Die „grüne Bewegung“ ist eine faschistische Massenbewegung


„Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.“

Dieses auf den italienischen Schriftsteller Ignacio Silone (1900 – 1978) zugeschriebene Zitat ist aktueller denn je. Im Namen eines grünen Faschismus machen die politischen “Eliten” Jagd” auf Schein-Faschisten: auf jene Bürger Deutschlands, die sie zu Faschisten erklären nur deswegen, weil sie ihr Naturrecht auf Erhalt ihrer Nation, ihres Volkes und ihrer Kultur wahrnehmen.

“Faschist” ist laut den wahren, den grünen Faschisten, danach jeder Deutsche, der sich nicht ihren irren und höchste kranken Ideen der vollkommenen Selbstvernichtung Deutschlands vorbehaltlos anschießt. Faschist also ist jeder normale denkende Deutsche, der wie jeder normal denkende Chinese, Russe, Argentinier oder Tibetaner, für die Eigenständigkeit und Souveränit des eigenen Volkes kämpft. Faschist ist damit jeder Erdenbürger, der sich nicht der jüdischen Weltordnung (Tarnbegriff: “Neue Weltordnung”) unterwirft und sich von niemandem gewählte Vertretern dieser NWO wie Timmermans, Juncker, dem unsäglichen jüdischen Rassisten und Weißenhasser – dem NWO-Apologeten Ignatiev Noel, Professor an der zum neobolschewistischen Hotspot der USA gewordenen Eliteuniverisität Harvard – unterwerfen, der nichts anderes als die Extinktion, also den Völkermord der weißen Rasse, im Namen der NWO fordert.

Die Kennzeichen des Faschismus

Die Fasces (Rutenbündel mit einer Axt darin) waren das Symbol der höchsten Machtinhaber im alten Rom (römische Könige, dann Konsuln, dann der Kaiser) und wurde von Liktoren vorangetragen. Darum heißt es auch Liktorenbündel.

Der Faschismus gilt als Erfindung Mussolinis. Der Begriff Faschismus ist von lat. fasces (= Bündel) abgeleitet. Im alten Rom war ein Rutenbündel mit Beil das Amtssymbol der höchsten Machthaber und wurde diesen von ihren Amtsdienern (Liktoren) vorangetragen, weshalb es auch Liktorenbündel genannt wird. In neuerer Zeit wurde das Symbol von sich auf das alte Rom berufenden Staaten verwendet, etwa von den Vereinigten Staaten von Amerika, dem republikanischen Frankreich sowie dem faschistischen Italien.

Der NWO-Präsident und Geburtsmoslem Barack Hussein Obama spricht im Kapitol in Washington, umrahmt von den Symbolen des Faschismus: den Rutenbündeln links und rechts von seiner Rednerbühne. Keinen “Antifachisten” scheints´ zu stören.

Benito Mussolini: “Vom Sozialisten zum Faschisten”

So titelte der linksextreme und deutschfeindliche NWO-Sender “Deutschlandradio“ einen Beitrag zum italienischen Diktator Mussolini (Quelle). Als wäre Faschismus ein grundsätzlicher Gegensatz zum Sozialismus: Ist er nicht. Er ist nur eine der zahlreichen Varianten der neben dem Islam tödlichsten Ideologie der Menschheitsgeschichte (Sozialisten kommen auf 130-220 Mio Tote binnen eines einzigen Jahrhunderts, je nachdem, welche Quellen man heranzieht.)

Selbstredend wurde klein Benito ebenso durch und durch marxistisch erzogen und sog die (Irr-)Lehre Karl Marx’ mit der Muttermilch ein.
Der junge Mussolini war aktives Mitglied des Politbüros der sozialistischen Partei Italiens und mindestens sechzehn Jahre lang deren Agitator und Verfasser der Parteipublikationen. Aus seiner Zeit bei der sozialistischen Partei rührt auch der Spitzname “il duce”, zu deutsch in etwa: “der Chef” oder auch “der Führer”.

Mussolini war von 1912-194 Chefredakteur des Parteiblatts der Sozialistischen Partei Italiens (PSI).

Dass Mussolini jahrelang das sozialistische Kampfblatt “Avanti!” herausbrachte – nachempfunden der SPD-Zeitung “Vorwärts” – das wird selbstredend von der SPD, der Mutter des Hochverrats an den Deutschen, verschämt verschwiegen. Avanti! war von 1896 bis 1993 die Zeitung der Sozialistischen Partei Italiens (PSI). Der Name der Zeitung wurde vom “Vorwärts” übernommen, der Zeitung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Die erste Ausgabe erschien in Rom am 25. Dezember 1896. Anfangs wurde sie von Leonida Bissolati geleitet.

1911 wurde der Sitz der Zeitung nach Mailand verlegt. Avanti! förderte eine breite Werbung zur absoluten Neutralität Italiens im Ersten Weltkrieg. Nachdem sie zunächst diese Position unterstützt hatte, tendierte die Zeitung später auf Druck ihres Chefredakteurs Benito Mussolini, der die Ideen des Irredentismus unterstützte, für ein Eingreifen in den Krieg. Darum wurde Mussolini seines Amtes enthoben und darauffolgend aus dem PSI ausgeschlossen. Quelle



Der Sozialist Mussolini befand, dass der Sozialismus einer Reform bedürfe:

  • der Klassenkampf sei für beendet zu erklären.
  • Eine Verstaatlichung der Produktionsmittel erachtete er nicht als notwendig;
  • stattdessen befürwortete er umfassende staatliche Regulierungen in bezug auf diese.
  • Ihm schwebte eine Spielart des Sozialismus vor, die auf “Vereinigungen”, i.e. “Gewerkschaften”, von Arbeitern und Industriellen fußte, welche unter der Führung eines nationalen Arbeitskomitees “sozialen Frieden” durch “soziale Gerechtigkeit” stiften sollten. (Quelle u.a.hier)

Die Organisation „Fascio di Combattimiento” wurde von Benito Mussolini als Partei aktiviert. Er arbeitete zu dieser Zeit für den englischen Geheimdienst.* Nach dem Marsch auf Rom wurde Mussolini 1922 Italiens Ministerpräsident mit der Bezeichnung „Duce“. Anstelle des Parlaments trat der von ihm ernannte „Große Faschistenrat“.

* Mussolini 007, einestages.spiegel.de

Heute wird der Begriff Faschismus in der Regel als negativ besetzter Kampfbegriff gegen verschiedene Ideologien und Gruppen verwendet, ohne daß eine inhaltliche Gemeinsamkeit besteht. Der bzw. das jeweils andere wird als „Faschist“ bzw. „faschistisch“ bezeichnet.

Durch die sogenannte Antifa wurde der Faschismusbegriff beliebig gemacht.

Die in Einzelfällen von den Geheimdiensten gesteuerte Antifa denunziert Personen und Gruppen, die dem System gefährlich werden, als Faschisten. Tatsächlich handelt es sich bei der Antifa um eine faschistische Organisation im Sinne Wilhelm Reichs, der Faschismus als politisch organisierten Ausdruck der durchschnittlichen menschlichen Charakterstruktur definierte.

Zum folgenden Artikel: Die „grüne Bewegung“ ist fraglos eine faschistische Bewegung.

Der folgende Artikel stammt aus der Feder der deutschen Politologin Helga Zepp-LaRouche (* 25. August 1948 in Trier) , die Parteivorsitzende der Bürgerrechtsbewegung Solidaritätist. Er wurde bereits 1982, wenige Jahre der der Gründung der Partei der Grünen, verfasst und zeigt, dass schon damals der wahre Charakter der Grünen von politischen Analysten, wenn diese nicht im Denksystem der rotgrünen Ideologie gefangen waren, klar erkannt werden konnte. Alles, was Zepp-LaRouche damal – in brillant formulierten Sätzen _ schrieb, hat sich nicht nur bestätigt. Sondern ist um einen Faktor dramatisiert worden, den man 1982 niemals für möglich gehalten hätte. Die Grünen wurden zu den Vätern der Ausrottung der Deutschen.

Die Grünen tragen alle Zeichen dessen, was man den Faschismus gemeinhin zuschreibt:

  • Eine absolute Intoleranz gegenüber Andersdenkenden, auch wenn sich diese in der Mehrheit befinden,
  • Die Betonung des „gesunden Volksempfindens“,
  • Die mystische Verehrung der Natur,
  • die romantische Weltflucht bis zum vorindustriellen Leben auf der Ökofarm,
  • Die Verherrlichung eines übersteigerten rauschhaften Lebensgefühls,
  • Der dionysische Charakter der Rock- und Drogenkultur

Dies alles sind ganz typische Merkmale einer faschistischen Massenbewegung. Es war das, was Heinrich Heine, der in diesem Punkt der klarste Denker seiner Zeit war, das „ekelhafte Gemisch von gotischem Wahn und modernem Lug“ in der „Romantischen Schule“ nannte. Dieses „ekelhafte Gemisch“ spukte durch die Jugendbewegung, fand einen grausigen Höhepunkt bei den italienischen Faschisten um Mussolini und den deutschen Nazis – und ist jetzt wieder lebendig in der „grünen“ Bewegung.

Die Vorsitzende der Bürgerrechtsbewegung Solidarität Zepp-LaRouche sah schon im Jahre 1979 die USA und die Bundesrepublik unter dem Einfluss einer „verdeckt operierenden zionistischen Lobby“:

„Während in den USA niemand auch nur die geringsten Illusionen über die Macht der zionistischen Lobby über vor allem die gegenwärtige Administration hegt, ist der Einfluss einer verdeckter operierenden zionistischen Lobby in der Bundesrepublik bisher nur wenigen eingeweihten politischen Persönlichkeiten bekannt, nicht aber der breiten Bevölkerung. Und deshalb müssen wir den scheinheiligen Holocaust-Schwindel zum Anlass nehmen, um diese ausländischen Agenten auffliegen zu lassen.“

Helga Zepp-LaRouche: Neue Solidarität. 25. Januar 1979

Das Zitat stammt laut der Europäischen Arbeiter-Partei, die damals von Helga Zepp-LaRouche geführt wurde, aus einer Besprechung der im Januar 1979 in Deutschland gesendeten Fernsehserie Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiß und bezieht sich laut Zepp-LaRouche auf diesen Film, nicht aber auf die Judenvernichtungsprogramme des Dritten Reiches. In der Darlegung der Entscheidungsgründe im Rechtsstreit zwischen der Europäischen Arbeiter-Partei gegen den Westdeutschen Rundfunk vor dem Oberlandesgericht Köln (Urteil vom 25. Juni 1985, Az.: 15 U 137/84) – veröffentlicht in NJW-RR 1986, 221f – bezieht sich das Gericht auf Passagen aus diesem Artikel.

In der Zeitschrift ,Executive Intelligence Review‘ zieht Zepp-LaRouche gegen zahlreiche deutsche Organisationen wie den Weltbund zum Schutz des Lebens und die Partei Bündnis 90/Die Grünen zu Felde, deren Ursprünge sie in Verbindung mit der Ideologie des Nationalsozialismus bringt.

Quelle: Executive Intelligence Review Volume 10, Number 13, April 5, 1983

Doch bilden Sie sich wie immer im folgenden, extrem umfang- und wissensreichen (und von mir stark gekürzten) Artikel Ihr ganz persönliches Urteil.

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Die „grüne Bewegung“ ist eine faschistische Massenbewegung

Die historischen Wurzeln des grünen Faschismus

von Helga Zepp-LaRouche, 29 März 1982

„Unsere Hoffnung liegt in den jungen Leuten, die an Temperaturerhöhung leiden, weil in ihnen der grüne Eiter des Ekels frißt…“

Ernst Jünger: Das abenteuerliche Herz, 1929

Wenn sich heute, nur 36 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, ein allgemeines Unbehagen breit macht, daß wir am Rande eines möglichen dritten und damit wahrscheinlich letzten Weltkriegs stehen, daß wir bereits schon mitten in einer neuen Weltwirtschaftskrise stecken, daß unsere Gesellschaft auseinander zu fallen droht, alle Werte sich aufzulösen scheinen und kaum einer die Gefahr eines neuen Faschismus mehr auszuschließen vermag – dann ist es allerhöchste Zeit, einige grundlegende Fragen zu stellen und die Begriffe zu klären.

Am allerdringlichsten ist es, ein für allemal darüber Klarheit zu schaffen, was Faschismus eigentlich ist, aus welchen Elementen er sich zusammensetzt und wer seine Träger waren und sind. Dabei ist es notwendig, mit der Unterstellung z.B. unzähliger anglo-amerikanischer Filme aufzuräumen daß Faschismus oder Nationalismus ein ausschließliches Problem der Deutschen sei. Es sollen auch linguistische Spitzfindigkeiten zurückgewiesen werden, denen zufolge der Begriff „faschistisch“ auf den Nationalsozialismus gar nicht zutreffe, sondern Entwicklungen in Italien oder Spanien beschreibe, usw. Denn solche Spitzfindigkeiten sind nur akademische Rationalisierungen, wenn es darum geht, die Gefahr des Faschismus heute überall, wo er auftritt, zu bekämpfen.

Ebenso wie es eine geistige Vorgeschichte des Faschismus gibt, gibt es eine geistige Nachgeschichte.

Der Nationalsozialismus in Deutschland und der Holocaust gegenüber Juden, Slawen, Zigeunern, Kommunisten und Sozialdemokraten war nur eine von vielen Ausdrucksformen des Faschismus, wenn auch bis zum damaligen Zeitpunkt die grauenhafteste und barbarischste. Aber von diesem Standpunkt betrachtet war das Pol-Pot-Regime sehr wohl faschistisch, das immerhin innerhalb von drei Jahren drei Millionen Menschen und damit beinahe die Hälfte der eigenen Bevölkerung ermordet hat. Und ganz genauso faschistisch ist das Regime Khomeinis, das selbst vor Massenmord an Kindern nicht halt macht und das nach dem alten Nazi-Prinzip „alles ist erlaubt“ eine Terrorherrschaft gegen die eigene Bevölkerung ausübt.

Eine ideengeschichtlich fundierte Begriffserklärung ist auch deshalb nötig, weil sich immer häufiger Personen und Organisationen, die das genaue Gegenteil von faschistischen Ideen vertreten, von Anhängern wirklich faschistischer Bewegungen beschimpfen lassen müssen, sie seien „faschistisch“ oder „Neonazis“1, nur weil sie für den Ausbau der Kernenergie oder eine effektive Bekämpfung der Drogenplage eintreten. Es läßt sich historisch einwandfrei beweisen, daß Drogenverherrlichung und Technologie-Feindlichkeit wesentliche Merkmale faschistischer Weltanschauung sind.

In einer ersten Annäherung läßt sich sagen, daß der Faschismus und seine Vorläufer durch die folgenden primären Bestandteile charakterisiert waren:

I. malthusianisch oder rassistisch motivierter Völkermord 2,
2. faschistische Wirtschaftspolitik3,
3. eine faschistische Massenbewegung und
4. eine faschistische Elite, die diese Massenbewegung kontrolliert, ohne daß es dieser bewußt sein muß.

Diese faschistische Elite, die sich auch gern „konservative Intelligenz“ nennt, wobei sie das Wort „konservativ“ allerdings in einem ganz besonderen Sinn versteht, schaut hochnäsig auf die verschiedenen, von ihnen ins Leben gerufenen Bewegungen herab, mit derselben Arroganz, wie diese Kreise damals auf „den österreichischen Gefreiten“ herabsahen. Auch wenn sie die faschistischen Massen brauchen um ihre Politik durchsetzen zu können, so ist ihnen als Elitisten die Vorstellung der Massen ein Graus. Man läßt sich nicht allzugern mit diesen Bewegungen in Verbindung bringen so wie man nicht gern mit etwas „peinlichen entfernten Verwandten“ gesehen werden möchte, aber die Familienbande lassen sich nicht wegleugnen.

Man braucht nur die Schriften von solchen Vertretern der „konservativen Intelligenz“ zu lesen, um verblümt festzustellen wie offen sie über ihren Gegner und ihre Absichten schreiben.

Ihr Gegner, den sie um jeden Preis vernichten wollen, ist das Christentum und seine Säkularisationsformen, Entwicklungskonzeptionen aller Art, die Idee der Vervollkommnungsfähigkeit des Menschen, die Idee des Fortschritts überhaupt.

Sie sagen offen, wie Dr. Steven Mumford kürzlich in der amerikanischen Zeitschrift Humanist Magazine,

  • daß die katholische Kirche zerschlagen werden müsse, um die geplante Bevölkerungsreduktion durchfuhren zu können.
  • Oder sie geben, wie Mitglieder des „Club of Rome“, öffentlich zu, daß sie es waren, die die grüne Bewegung in die Welt gesetzt haben.

Man tut gut daran, diese Geständnisse ernst zu nehmen.

Alte Ideen in neuem Gewand

Es gibt oligarchische Kreise in London und in New York die recht offen darüber diskutieren, daß man wieder einen neuen Hitler braucht, vielleicht einen ohne die Persönlichkeitsfehler dieses Adolf, aber doch einen, der dieselbe Politik durchsetzt. In Italien schreibt die Presse unverhohlen, daß Sozialistenchef Craxi einen sehr guten neuen Mussolini abgeben würde.

Nun ist die Bedeutung von charismatischen Führerpersonen in der Faschismusdiskussion meist weit überschätzt worden – dies um so mehr heute, wo gerade in der Fernsehgesellschaft USA bewiesen worden ist, daß „charismatische Führer“ völlig synthetisch im Dutzend und aus Plastik hergestellt werden können.

Auf diese Weise ist es einem nichtssagenden, unbedarften Bauern gelungen, US-Präsident zu werden. Dank der Medien waren die Wähler zumindest während des Wahlkampfes 1976 überzeugt das Grinsen Carters sei das charismatischste, was sie seit Marilyn Monroe erlebt hätten.

Für die Entstehung des Nationalsozialismus wie des Faschismus überhaupt waren und sind Programme und Ideologien sehr viel entscheidender.

Wenn unsere Richter nicht nur im Recht, sondern auch in der Wirtschaftstheorie Geschichte und Philosophie besser geschult wären – von Energietechnologie ganz zu schweigen – dann hätten sie längst nicht nur direkte Nazipropaganda auf den Index gesetzt, sondern auch viele Schriften, die dieselben Grundideen enthalten, sie aber auch auf etwas anders geartete Zusammenhänge anwenden und eine andere Diktion benutzen.

Wenn man jene Schriften auswählen wollte, die den größten Einfluß auf den Nationalsozialismus ausgeübt haben, so müßte man sicher die folgenden nennen:

  • Der Wille zur Macht von Nietzsche,
  • Der Untergang des Abendlandes von Spengler,
  • Das Dritte Reich von Moeller van den Bruck,
  • Die Grundlagen des 19. Jahrhunderts von H.S. Chamberlain,
  • Der Mythos des 20. Jahrhunderts von Rosenberg und natürlich
  • Mein Kampf, das keineswegs das meistgelesene Buch war.

Was für den Nationalsozialismus diese Schriften waren, das sind für die heutige Gefahr eines neuen Faschismus Bücher wie

* Die Grenzen des Wachstums des Club of Rome,
*
Global 2000, Global Futures oder der US-Bestseller
*
Die Verschwörung des Wassermanns.

Solche kulturpessimistischen Katastrophentheorien und Mythologien dienen heute wie damals als geistige Rechtfertigung für die Unterlassung von Schritten, die die Katastrophe abwenden könnten. Daß die vorgebrachten „Theorien“ von einem wissenschaftlichen Standpunkt samt und sonders Quacksalberei sind und einem primitiven malthusianisch-darwinistisch-nominalistischen Weltbild entstammen, ist für die Anhänger dieser Ideologie kein durchschlagendes Argument: Es ist ja gerade die Welt der Vernunft und der Wissenschaftlichkeit, die mit Irrationalität bekämpft werden soll.

Die „grüne Bewegung“ ist eine faschistische Bewegung.

Die absolute Intoleranz gegenüber Andersdenkenden, auch wenn sich diese in der Mehrheit befinden, die Betonung des „gesunden Volksempfindens“, die mystische Verehrung der Natur, die romantische Weltflucht bis zum vorindustriellen Leben auf der Ökofarm, die Verherrlichung eines übersteigerten rauschhaften Lebensgefühls, der dionysische Charakter der Rock- und Drogenkultur dies alles sind ganz typische Merkmale einer faschistischen Massenbewegung.

Sicher ist nicht jeder „Grüne“ schon ein hartgesottener bewußter Faschist, aber potentiell tendiert er in diese Richtung, und unter Bedingungen zunehmender wirtschaftlicher Krisen schreitet das Unglück schnell. Punks tragen ganz unverhohlen Hakenkreuze, und der radikalisierteste Teil der „grünen“ Bewegung hat längst zu SA-Methoden gegriffen. Davon sprechen die Straßenschlachten in vielen deutschen Städten, die Gewalttaten und Anschläge gegen Befürworter des technologischen Fortschritts und die Terrormethoden, mit denen politische Veranstaltungen Andersdenkender gesprengt werden, traurige Bände.

Auch vor dem politischen Mord, einer alten Spezialität der Nazis (Anmerkung MM: Auch der Bolschewisten!), schrecken Teile dieser Bewegung nicht zurück, wie die Morde an Ponto, Schleyer, Buback oder Karry beweisen. Das alles findet in einem geistigen Klima statt, das zunehmend von Irrationalität gekennzeichnet ist, voll unterstützt von den Nachrichtenmedien und der Filmindustrie. Die Kultfilme eines Fritz Lang haben ihre Entsprechung in einer Unzahl moderner Kultfilme wie Clockwork Orange, The Shining oder New York 1990. Und die Tatsache, daß sich Hunderte protestantischer Pfarrer an die Spitze dieser Bewegung gestellt haben, ruft auch ungute Erinnerungen an die Nazipfarrerbünde wach.

Woher das alles kommt? Die deutsche Bevölkerung muß dringend ihre geistige Blockierung vor der Geschichte überwinden und die letzten zweihundert Jahre Geschichte analytisch untersuchen, wenn das Unheil abgewendet werden soll.

Von der „romantischen“ Bewegung zu den Grünen

Vom Standpunkt der oligarchischen Elite war der Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert mit Katastrophen übersät, die ihnen soviel Alpträume verursachten, daß einige von ihnen buchstäblich darüber den Verstand verloren, wie zum Beispiel Georg III. oder Friedrich Wilhelm IV. Was die Republikaner und Humanisten als Hoffnung auf den Anbruch des Zeitalters der Vernunft begrüßten, erschien den Oligarchen als die unerträgliche Gefahr eines Machtverlusts.

Der Erfolg der Amerikanischen Revolution, den die englische Nobilität bis heute nicht verwunden hat, die Ausbreitung derselben Ideen in Europa und in der Anfangsphase der Französischen Revolution, die weite Verbreitung humanistischer Gedanken in der deutschen Bevölkerung durch die Weimarer Klassik und die im Verlaufe des 19. Jahrhunderts immer deutlicher werdenden Auswirkungen der industriellen Revolution auf das Bewußtsein breiter Bevölkerungsschichten in vielen Ländern, das alles trieb diese Kreise zur Verzweiflung.4

Armin Mohler, der gegenwärtige Chef der Siemensstiftung in München, beschreibt in seinem Buch Die konservative Revolution (Armin Mohler, Die konservative Revolution in Deutschland 1918-1932. Ein Handbuch. Zweite völlig neu bearbeitete und erweiterte Fassung 1972, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt), daß diese Kreise, die Träger dieser „konservativen Revolution“ eine in Deutschland und fast allen europäischen Ländern wirkende Strömung sei, die alle Lebensbereiche beeinflußt habe. Mohler, der selbst diesem Lager zuzurechnen ist, beschreibt mit der Einsicht des Engagierten, daß in dieser Zeit jene Welt zum Siege gekommen sei, die der konservativen Revolution als der eigentliche Gegner erschien.

„Wir möchten sie (diese Welt) vorläufig als eine Welt umschreiben, die das Unveränderliche im Menschen nicht in den Mittelpunkt stellt, sondern glaubt, das Wesen des Menschen verändern zu können.

Sie proklamiert deshalb die Möglichkeit eines stufenweisen Fortschritts, hält alle Dinge, Beziehungen und Geschehnisse für verstandesmäßig durchschaubar und versucht jeden Gegenstand zu vereinzeln und allein aus ihm selbst zu begreifen.“5

Mohler, und das ist typisch für Vertreter dieser Kreise, versteht die vernunftbegründete wissenschaftliche Methode natürlich nicht wirklich, sondern nur von unten und phänomenologisch, aber immerhin spricht er hier mit erstaunlicher Offenheit. Der optimistische Fortschrittsglaube des 19. Jahrhundert sei es, wogegen sich diese rechte Opposition richte, später dann gegen den Geist der Gründerjahre und gegen jenes „sprunghafte Anwachsen der wirtschaftlichen und militärischen Kraft Deutschlands“.

Keine andere Figur hat für das ideologische Zustandekommen des Faschismus eine so große Rolle gespielt wie Friedrich Nietzsche.

Ist Friedrich Nietzsche, wie der vorliegende Artikel behauptet, tatsächlich der Vater der “Grünen”? (MM)

Auch Mohler sagt, alles, was später in Deutschland geschehen sei, müsse von Nietzsche her begriffen werden. Aber auch hier lohnt es sich wieder zu untersuchen, aus welcher Tradition Nietzsche selbst kommt.

Als Gegenkultur gegen die klassisch-humanistische Kultur arbeitete schon während der Weimarer Klassik die romantische Bewegung. Einige der führenden Romantiker muß man durchaus als Hofideologen der Oligarchie bezeichnen. Die Romantik war gekennzeichnet durch eine emotionale Verschiebung und Übersteigerung aller Lebensbegriffe, die Betonung der „natürlichen Instinkte“ gegenüber der Vernunft, eine mystische Faszination mit dem Mittelalter im Gegensatz zu klassischen und Renaissanceperioden und einer entrückten Weltflucht. Der Satz von Novalis: „Die Welt wird Traum, der Traum wird Welt“, ist typisch für den Realitätsverlust.

Es war das, was Heinrich Heine, der in diesem Punkt der klarste Denker seiner Zeit war, das „ekelhafte Gemisch von gotischem Wahn und modernem Lug“ in der „Romantischen Schule“ nannte. Dieses „ekelhafte Gemisch“ spukte durch die Jugendbewegung, fand einen grausigen Höhepunkt bei den Nazis und ist jetzt wieder lebendig in der „grünen“ Bewegung.

Die Kreise, die wir der Einfachheit halber von jetzt an „konservative Revolution“ nennen wollen, förderten die Romantik in derselben Weise und aus denselben Gründen wie diejenigen, die, wie Gräfin Marion Dönhoff, die „Grünen“ seit rund elf Jahren systematisch bemuttern.

Man mußte jede realistische Weltvorstellung zerstören, jede vernunftmäßige Betrachtung des eigenen Volkes und fremder Völker vernichten, um die Jugend als Rammbock gegen den technologischen Fortschritt einsetzen zu können. Die in der Romantik eingepflanzte Todessehnsucht kam den Nazis später gerade recht, um den Heldentod zu verherrlichen und selbst Kinder in den totalen Krieg zu schicken.

Mit der Sehnsucht nach dem eigenen Tod wächst nur leider auch die Nichtachtung fremden Lebens, daran hat sich seit der romantischen Bewegung, die das Rekrutierungsfeld für Mazzinis anarchistische Banden schuf, über die Nazis bis zur „grünen“ Bewegung nichts geändert, was Slogans wie „Gestern Karry-Wurst, morgen Grieß-Brei“ verdeutlichen.

Nietzsche: Stammvater der Gegenkultur

Man muß Mohler zustimmen, daß alles, was später in Deutschland geschah, von Nietzsche her begriffen werden muß. Nur ist er sicher nicht der „große Richter der Zeit“6, wie Mohler ihn bewundernd nennt und den er als „geistesgeschichtliche Gründerfigur“ bezeichnet, die „groß“ über der „konservativen Revolution“ stünde. Wenn man Nietzsches Bücher liest, kommt einem allerdings eher der Verdacht, daß der Wahnsinn, der ihn angeblich später wahrscheinlich im letzten Stadium einer Syphiliserkrankung überkommen haben soll, ihn bereits sein ganzes Leben lang im Griff hatte.

Nietzsche, dessen Lieblingsphilosoph Schopenhauer war, haßte den Humanismus in all seinen Erscheinungsformen in einer geradezu pathologischen Weise, gleich ob es sich um Plato, Schiller oder Beethoven handelte. Er war der hervorragendste Repräsentant einer Denkrichtung, die sich um die Auflösung des wissenschaftlichen Denkens bemühte, nachdem gerade durch die Brüder Humboldt glanzvoll die Einheit von Geisteswissenschaft und Naturwissenschaft demonstriert worden war.

Nietzsche ging bis zur vollständigen Verneinung der wissenschaftlichen und humanistischen Erklärung der Einheit der menschlichen Entwicklung, und war damit Vorläufer von Spengler, Rosenberg und der „grünen Ideologen“. So kam er zur „biologischen Weltanschauung“, die nur noch mit mystischen Begriffen wie „Blut und Boden“, „Rasse“ und „Symbol“ um sich warf. Eine solche „biologische Weltanschauung“ liegt denn auch folgerichtig dem heutigen ins Gegenteil verkehrten „Umweltschutz“ in dem Begriff „Ökologie“, „Bioethik“ usw. zugrunde.

Nietzsche ist insofern ein Wendepunkt, als er mit seiner Antimoral Hemmungen abbauen half, eben bis zum berühmten „alles ist erlaubt“ der Nazis oder bis zu der Überzeugung des gewalttätigen Teils der „Grünen“, daß alles erlaubt sei, um den eigenen irrationalen Willen gegenüber der Mehrheit durchzusetzen.

Das, was später als Weltanschauung der Nazis so verabscheuungswürdig vorgeführt wurde, liest sich bei Nietzsche so:

„Ist Pessimismus notwendig das Zeichen des Niedergangs, Verfalls, Mißratenseins, der ermüdeten und geschwächten Instinkte? …

Gibt es einen Pessimismus der Stärke? Eine intellektuelle Vorneigung für das Harte, Schauerliche, Böse, Problematische des Daseins aus Wohlsein, aus überströmender Gesundheit, aus Fülle des Daseins?

Gibt es vielleicht ein Leiden an der Überfülle selbst? Eine versucherische Tapferkeit des schärfsten Blicks, die nach dem Furchtbaren verlangt, als nach dem Feinde, dem würdigen Feinde, an dem sie ihre Kraft erproben kann?“ 7

Für Nietzsche war die wissenschaftliche Fragestellung, die er korrekt auf Sokrates zurückführte, der Erzfeind jeder Kultur. Um diesen „sokratischen Geist“ zu erschüttern, machte er sich sofort daran, die Geschichte, so wie sie von Schiller, Humboldt und anderen Humanisten beschrieben worden war, umzuschreiben und das klassische Altertum umzudeuten.

Er stellt dem „Sokratischen“ das „Dionysische“ gegenüber und betont dann gerade die Phasen in der Geschichte, in denen die Irrationalität in organisierter Form den Aufstand probe. Dieses Dionysische, sagt er, könne der Mensch noch am ehesten durch die Analogie des Rausches begreifen.

„Entweder durch den Einfluß des narkotischen Getränkes, von dem alle ursprünglichen Menschen und Völker in Hymnen sprechen, oder bei dem gewaltigen, die ganze Natur lustvoll durchdringenden Nahen des Frühlings erwachsen jene dionysischen Regungen, in deren Steigerung das Subjektive zu völliger Selbstvergessenheit hinschwindet.

Auch im deutschen Mittelalter wälzten sich unter der gleichen dionysischen Gewalt immer wachsende Scharen, singend und tanzend, von Ort zu Ort: In diesen St.-Johann- und St.-Veittänzern erkennen wir die bacchischen Chöre der Griechen wieder, mit ihrer Vorgeschichte in Kleinasien, bis hin zu Babylon, und den orgiastischen Sakäen.“8

Und nicht ganz ohne Selbstreflexion fügt er hinzu:

„Es gibt Menschen, die, aus Mangel an Erfahrung oder aus Stumpfsinn, sich von solchen Erscheinungen wie von Volkskrankheiten` spöttisch oder bedauernd im Gefühl der eigenen Gesundheit abwenden; die Armen ahnen freilich nicht, wie leichtfarbig und gespenstisch eben diese ihre Gesundheit` sich ausnimmt, wenn an ihnen das glühende Leben dionysischer Schwärmer vorüberbraust.“9

So leichtfarbig und gespenstisch mögen sich wohl die antifaschistischen Menschen in Deutschland gefühlt haben, als die Nazis sich durch die Straßen wälzten und den dionysischen Rausch vorexerzierten, für den der Berliner Sportpalast für immer einen schandvollen Namen bekommen hat. Und ein solches gespenstisches Gefühl mochte sich wohl auch einstellen, als vor kurzem hunderttausend Startbahngegner bannerschwenkend und bei Trommelwirbel durch Wiesbaden zogen. Und Mohler schreibt wissend:

„Das volkstümliche Bild des Nihilisten (der aus Nietzsches Denken hervorgegangen ist, HZL) zeigt ihn in einer Horde eingereiht, die unter rhythmischem Gesang eine gefügte Welt in Scherben trampelt.“10

Es ist wohl eines der wichtigsten Charakteristika des Faschismus, daß in ihm Irrationalität in organisierter, oft paramilitärischer oder militärischer Form vorkommt.

Ein einzelner irrationaler Mensch ist noch nicht per se ein Faschist, sondern geht höchstens seinen Mitmenschen auf die Nerven. Irrationalität in organisierter Form oder als Haufen gehört aber sehr wohl in die Vor- oder Nachgeschichte des Faschismus, vor allem dann, wenn er Andersdenkenden durch Gewalt und Terror aufgezwungen werden soll.

Die „Steigerung des Subjektiven zu völliger Selbstvergessenheit“ ist leider ebenfalls ein Phänomen, das keineswegs ausgestorben ist, sondern in Discos in rhythmischen Verrenkungen, die Veitstänzen nicht unähnlich sind, und in Drogenorgien exerziert wird. Diese „Steigerung zur Selbstvergessenheit“, ist leider heute die Ideologie der Rock- und Drogengegenkultur, der ein Großteil der Jugend in vielen Ländern anhängt.

Dieses Einswerden mit dem Anderen ist die Sehnsucht, die die Anhänger der heutigen Jugendbewegung befallen hat, diese mystische Überwindung des Trennenden.

Und es gibt leider keinen Zweifel, daß dieses Teilhaben an einer „höheren Gemeinschaft“ nicht nur der Leim war, der die Nazis zum gemeinsamen Rausch des „Ein Volk-Ein Reich Ein Führer“ verband, sondern auch das exakte Lebensgefühl beschreibt, das die Anhänger der „Verschwörung des Wassermanns“ in dem von Marilyn Ferguson so betitelten Buch verbindet.13

Diese Entselbstung in einer höheren Gemeinschaft steht natürlich in schroffem Gegensatz zum humanistischen Bildungsideal der deutschen Klassik und Wilhelm von Humboldts, das die Erziehung zur Vernunft sowie die Bildung des Charakters und der Persönlichkeit des Individuums unterstreicht. Nietzsche attackiert folgerichtig die Idee des humanistischen Gymnasiums und die historische Erziehung. Einer der geistigen Schüler Nietzsches, der einstige führende OECD-Mitarbeiter und Gründungsmitglied des „Club of Rome“, Alexander King, ist der Hauptverantwortliche dafür, daß mit den sog. „Erziehungsreformen“ in allen OECD-Ländern die humanistische Bildungsidee abgeschafft wurde. Das Resultat davon ist eben diese Jugendbewegung, die wir heute sehen.

Nietzsche verabscheute den Staat (wie die „Grünen“ heute) als Träger und Vermittler von Bildung. Er ist der Vorläufer der völkischen Idee oder des gesunden Volksempfindens, von dem die „Grünen“ wieder soviel sprechen; er haßte die Rationalität, die mit dem heraufkommenden Industriezeitalter verbunden war.

Unsere Gesellschaft heute hat darunter zu leiden, daß es eindeutige Werte nicht mehr zu geben scheint; und die Wurzel dafür wird klar, wenn man bei Nietzsche liest:

„Kann man nicht alle Werte umdrehen? Und ist Gut vielleicht Böse? Und Gott nur eine Erfindung und Feinheit des Teufels? Ist alles vielleicht im letzten Grunde falsch? Und wenn wir Betroffene sind, sind wir ebendadurch auch Betrüger? Müssen wir nicht auch Betrüger sein?“14

Wenn man heute mit „Grünen“ über Kernenergie diskutiert oder über die Wege, den Frieden zu erhalten, muß man Nietzsche zugestehen, daß ihm zumindest bei dieser Gruppe die Umdrehung aller Werte gelungen ist.

Nietzsches Konzept von der „ewigen Wiederkunft des Gleichen“, in dem das Individuum nur eine „Welle“ sei, führt später zur Rechtfertigung des Terrorismus:

„Die extremste Form des Nihilismus wäre die Einsicht, daß jeder Glaube, jedes Fürwahrhalten notwendig falsch ist: weil es eine wahre Welt gar nicht gibt. Also: ein perspektivischer Schein…

Denken wir diesen Gedanken in seiner furchtbarsten Form: das Dasein, so wie es ist, ohne Sinn und Ziel, aber unvermeidlich wiederkehrend, ohne ein Finale ins Nichts, die ewige Wiederkehr. Das ist die extreme Form des Nihilismus: das Nichts (das ,Sinnlose`) ewig!“15

Einer der Schreiberlinge, der von Nietzsche beeinflußt wurde und der beträchtlich zur geistigen Zersetzung der Weimarer Republik beigetragen hat, war Hermann Hesse und sein Buch Der Steppenwolf, das im übrigen bei der heutigen Jugendbewegung in der Bundesrepublik und in den USA wieder sehr populär ist. Es wurde 1926 geschrieben und beabsichtigte offensichtlich die Verführung von orientierungslosen Jugendlichen zu Prostitution, Homosexuellentum, Sexorgien, Drogenkonsum von Haschisch bis zu LSD und zum Terrorismus gegen die Welt der Maschinen und gegen die bürgerliche Weltordnung überhaupt.

„Es brennt alsdann in mir eine wilde Begierde nach starken Gefühlen, nach Sensationen, eine Wut auf dieses Abgetönte, Flache, Normierte und sterilisierte Leben und eine rasende Wut, irgend etwas kaputt zu schlagen, etwa ein Warenhaus oder eine Kathedrale oder mich selbst, verwegene Dummheiten zu begehen… Ein kleines Mädchen zu verführen oder einigen Vertretern der bürgerlichen Weltordnung das Gesicht ins Genick zu drehen.“16

Der ebenfalls den Sinn des Seins leugnende Sartre war nicht ohne Zusammenhang mit seiner Theorie ein Sympathisant der Baader-Meinhof-Bande und besuchte Baader sogar im Gefängnis. Wohin der Sinnverlust führen kann, verdeutlichen vielleicht am erschreckendsten die Punks, im Grunde die bedauernswertesten Opfer der oligarchischen Elite, Kinder noch, aber geistig schon tot und mit Lebensgewohnheiten, die man eigentlich gar nicht bestialisch nennen kann, weil kein normales Tier sich so verhält.

Genauso wie heute die faschistische Internationale glaubt, die moralische Autorität der katholischen Kirche ausschalten zu müssen, um ihre Völkermordpolitik durchsetzen zu können, und dabei bis zu Mordanschlägen gegen den Papst geht, so wußte der Faschist Nietzsche, daß das Christentum und die Idee der Teilhabe des Menschen am Göttlichen sein größtes Problem darstellten. So stellte er die Behauptung auf, die seinen Größenwahnsinn auf das lächerlichste demonstrierte, nämlich daß Gott tot sei. Und nun kann er sagen, was die „Grünen“ später freuen sollte.

„Einst war der Frevel an Gott der größte Frevel, aber Gott starb, und damit starben auch diese Frevelhaften. An der Erde zu freveln, ist jetzt das Furchtbarste und die Eingeweide des Unerforschlichen höher zu achten als den Sinn der Erde!“17

Wer könnte zweifeln, daß die militanten Startbahngegner den Frevel an einem Baum höher einstufen als den Frevel an einem Menschen?

Die faschistische Internationale

Obwohl jeder, der die sprichwörtlichen „Korridore der Macht“ kennt, weiß, daß im politischen eben kaum etwas ohne Absprache über gemeinsame Absichten, Pläne und Methoden geschieht, und obgleich es auch selbstverständlich ist, daß bestimmte Personen größeren Einfluß haben als andere, so hebt doch oft ein großes Geschrei an, sobald man darauf hinweist, daß es „Drahtzieher“ hinter gewissen Ereignissen gibt. Nur weil die Nazis den rassistischen Popanz einer jüdischen „Weltverschwörung“ in Szene setzten, kann nicht generell abgelehnt werden, daß es Verschwörungen gibt. Ja, man kann sogar soweit gehen, daß nichts Wesentliches geschieht, im Guten wie im Bösen, ohne daß eine Verschwörung dahinter stünde, das heißt, ein Plan zweckgerichtet ausgeführt wird.

Dabei braucht man gar keine wackligen Hypothesen aufzustellen. Die oligarchische Elite ist zuweilen so arrogant, diese Verschwörungen selbst zu beschreiben. So schrieb der Jesuit Carroll Quigley in seinem Buch Tragedy and Hope, in der er erstaunlich viel akkurates Material über die finsteren Absichten monetaristischer oligarchischer Kreise aufdeckt, solche Veröffentlichungen könnten ihren Zielen kaum schaden, da diese Fraktion die Macht schon so weitgehend übernommen habe, daß jeder Widerstand gegen sie sowieso sinnlos sei. Marilyn Ferguson in The Aquarian Conspiracy drückt sich ganz genauso aus, bzw. zuvor schon H. G. Wells, wenn er von „offener Verschwörung“ spricht.

Eines der bemerkenswertesten Bücher in dieser Hinsicht ist das schon zitierte Buch von Armin Mohler, Die Konservative Revolution. Nicht nur, weil in ihm die Unverfrorenheit zum Ausdruck kommt, schon 1950 faschistisches Gedankengut „reinzuwaschen“, sondern vor allem deshalb, weil es einiges Licht auf die Geschäftspolitik der Firma Siemens wirft. Wenn man in Rechnung stellt, daß Peter von Siemens dem Anthroposophentum anhängt und Armin Mohler als Chef der Siemensstiftung ein Verkünder der „konservativen Revolution“ ist, dann wundert es nicht mehr, welch dubiose Rolle die Fa. Siemens gegenüber dem technologischen Fortschritt gerade im Bereich der Kernenergie spielt.

Die konservative Revolution, das sind laut Mohler kleine geistig lebendige Kreise, hochexplosive Sekten und im Hintergrund bleibende, lose Elite-Zusammenschlüsse. Die Verachtung gegenüber den „Massen“ versucht Mohler nicht zu verbergen:

„Die große Partei hält ihre Massen durch die organisatorische Bindung an eine dem Durchschnitt angepaßte und auf Schlagwörter verengte Doktrin zusammen und bietet für überragende Köpfe nur Raum, sofern sie sich an der Bändigung (!) der Massen beteiligen und ihre geistigen Fähigkeiten einem esoterischen Raum vorbehalten (!).

Der Großteil der überdurchschnittlichen Intelligenzen aber sammelt sich in jenen kleinen Kreisen, die in ständiger geistiger Spannung vibrieren, sich im Besitz der allein wahren Lehre glauben und die Massenpartei des realpolitischen ,Verrats an der Idee` bezichtigen.“19

Die Nachsicht, und damit Korrumpierbarkeit, die heute viele Ältere gegenüber den „Grünen“ zeigen, hängt mit der Verharmlosung ihrer eigenen früheren Zugehörigkeit zu der alten Jugendbewegung zusammen.

Nun war sicher nicht jeder Wandervogel später ein Faschist, ebenso wie nicht alle „Grünen“ unrettbar sind, aber die alte Jugendbewegung war doch der Durchlauferhitzer für die spätere faschistische Führung. Sie war ganz wie heute ein „Aufstand gegen die Welt der Väter“, gegen „eine Welt des Scheins“ und der „Künstlichkeit der Städte und Fabriken, die alles zu ersticken droht.“

Auch die verschiedenen Phasen, Zusammenschlüsse, Spaltungen, Neuformierungen weisen starke Parallelen zu heute auf. Mohler spricht von einer ersten Welle, dem „Wandervogel“, die formlos und anarchisch gewesen sei, und einer „zweiten Welle“, der „Freideutschen Jugend“. Beide hätten insofern in die Weimarer Republik in fast allen konservativ-revolutionären Gruppierungen nachgewirkt, als deren Führer zu einem Großteil durch die Vorkriegsformen der Jugendbewegung hindurchgegangen seien.

Damals wie heute besteht der begründete Verdacht, daß diese rechts- oder linksextremen Bewegungen zwar auch selber zur politischen Gewalttat neigen, aber oft doch nur die Kulisse abgeben für den professionellen politischen Mord an den Vertretern des technologischen Fortschritts.

Der Vorläufer der Mordfirma „Permindex“22, die verantwortlich ist für den Mord an Kennedy und die Anschläge auf de Gaulle oder in jüngster Zeit der Anschläge auf Reagan und den Papst, war in den frühen 20er Jahren die Geheimorganisation „O.C.“ („Organisation Consul“), die für eine Serie von Mordanschlägen, u.a. auf den deutschen Außenminister Rathenau, verantwortlich war.

Die „O. C.“ wurde von der „Thule-Gesellschaft“ kontrolliert. Bei der „Thule-Gesellschaft“ handelt es sich um eine elitäre Geheimorganisation, zu deren Mitgliedern Prof. Karl Haushofer, Prinz Gustav von Thurn und Taxis, Gräfin Westarp, Baron von Seydlitz, von Sebottendorf, Scheubner-Richter, Rudolf Hess und Alfred Rosenberg gehörten. Diese Organisation verfügte über umfangreiche Geldmittel und beste Verbindungen zu führenden Adelsfamilien und Nachrichtendiensten. Die „Thule-Gesellschaft“ fungierte als „Mutterorganisation“ einer Vielzahl von Parteien, Verbänden, paramilitärischen Einheiten und Terrororganisationen. Die folgenreichsten Geschöpfe der „Thule-Gesellschaft“ sind die von ihr bekundete NSDAP und Adolf Hitler.

Nochmals: Faschistische Epistemologie

An dieser Stelle ist es angebracht, noch einmal darauf hinzuweisen, daß die Vertreter der „konservativen Revolution“ zumindest in einem Punkt recht haben: daß „rechts“ und „links“ letztlich dasselbe werden, wenn „Nationalismus“ und „Sozialismus“ in eins fallen, daß rechts und links eher unbrauchbare Begriffe sind, wenn es gilt, politische Gegensätze zu beschreiben. Der fundamentale Gegensatz besteht zwischen Christentum und Fortschrittsdenken auf der einen und der konservativen Revolution auf der anderen Seite.

Und so sinnierte Mohler schon 1949, als jeder anständige Mensch in Deutschland damit beschäftigt war, das Land aus den Trümmern wieder aufzubauen:

„Unsere Zeit bietet ein seltsames Schauspiel. Auf der einen Seite rast die lineare Welt des Fortschritts mit der Entfesselung der Atomkraft dem Höhepunkt zu und sucht auch den letzten freien Fleck der Erde mit ihrem Netz von Schloten, Schienensträngen und Kabeln zu überdecken. Auf der anderen Seite aber stehen Sprecher, die von einer Welt der mittäglichen Stille zeugen.“30

Von F. G. Jünger zu Eppler

Falls es noch eines Beweises bedurft hätte, daß die Grünen in faschistischen Fußstapfen marschieren, dann würde man auf die moderne Identität der Argumentation Friedrich Georg Jüngers in Perfektion der Technik, geschrieben 1939, und Robert Jungks Der Atomstaat hinweisen.

Was F.G. Jünger in diesem Buch von sich gibt, ist allerdings klinisch interessant. Er warnt vor den gefährlichen Illusionen, die sich mit dem technologischen Fortschritt verbänden. Genauso äußern sich auch alle Grünen nach ihm, bis zu Peccei, der erst kürzlich beschwor, die Wissenschaft könne nicht „magisch“ alle Probleme lösen. Magisch nicht aber rational.

Jünger ist nicht eben originell, wenn er bestreitet, daß die Wissenschaft etwas mit der Schöpfung von Reichtum zu tun habe, er wiederholt lediglich die abgedroschenen Argumente der Physiokraten, die für die Ostindien-Kompanie nachträglich die Rechtfertigung für die Ausbeutungsmethoden des britischen Kolonialismus zu liefern hatten. Vom wissenschaftlichen Standpunkt sind Jüngers Ansichten geradezu hanebüchen. So behauptet er, daß alle Arbeitsprozesse entropisch seien: „Auch der kleinste technische Arbeitsvorgang verbraucht mehr Kraft, als er hervorbringt. Wie sollte also durch die Summe dieser Vorgänge ein Überfluß geschaffen werden?“

Nun, wir schlagen vor, daß Leute, die so denken, auch konsequent sind und Gras mit Hilfe von Erzklumpen essen, anstatt scheinheilig doch die Ergebnisse der Technik in Anspruch zu nehmen. Oder besser gar nicht mehr essen, weil so nach ihrer „Theorie“ Kraft gespart werden kann.

Bei Jünger haben alle anderen abgeschrieben, direkt oder indirekt, Jungk oder Gruhl (in Gruhls Ein Planet wird geplündert sind ganze Passagen über den „Raubbau an der Natur“ schamlos geklaut). Vierzig Jahre vor Erhard Eppler und Jimmy Carters Global 2000 schrieb Jünger:

„Sie (die Technik) verräuchert die Luft, verpestet das Wasser, vernichtet die Wälder und Tiere. Sie führt einen Zustand herbei, in dem die Natur ,geschützt’ werden muß vor dem rationalen Denken…“41

Woher der Wind weht, wird deutlich in der nächsten Passage:

„Er (der Techniker) ruiniert den Fabrikanten durch Erfindungen, die nicht vorauszusehen sind. Das Wohl und Wehe des Kapitalisten ist ihm so gleichgültig wie das des Proletariats. Es geht ihm weder um Renten und Zinsen, noch um die Lebenserhaltung…“42

Das ist eine zutiefst antikapitalistische, monetaristische Haltung, die für den Faschismus charakteristisch ist. Und das Zauberwort, die heilige Kuh der Oligarchen, ist ausgesprochen: der technologische Fortschritt ruiniert die Zinsen!

Ansonsten strotzt das Buch nur so von monetaristischen Gemeinplätzen, die wie alle Argumente der Oligarchen nichts sind als billige Zwecklügen, so z.B., daß die fortschreitende Technik schuld wäre an der Inflation! Genau denselben Unsinn verzapft der Internationale Währungsfonds (IWF) gegenüber den Entwicklungsländern, die ihre Industrialisierung in Angriff nehmen wollen.

Die Arroganz der Oligarchien

Jedesmal, wenn sich Oligarchen sicher sind, daß sie bereits gewonnen haben, geben sie offen zu, daß sie die wirklichen Führer dieser Bewegung sind. So schlug der Präsident des italienischen „World Wildlife Fund“, Fulco Protesi, im November 1981 in einem Interview mit der italienischen Zeitung Il Mondo vor, daß entweder der Vorsitzende des Club of Rome, Peccei, oder Buzzati Traverso, der Präsident der „Societe Europeen de Culture“, Vorsitzender einer neuen ökologischen Massenpartei in Italien werden sollte. Die Wahl zwischen Peccei und Traverso, das wäre die Wahl zwischen Nato-Geheimdienst und der Global 2000-Fraktion der US-Administration oder einer äußerst einflußreichen „geistigen“ Elitevereinigung der alten venezianischen Oligarchie. Beide stellen lediglich verschiedene Knotenpunkte im selben Netzwerk dar.

Ein solcher Knotenpunkt früher in der Geschichte war der Kreis um die Zeitschrift Die Tat.

Unter dem Begriff „Tatkreis“ faßt man jene Gruppe von einflußreichen deutschen Intellektuellen („konservativen Revolutionären“) zusammen, die sich ab 1908 um den Verleger sammelten und die Monatsschrift Die Tat als Organ anti-christlicher, geopolitischer, mystisch-arischer und später offen faschistischer Bewegungen aufbauten. Diederichs selbst war Herausgeber der von Karl Haushofer gegründeten Zeitschrift für Geopolitik, die den späteren „Drang nach Osten“ geistig vorbereiten half und zu deren Mitarbeitern auch der Vater des heutigen hannoverschen SPD-Vorsitzenden Peter von Oertzen, Friedrich Wilhelm von Oertzen, zählte.

***

Die „Bewegungen“ heute

Um zu der Anfangsthese zurückzukommen: Das Unheil kann nur abgewendet werden, wenn in Deutschland und anderen Teilen der Welt ideengeschichtlich aufgearbeitet wird, worin die Wurzeln des Faschismus lagen und was seine geistige Nachgeschichte ist.

An anderer Stelle haben wir ausführlich entwickelt, was die wirtschaftstheoretischen Grundlagen des Faschismus sind. Auch die Gefahr, daß führende Finanzkreise heute auf die Weltwirtschaftskrise mit faschistischer Wirtschaftspolitik reagieren wollen, ist hinlänglich dokumentiert. Hier sei nur angemerkt, daß ohne ein neues Weltwährungssystem zur Finanzierung breiten Technologietransfers zur Industrialisierung der Dritten Welt als Kriegsvermeidungsstrategie keine wirkliche Lösung gefunden werden kann.

Was die subjektive Seite, die Gefahr faschistischer Massenbewegungen anbetrifft, so ist die ideengeschichtliche Betrachtung unerläßlich, weil nur so verhindert werden kann, daß derselbe Wolf in einem neuen, anders gefärbten Schafspelz auftaucht.

Wenn man den Begriffsapparat, der hier zu entwickeln versucht wurde, auf die Gegenwart anwendet, so wird deutlich, wo das faschistische Potential liegt. Die Kennzeichen sind, und das ist kein „deutsches“ Problem, der Kult des Irrationalismus, der Angriff auf das wissenschaftliche Denken, das Nietzsche die „sokratische Fragestellung“ genannt hat. Weitere Kennzeichen sind, daß der Irrationalismus organisierte Formen annimmt und daß seine Anhänger versuchen, Andersdenkenden diesen ihren irrationalen Willen mit Gewalt aufzuzwingen.

Von diesem Standpunkt kann man sagen, daß Terrorismus generell faschistisch ist, wie ja im übrigen in Italien durch den „P-2“-Skandal bewiesen wurde: die faschistische Internationale kontrolliert „rechten“ und „linken“ Terrorismus durch die logistische Unterstützung der Mafia gleichermaßen.

Faschisten, gleichgültig welcher Nationalität und welcher Zeit sie zugehören, lehnen die Vervollkommnungsfähigkeit des Menschen ab. Sie haben diese oft die „Diktatur der Vernunft“ genannt. Was sie wollen, ist das dionysische, existentialistische Ausleben von Gefühlen, das ungestörte Befriedigen von „Bedürfnissen“ auch auf Kosten der anderen.

Wenn man diese Geisteshaltung vom neuplatonischen oder christlichen Standpunkt betrachtet, also von der Dreiteilung des menschlichen Bewußtseins in sinnliche Begierde, Verstand und Vernunft, dann entspricht dieser unterste Zustand, christlich betrachtet, der Sünde oder, vom humanistischen Standpunkt aus gesehen, extremer Infantilität, die sich in organisierter Form im Faschismus manifestiert.

Wenn ein Zweijähriger seine sinnliche Begierde ausleben will, dann ist das normal und erfordert die liebevolle Erziehung durch die Eltern. Wenn aber angebliche Erwachsene denselben Geisteszustand ausdrücken, dann sind sie geistig unterentwickelt. So ist es kein Zufall, daß diese infantilen Erwachsenen, wenn sie mit einer komplexen Realität in Berührung kommen, die ihre infantilen Phantasien stört, paranoisch reagieren.

Paranoia, die wilde Furcht über die Unzulänglichkeit des eigenen Ichs, ist ein sehr wichtiges Merkmal des Faschismus Paranoia über die innere Leere, gemischt mit dem „grünen Eiter des Ekels“, der im dionysischen Rausch überwunden werden muß. Paranoia ist die ganz normale Konsequenz, wenn Vernunft und Ratio abgelehnt werden.

Es ist höchst aufschlußreich, daß im Tavistock-Institut, dem Londoner Institut für psychologische Kriegsführung, Studien über das Phänomen des „US-Cowboys“ als psychologischem Typus angestellt wurden und dabei die nicht überraschende Tatsache herauskam, daß das Hauptcharakteristikum des „Cowboys“ seine Paranoia ist. Normales Nebeneinander oder Miteinander ist unmöglich, der Cowboy muß entweder „on top“ sein, oder jemand ist „on top of him“.

Diese paranoide Form, die leider schon lange die amerikanische Außenpolitik bestimmt, kann unter einer ungünstigen strategischen Konstellation zum Krieg führen, weil das Realitätsprinzip ausgeschaltet ist und alles nur noch von diesem Aspekt „who is an top“ betrachtet wird,

Wenn man sich also die Frage stellt, wie es kommen konnte, daß in Deutschland Hitler an die Macht kam, obwohl die Mehrheit der Bürger gegen Hitler war, dann wird einiges deutlich für die heutige Situation. Die Mehrzahl der Deutschen waren keine Faschisten, aber sie waren kleine Leute, die sagten „ach, was soll ich denn schon daran ändern“, oder „so schlimm wird es schon nicht werden, das wird schon vorbeigehen“.

Wenn man heute sieht, wie der Brandt-Flügel der SPD, die FDP und die CDU/CSU sich aus wahltaktischen Gründen bei den Grünen anbiedern, dann muß man befürchten, daß diese Politiker nichts aus der Geschichte gelernt haben. Welchen Preis zahlten all die Demokraten, die die Nazis tolerierten, mit ihnen „taktisch“ paktierten, sie für „ihre Zwecke ausnutzen“ wollten?

Damals wie heute darf es keine Zusammenarbeit mit Faschisten geben.

Eine humanistische Erziehung im Geiste der Klassik und der sokratischen Fragestellung, die die ewig Gestrigen so fürchten, ist die beste Medizin gegen die Kräfte des Irrationalismus. Das Christentum und der Humanismus haben nicht nur immer den Fortschritt in der Geschichte der menschlichen Gesellschaft durchgesetzt, sie haben auch die Konzepte hervorgebracht, die wir heute brauchen. Wir sollten mit dem Optimismus, der die Nietzscheschen „Steppenwölfe“ so sehr ärgert, darangehen, sie zu benutzen.

Den ganzen Artikel hier lesen:
https://www.bueso.de/historischen-wurzeln-gruenen-faschismus

Quellen

  • 1. Eine solche Verleumdung wurde z.B. von mehreren, meist linken Presseorganen gegen den früheren Vorstandssprecher der Dresdner Bank, Jürgen Ponto, kurz vor dessen Ermordung durch die BaaderMeinhof-Bande erhoben, nur weil er sich explizit für den Ausbau der Kernenergie ausgesprochen hatte. Der deutsch-amerikanische Raumfahrtwissenschaftler Dr. Krafft Ehricke, der wesentlich zum Aufbau der NASA beigetragen hat, mußte sich kürzlich auf einer Vortragsreise durch die Bundesrepublik als „Neonazi“ beschimpfen lassen, obwohl er über nichts anderes als die Möglichkeiten der Exploration und Industrialisierung des Weltalls sprach. Verschiedene Verleumdungsartikel und -sendungen, z.B. im Spiegel oder dem Hessischen Rundfunk, behaupteten das gleiche über die Autorin, die Vorsitzende der Europäischen Arbeiterpartei (EAP) ist. In allen diesen Fällen laßt sich unschwer nachweisen, daß es sich dabei um schmutzige Operationen bestimmter Gruppierungen, im Fall der EAP der Drogenlobby, handelt.
  • 2. Siehe die Broschüre Unvereinbar: Club of Rome und Menschenrechte, Campaigner-Verlag Wiesbaden, Okt. 1980.
  • 3. Siehe The Ugly Truth About Milton Friedman, von London H. LaRouche, jr. und David P. Goldman. The New Benjamin Franklin House, New York 1980.
  • 4. Eine interessante psychologische Einsicht in den Gemütszustand oligarchischer Kreise vermittelt die 1798 erschienene Schrift von Robert Thomas Malthus, Das Bevölkerungsgesetz.
  • 5. Ebenda, S. 11
  • 6. Ebenda, S. 28.
  • 7. Friedrich Nietzsche, Die Geburt der Tragödie, aus dem Vorwort „Versuch einer Selbstkritik“.
  • 8. Friedrich Nietzsche, Die Geburt der Tragödie.
  • 9. Ebenda.
  • 10. Armin Mohler, op. cit S. 96.
  • 11. Friedrich Nietzsche, Die Geburt der Tragödie.
  • 12. Ebenda.
  • 13. Marilyn Ferguson, The Aquarian Conspiracy. Personal and Social Transformations in the 1980s. J. P. Tarcher, Inc., Los Angeles.
  • 14. Friedrich Nietzsche, Menschliches Allzumenschliches.
  • 15. Friedrich Nietzsche, 1887.
  • 16. Hermann Hesse, Der Steppenwolf, Bibliothek Suhrkamp, Band 226, 1969, S. 31
  • 17. Friedrich Nietzsche, Also sprach Zarathustra.
  • 18. Armin Mohler, op. cit., S. 10
  • 19. Ebenda. S. 4.
  • 20. Der sog. „rote Daniel“ Cohn-Bendit setzte sich im Sommer 1979 für das Demonstrationsrecht der NPD ein und erklärte ausdrücklich, daß rechts und links das gleiche sei. Siehe auch Die grüne Gefahr, hrsg. von der Europäischen Arbeiterpartei, Okt. 1979.
  • 21. Zitiert nach Armin Mohler, op. cit.
  • 22. Siehe Executive Intelligence Review, Special Report, ,Permindex: Britain`s International Assassination Bureau“, 14. November 1981.
  • 23. Romano Guardini, „Die Heilbringer“ in: Mythos, Offenbarung und Geschichte: Eine theologisch-politische Besinnung.
  • 24. Armin Mohler, op. cit.. S. 80
  • 25. Siehe „System Analysis/White Collar Genocide“ von Lyndon H. LaRouche, jr., Executive Intelligence Review, Vol. 8, Nr. 49 und 50, Dez. 1981, sowie die programmatische Rede von Helga Zepp-LaRouche auf der Konferenz des International Caucus of Labor Committees in Mainz, Oktober 1981, abgedruckt in Neue Solidarität, 8. Jg., Nr. 48, 26. Nov. 1981.
  • 26. Armin Mohler, op. cit., S. 82.
  • 27. Ebenda, S. 82.
  • 28. Ebenda, S. 84.
  • 29. Ebenda, S. 84.
  • 30. Ebenda.
  • 31. Hermann Hesse, op. cit., S. 27
  • 32. Ebenda, S. 23.
  • 33. Armin Mohler, op. cit., S. 90.
  • 34. Ebenda, S. 97
  • 35. Ebenda, 5.97.
  • 36. Hermann Hesse, op. cit., S. 196 f.
  • 37. Ebenda, S. 204 f.
  • 38. Armin Mohler, op. cit,. S. 110.
  • 39. Quabbe, S. 7 und 119 f.
  • 40. Armin Mohler, op. cit., S. 100.
  • 41. F.G. Jünger, „Die Perfektion der Technik“.
  • 42. Ebenda.
  • 43. Ebenda.
  • 44. Armin Mohler, „Der Treuem vom Naturparadies“, VDE.
  • 45. Ebenda, S. 76.
  • 46. Zitiert nach Armin Mohler, „Die konservative Revolution in Deutschland.“
  • 47. Ebenda.

Quelle:
https://www.bueso.de/historischen-wurzeln-gruenen-faschismus

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