilisiert werden, dann ist der Zusammenbruch nicht aufzuhalten.

Um die Netzfrequenz stabil zu halten, gibt es eine Empfehlung von Fachleuten, mindestens 45 Prozent des Stroms in Großkraftwerken mit den entsprechenden Schwungmassen zu erzeugen. Nur diese können die Netzführung übernehmen. Nach der von den Großkraftwerken vorgegebenen Netzfrequenz müssen sich alle anderen Anlagen richten und ihren Strom mit der gleichen Frequenz und der gleichen Phasenlage ins Netz einspeisen.

Falls zwei Generatoren mit ungleicher Phasenlage Strom ins Netz einspeisen, arbeiten sie gegeneinander statt miteinander. Dadurch würden sie sich gegenseitig innerhalb von wenigen Sekunden zerstören (die Wicklungen der Generatoren würden ausbrennen).

Rote Kurve: Sinusförmige Netzspannung, Netzführung durch Kraftwerke
Grüne Kurve: Einspeisung von Strom mit gleicher Frequenz und Phasenlage nach Vorgabe durch Netzführung
Gelbe Kurve: Phasenverschobene Einspeisung von Strom ins Netz

Nochmal in aller Deutlichkeit:

Ohne ausreichende Verfügbarkeit von konventioneller Kraftwerksleistung ist das Netz in kritischen Situationen nicht stabil zu halten!

Ein weiterer, wichtiger Grund für die Einhaltung der Netzfrequenz ist der Umstand, dass durch Absinken der Netzfrequenz auf einen Wert unter 47,5 Hertz an den Generatoren mechanische Resonanzschwingungen auftreten können, die zur Zerstörung der Generatoren führen. Kraftwerke gehen deshalb beim Erreichen dieser Grenze automatisch vom Netz.

So weit, so gut. Diese Art der Stromerzeugung und des Netzbetriebs haben über Jahrzehnte hervorragend funktioniert. Mit dieser ausgeklügelten Vorgehensweise hatte Deutschland lange Zeit das stabilste und zuverlässigste Stromnetz der Welt. Bis ins Jahr 2004 waren jährlich nur 2 bis 3 Regeleingriffe zur Netzstabilisierung notwendig.

Und dann kamen die Grünen mit den „erneuerbaren Energien“!

Was sollen den nun erneuerbare Energien sein? Allein schon der Begriff ist Unsinn! Werfen wir einen kurzen Blick auf die physikalischen Grundlagen.

Durch den Energieerhaltungssatz wissen wir, dass Energie weder vollständig neu erzeugt noch vernichtet werden kann. Einzig die Umwandlung von einer Form in eine andere ist möglich.

Der deutsche Physiker Hermann von Helmholtz hat den Energieerhaltungssatz als allgemeingültiges Prinzip wie folgt formuliert:

Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden. Sie kann nur von einer Form in andere Formen umgewandelt werden oder von einem Körper auf andere Körper übertragen werden.

Es gibt also keine erneuerbaren Energien! Gemeint ist mit diesem Begriff Energie, die von Solarmodulen, Windrädern und Biogasanlagen erzeugt wird.

Warum Solarmodule und Windräder?

Hier kommen natürlich schon wieder die Grünen ins Spiel, die federführend sind, wenn es darum geht, den Schwindel mit dem bösen, bösen Klimawandel voranzutreiben. Jeder, der es wissen und sich informieren will, sollte mittlerweile erkannt haben, dass es sich bei dem Thema Klimawandel um einen weiteren Riesenschwindel marxistischer Prägung handelt. Das es sich nicht um eine Erwärmung handelt, sondern um einen weiteren Versuch, die Menschen zu versklaven und zu kontrollieren, dieses Mal mittels einer globalen Transformation.

Weiterführende Informationen dazu gibt es in Hülle und Fülle z.B. bei EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie), dort wird der Klimaschwindel tagtäglich aufs wunderbarste seziert und entlarvt.

Welche Probleme entstehen, wenn Solarmodule und Windräder Strom ins Netz einspeisen?

Betrachten wir kurz die Nachteile. Vorteile sind in Bezug auf Netzstabilität und Versorgungssicherheit schlicht und ergreifend keine zu finden.

Solarmodule
  • Stromerzeugung nur zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang
  • Eingeschränkte bis nicht vorhandene Stromerzeugung bei Bewölkung oder Inversionswetterlagen
  • Keine Regelfähigkeit
  • Bei wechselnden Beschattungsverhältnissen im Bezug auf die Wolkendichte entstehen starke und kurzfristige Schwankungen in der Leistungsabgabe
Windräder
  • Stromerzeugung nur bei Wind, keine Leistungsabgabe bei Windstille, bei schwachem Wind keine nennenswerte Leistungsabgabe, bei starkem Wind müssen die Windräder abgeschaltet und aus dem Wind gedreht werden, optimale Ausbeute nur innerhalb eines schmalen Fensters der Windgeschwindigkeiten
  • Keine Regelfähigkeit
  • Teilweise extreme und sehr kurzfristige Schwankungen in der Leistungsabgabe vor allem bei Windböen

Ein konkretes Beispiel

In der folgenden Grafik sind die starken Schwankungen in Bezug auf die eingespeiste Leistung deutlich zu erkennen.

Grafische Darstellung der Summenleistung der deutschen Wind- und Solarerzeuger im Dezember 2015, basierend auf viertelstündlich aufgezeichneten Daten der Strombörse EEX.
 
Quelle: https://www.eike-klima-energie.eu/2016/01/27/netzstoerungen-der-unheilbare-erbdefekt-der-energiewende/

Zur Verdeutlichung schauen wir uns noch die sogenannten Kurzfrist-Gradienten an. Dabei handelt es sich um eine Darstellung der ständigen, stark kurzfristigen Schwankungen in feiner zeitlicher Auflösung.

Die Auftragung der kurzfristigen Schwankungen des Aufkommens an Wind- und Solarstrom bei viertelstündlicher Auflösung zeigt ein ruheloses Hin und Her mit Amplituden bis zu mehr als 3.700 MW/h
 
Quelle: https://www.eike-klima-energie.eu/2016/01/27/netzstoerungen-der-unheilbare-erbdefekt-der-energiewende/

Der Begriff Amplitude beschreibt die maximale Auslenkung bzw. den maximalen Spitzenwert, gemessen als Abweichung vom Mittelwert.

Die Grafik zeigt eine viertelstündliche Auflösung, es gibt jedoch Hinweise darauf, dass diese Schwankungen bei Windstrom bis in den Minutenbereich anzutreffen sind.

Zum Vergleich: eine Amplitude von 4 Gigawatt entspricht dem vollen Leistungsumfang von vier großen Kohlekraftwerken. Und diese enormen Schwankungen müssen ununterbrochen ausgeglichen werden, um das Netz stabil zu halten. Eine regelrechte Sysiphusaufgabe für die Netz- und Kraftwerksbetreiber.

Schauen wir uns abschließend das Ausmaß der Schwankungen an einem Beispiel aus dem Dezember 2015 an. Besonders deutlich ist das am 6. und 7. Dezember bei hoher zeitlicher Auflösung zu sehen.

Quelle: https://www.eike-klima-energie.eu/2016/01/27/netzstoerungen-der-unheilbare-erbdefekt-der-energiewende/

Am 6. Dezember um 12:30 erreicht die Stromeinspeisung durch Wind- und Solarenergie einen Spitzenwert von gut 35 Gigawatt. Am 7. Dezember gegen 16:00 erreicht die Stromeinspeisung durch Wind und Solar nur noch knapp zwei klägliche Gigawatt. Innerhalb von 28 Stunden ein Einbruch um fast 34 Gigawatt. Das ist dann der Unterschied zwischen installierter und erbrachter Leistung (auch das können Grüne nicht auseinanderhalten).

Gleichzeitig stieg der Strombedarf deutlich an und erreichte in der Spitze 80 Gigawatt. Das führte dazu, dass die Netz- und Kraftwerksbetreiber sozusagen die Brechstange auspacken und die Leistungsabgabe der konventionellen Kraftwerke innerhalb von 35 Stunden um 38 Gigawatt steigern mussten. Mit allen negativen Folgen für die Kraftwerke, die durch solche brachialen Laständerungen hervorgerufen werden.

Daraus folgt zwingend, dass die gesamte benötigte Leistung bis hin zur Spitzenlast immer in vollem Umfang durch konventionelle Kraftwerke vorgehalten werden muss, um Totalausfälle im Bereich der Wind- und Solarenergie auffangen zu können, wie sie z. B bei tagelang anhaltenden Inversionswetterlagen auftreten.

Aus den gezeigten Grafiken kann ebenfalls zweifelsfrei abgeleitet werden, dass weder Wind- noch Solarenergie auch nur im entferntesten grundlastfähig sind und es auch nie sein werden.

Die Grünen fordern, die Stromversorgung zu 100 % auf erneuerbare Energien umzustellen

Das ist jedoch eine nicht realisierbare Schnapsidee. Aufgrund der oben genannten Fakten ist eine Stromversorgung durch erneuerbare Energien zu 100 % nicht machbar. Wenn die Sonne nicht scheint und kein Wind weht, wird kein Strom erzeugt. Windräder und Solarmodule haben keine Schwungmassen, mit ihnen ist somit weder die Trägheitsreserve noch die Primärregelung möglich und deshalb könnte das Netz nicht stabil betrieben werden. Obendrein ist mit Windrädern und Solarmodulen eine vollkommen synchrone Einspeisung nicht möglich, da die Leistungsabgabe von Windrädern und Solarzellen stark schwankt und ständig nachgeregelt werden muss.

Ein weiterer Grund ist, dass laut einer Studie der Netzbetreiber immer mindestens 20 Gigawatt konventioneller Kraftwerkskapazität im Netz verfügbar sein muss, um Trägheitsreserve und Primärregelung sicherzustellen.

Und das selbst dann, wenn Wind- und Solarenergie vorübergehend den Bedarf komplett abdecken könnten (z. B. an Feiertagen, wenn der Stromverbrauch niedrig ist und gleichzeitig ein starker Wind weht). Dann müssen Windräder und Solarmodule vom Netz getrennt werden oder der Strom fließt über das europäische Verbundnetz in die Nachbarländer.

Wie reagieren unsere Nachbarn darauf?

Das destabilisiert zunehmend auch die Netze unserer Nachbarn. Diese wehren sich nun gegen die unerwünschte Flutung ihrer Netze mit sogenannten Querregeltransformatoren (auch Phasenschieber genannt) an den Grenzen zu Deutschland. Diese Transformatoren täuschen dem deutschen Netzbetreiber vor, dass die Frequenz des Netzes im Nachbarland bereits zu hoch ist und das Netz im Nachbarland keinen weiteren Strom mehr aufnehmen kann. Diese Vorgehensweise gefährdet allerdings das europäische Verbundnetz.

Zu guter Letzt können die Netzbetreiber noch versuchen, den Strom über die Strombörse in die Nachbarländer zu exportieren. Im Zweifelsfall bezahlen die Netzbetreiber dafür, dass der Strom abgenommen wird. Die Kosten dafür finden sich natürlich auf unseren Stromrechnungen wieder.

Und wenn der verfügbare Strom nicht ausreicht?

Ist die verfügbare Leistung im Netz zu gering, können die Netzbetreiber auch einen sogenannten Lastabwurf durchführen. Lastabwurf bedeutet, dass Stromverbraucher vom Netz getrennt und somit nicht mehr versorgt werden. Das wird über eine sogenannte Kaskade gemacht. Diese Kaskadierung ist im Energiewirtschaftsgesetz festgeschrieben.

Zuerst werden Großverbraucher wie Metallhütten, Walzwerke, Gießereien und Glashütten abgeworfen. Bisher war das immer ausreichend. Sollte es nicht genügen, können danach ganze Großstädte oder zumindest Stadtviertel abgeworfen werden. Diese Lastabwürfe häufen sich zunehmend, die betroffenen Unternehmen klagen über Produktionsausfälle, Sachschäden und lächerlich geringe Entschädigungszahlungen, welche die entstandenen Schäden noch nicht einmal im Ansatz abdecken. Fällt z. B. der Strom für eine Metallhütte zulange aus, erstarrt die Schmelze in den Hochöfen und diese werden dadurch zerstört. Deutschland ist auf dem Weg zurück in die industrielle Steinzeit.

Wir leisten es uns, die Stromversorgung doppelt aufzubauen, mit den konventionellen Kraftwerken, die unverzichtbar sind und mit Solarmodulen und Windrädern, die eigentlich keiner braucht.

Wie wird sich das weiterentwickeln?

Mit zunehmenden Anteil an Windrädern und Solarmodulen, die ihren Flatter- oder Zappelstrom ins Netz einspeisen, wird es schwieriger, die Netzstabilität sicherzustellen. Und mit jedem weiteren Windrad, mit jedem weiteren Solarmodul, in Kombination mit dem Abbau konventioneller Kraftwerkskapazität (weitere Abschaltungen von Kern- und Kohlekraftwerken) wird die Situation immer schlimmer und immer schlechter beherrschbar.

Trotzdem hat der von Solarmodulen und Windrädern erzeugte Strom Einspeisevorrang. Das ist festgelegt im EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz). Darin wird u.a. geregelt, dass der gesamte zur Einspeisung angebotene Strom vorrangig abgenommen werden muss. Ist es nicht möglich, den angebotenen Strom ins Netz einzuspeisen, werden die Anlagenbetreiber für die entgangenen Einnahmen entschädigt. Die reinste Goldgrube. Egal, ob der Strom gebraucht wird oder nicht, die Anlagenbetreiber verdienen Geld.

Aus diesem Grund verlangen grünlackierte „Experten“, das die Leistungsabgabe der konventionellen Kraftwerke sich endlich mal nach dem eingespeisten Flatterstrom von Windrädern und Solarzellen richten soll und somit der Strom aus den konventionellen Kraftwerken nicht mehr die Leitungen „verstopft“. Derartige Forderungen zeugen abermals von grün-ideologischer Denkschwäche und vor allem von totaler Ahnungslosigkeit.

Zusammenfassung

1. Stromnetz

Im Stromnetz wird mit Wechselstrom gearbeitet, die Frequenz beträgt 50 Hertz. Wechselstrom wird verwendet, um die 4 Ebenen des Stromnetzes über Umspannwerke flexibel und verlustarm miteinander zu verbinden sowie Kraftwerke und Verbraucher einfach ans Netz anschließen zu können.

Das Stromnetz ist ein reines Übertragungsnetz. Es hat keinerlei Speicherfähigkeiten. Es muss zu jeder Zeit genau die Menge an Strom ins Netz eingespeist werden, die benötigt wird. Sowohl zu viel als auch zu wenig Strom führen ohne sofortige Gegenmaßnahmen zu Instabilitäten und zum Zusammenbruch des Netzes.

Der Strombedarf verteilt sich auf Grundlast, Mittellast und Spitzenlast. Für die Grundlast sind mindestens 40 GW zu veranschlagen, für die Spitzenlast etwa 80 GW.

2. Netzstabilität

Thermische Kraftwerke erzeugen Strom durch einen Verbrennungsprozess oder durch Kernspaltung. Die erzeugte Wärme wird auf Wasser übertragen und dieses treibt im dampfförmigen Zustand den Turbosatz an, somit wird Strom erzeugt und ins Netz eingespeist.

Wasserspeicher- und Pumpspeicherkraftwerke beziehen die Antriebsenergie für den Turbosatz aus der kinetischen Energie fließenden Wassers. Pumpspeicherkraftwerke können zusätzlich Wasser wieder ins das obere Becken zurückpumpen und später wieder zum Abdecken der Spitzenlast verwenden.

Für den Ausgleich von Instabilitäten benötigen die Netzbetreiber Regelenergie, die von den Kraftwerksbetreibern bereitgehalten wird. Die schnelle Reaktion in den ersten Sekunden einer größeren Störung sind entscheidend. Netzstabilität kann nur durch ausreichende Verfügbarkeit von konventioneller Kraftwerksleistung sichergestellt werden.

3. Erneuerbare Energien

Gemäß dem Energieerhaltungssatz gibt es keine erneuerbaren Energien. Mit diesem Begriff wird Energie erzeugt durch Solarmodule und Windräder bezeichnet. Aufgrund der grünen Vorstellung von einem menschengemachten Klimawandel soll Energie von Solarmodulen und Windrädern erzeugt werden, um CO2 einzusparen.

Solarmodule und Windräder liefern nur dann Strom, wenn die Umgebungsbedingungen es erlauben. Der gelieferte Strom unterliegt teilweise extremen Schwankungen in der Leistungsabgabe mit hohen Amplituden. Diese Schwankungen müssen von den Netzbetreibern ununterbrochen ausgeglichen werden.

Aus diesem Grund muss die gesamte benötigte Leistung bis zur Spitzenlast immer in vollem Umfang durch konventionelle Kraftwerke bereitgehalten werden. Zudem sind Wind- und Solarenergie in keiner Weise grundlastfähig.

4. Stromversorgung umstellen

Die Grünen wollen die Stromversorgung zu 100 % auf erneuerbaren Energien umstellen. Das ist nicht realistisch, da ohne Sonne und Wind kein Strom erzeugt werden kann. Zudem fehlen die Schwungmassen für Trägheitsreserve und Primärregelung. Deshalb müssen immer mindestens 20 GW konventionelle Kraftwerkskapazität am Netz sein.

Wird zu viel Strom aus Wind und Solaranlagen ins Netz eingespeist, dann versuchen die Netzbetreiber ihn in die Netze der Nachbarländer zu leiten oder an der Strombörse zu verkaufen. Ist zu wenig Strom verfügbar, führen die Netzbetreiber Lastabwürfe durch und trennen zumeist Großverbraucher vom Netz. Die Anzahl der Eingriffe und die Kosten für die Netzstabilisierung steigen immer weiter an.

Wir leisten uns, die Stromerzeugung doppelt aufzubauen, konventionell und erneuerbar. Durch weitere Windräder und Solarmodule wird die Stabilität des Netzes weiter gefährdet. Dabei muss der Strom aus diesen Anlagen vorrangig abgenommen werden und selbst dann vergütet werden, wenn die Anlagen vom Netz genommen werden müssen.

ENDE DES TEIL 1.
TEIL 2 ERSCHEINT IN KÜRZE.

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