Das Judentum und die Zahl 6 Millionen


Von Michael Mannheimer, 26. Oktober 2021

Der Holocaust ist das einzige historische Thema, das strafrechtlich geregelt ist.

(Der Holocaust) ist das einzige historische Thema, das strafrechtlich geregelt ist. Dies  ist ein Beweis dafür, dass die Machthaber dieses Thema für das  wichtigste Thema halten, das sie unter ihrer strengen Kontrolle behalten  müssen. Diese  zensierenden, unterdrückenden Mächte sind die wahren Kriminellen – nicht  die historischen Dissidenten, die sie ins Gefängnis schicken.“

Germar Rudolf, Logic and Reason Can and Will Destroy the Holocaust Establishment 

Was nahezu unbekannt ist: Die Bundesrepublik Deutschland hat einen Beschluß des UN-Menschenrechtskomitees aus dem Jahr 2011 unterzeichnet, die für ALLE Unterzeichnerstaaten der UN-Menschenrechtskonvention verbindlich ist, in welchem es heißt:

„Gesetze, welche den Ausdruck von Meinungen zu HISTORISCHEN FAKTEN unter Strafe stellen, sind unvereinbar mit den Verpflichtungen, welche die Konvention den Unterzeichnerstaaten hinsichtlich der Respektierung der Meinungs- und Meinungsäußerungsfreiheit auferlegt.“

Womit klar ist, dass die Verfolgung von Kritikern und selbst Leugnern des Holocausts im eklatanten Widerspruch zum verbindlichen Beschluss des UN-Menschenrechtskomitees aus dem Jahr 2011 steht. Kein einziges Massenmediun hat sich meines Wissens mit diesem Thema jemals beschäftigt, geschweige denn, dass es diesen Beschluss und dessen Unterzeichnung durch die Bundesrepublik Deutschland jemals thematisiert hätte. Damit steht außer Frage, dass all jene Menschen, die, ob zu Recht oder zu Unrecht, den Holocaust als Ganzes oder in einzelnen Teilen infrage stellen, niemals hätten verurteilt werden dürfen nach, wie es etwa im Fall Ursula Haverbeck der Fall ist. Die Gründe dafür liegen für all jene, die sich mit diesem Thema intensiver befasst haben, auf der Hand: Mit der möglichen wissenschaftlichen Falsifizierung des Holocaust steht und fällt eine gesamte, sorgfältig aufgerichtete historische Argumentationskette, die in Deutschland längst zur Staatsdoktrin, ja zur Staatsreligion erklärt wurde – aber vor allem für Israel zu einem Pulverfass werden würde, das sich zu einem Weltkonflikt ausweiten könnte, der ohne Frage das Potenzial hätte, in einen Dritten Weltkrieg überzugehen.

Denn Israels Existenz beruht auf dem Beschluss der Vereinten Nationen vom Mai 1948 und ist maßgeblich an der Behauptung der Juden geknüpft, dass 6 Millionen von ihnen von den Nazis ermordet worden seien. Ohne diesen Narrativ hätte Israel niemals einen Mehrheitsbeschluss zu seiner Gründung inmitten eines von Arabern bewohnten Gebietes erhalten.

Wenn der Holocaust tatsächlich so “offenkundig” wäre, wie die deutsche Justiz behauptet, dann muss man sich fragen, warum jede wissenschaftliche Untersuchung der Vorgänge um den Holocaust entweder eingeschränkt, komplett unterbunden oder sogar mit der Androhung einer 5-jährigen Haftstrafe bedroht wird.


Über den mystischen Hintergrund der Zahl 6 im Judentum

Schon in dem spätestens seit dem 13. Jahrhundert existierenden Zohar, dem wohl bedeutendsten Werk der Kabbala, wird dem die Zahl 6 repräsentierenden hebräischen Buchstaben „Waw“ eine besondere Rolle zugeschrieben:[135] „Die Erlösung Israels wird durch die mystische Kraft des Buchstaben „Waw“ im sechsten Jahrtausend erreicht werden […].“ Weitere Beispiele für die Bedeutung der Zahl 6 in der jüdischen Tradition:

  • Laut Thora wurde die Welt von Gott in sechs Tagen erschaffen.
  • Die „Zahl des Tieres“ besteht aus drei Sechsen (666).
  • Der Davidstern hat sechs Zacken.
  • Sechs mal hundertausend erwachsene Männer sind mit Mose aus Ägypten ausgezogen.
  • Im ersten Vers der Tora befinden sich 6 Alephs (א, erster Buchstabe des hebräischen Alpabets mit dem Zahlenwert 1).[136] Jüdische Mystiker argumentieren deshalb, daß es, da jedes Aleph 1.000 Jahre repräsentiere,[137] 6*1.000= 6.000 Jahre menschliche Geschichte geben müsse.[138]

[135] Vayera 119a. Zit. n. Harry Sperling (Übers.) / Maurice Simon (Übers): The Zohar, Band 1, Neu York 1984, S. 370, ISBN 0900689390:
„The redemption of Israel will come about through the mystic force of the letter vau, namely, in the sixth millenium, and more precisely, after six seconds and a half a time.“
[136] Siehe 1. Mose 1:1 in der Biblica Hebraica
[137]Psalm 90:4 (Luther 1912): „Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache.“
[138] John J. Parsons: As the Day Draws Near. The Messiah and Jewish Philosophy of History

Hinweis Michael Mannheimer: Der Großteil des nun folgenden Textes wurde aus der Online-Enzyklopädie Metapedia “Sechs Millionen” entnommen (Quelle). Metapedia gilt unter linken und den Massenmedien als eine rechtsextremistische Website. Was sie definitiv nicht ist. Im Vergleich zu Wikipedia sind die Informationen, was die Neuzeit, das Dritte Reich, den von den Alliierten vorgeschriebenen Geschichts-Narrativ anbetrifft, wesentlich präziser, genauer und damit wahrhaftiger als alles, was man in Wikipedia dazu findet. Die NWO-Medien haben vor Metapedia so viel Angst, dass bei jeder Google-Suche nach dieser Enzyklopädie ein Fenster aufgeht, in welchem auf die angebliche Gefährlichkeit dieser Website hingewiesen wird. Ich werde in nahe Zukunft anhand von 50 Beispielen zeigen, dass Metapedia in Bezug auf die Deutung der neueren Geschichte wesentlich richtiger liegt als Facebook, Google und Co., die längst allesamt als “Werkzeug des Deep States” entlarvt worden sind (Quelle)


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Mehrfach sollen laut jüdischen “Quellen” 6 Mio. Juden zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten ermordet worden sein

„Diese Zahl ist eine Erfindung, schlicht und einfach – eine Erfindung der Juden, natürlich. Die Juden sind so; sie sind bereit, alles für öffentliche Aufmerksamkeit zu tun.“

Louis Darquier de Pellepoix, Generalkommissar für jüdische Fragen der Vichy-Regierung, im Jahre 1978

Sechs Millionen steht im Zionismus für die Anzahl der Juden,  die zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten Unglaubliches  erlitten hätten, mitunter teilweise oder vollständig ausgehungert oder  gar ermordet worden seien. 

Das ist insofern bemerkenswert, als daß laut jüdischen Angaben im Jahre 1869[8] bzw. 1889[9] weltweit insgesamt sechs Millionen Juden existierten und Meyers Großem Konversations-Lexikon zufolge im Jahre 1905 in Rußland und Rumänien lediglich 5,35 Millionen Juden lebten[10] und in der nächsten Ausgabe der Encyclopædia Britannica von 1911 immer noch von sechs Millionen die Rede war,[11] der Brockhaus aber nur von insgesamt 7½ Millionen auf der Erde lebenden Juden wußte.[12]

[8] In der Zeitung Hebrew National. Zit. n. Religious Intelligence in: New York Times, 31. Oktober 1869
[9] In der Glasgower Zeitschrift Jewish Young Men’s Club. Zit. n. How many Jews are there? in: New York Times, 10. Februar 1889.
[10] „Juden“ in Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 10. Leipzig 1907, S. 328-341
[11] Anti-Semitism“ in: Encyclopaedia Britannica, 11th Edition, Volume 2. (Gutenberg.org)
[12] Brockhaus’ Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 906−907. (Zeno.org)

Obwohl als feststehender Begriff im Zusammenhang mit Juden spätestens seit dem Jahr 1900 von Zionisten verwendet, findet diese Zahl heutzutage ausschließlich Erwähnung in Bezug auf die These eines – gemäß  offizieller Geschichtsschreibung “offenkundigen” – während der Zeit des Nationalsozialismus von Deutschen verübten Massenmordes an sechs Millionen Juden. Dementsprechend hat die Verwendung dieser mittlerweile ins kollektive Bewußtsein eingegangenen Zahl heute meist die Funktion, den „Kampf gegen Rechts“  anzuheizen oder finanzielle und moralische Unterstützung des  Judenstaates bzw. der Judenheit im Allgemeinen zu erheischen, während  sie in früheren Zeiten dazu diente, den jüdischen Umsturz in Osteuropa  („Russische Revolution“ usw.) oder die Masseneinwanderung von Juden nach Palästina zu fördern.

In vollkommener Verkennung der wahren Zusammenhänge behaupten systemtreue Geschichtsschreiber und andere Funktionäre der „westlichen Wertegemeinschaft“ bis heute, die Zahl der sechs Millionen angeblich ermordeten Juden wurde erstmals vor dem Nürnberger Tribunal von Wilhelm Höttl genannt, der diese wiederum von Adolf Eichmann erfahren haben will.

„Die Sechs-Millionen-Zahl wurde erstmals bei den Nürnberger Prozessen genutzt.“

Michael J. Bayzler, Michael Bayzler Bruce Afran / Robert A. Garber: Jews On Trial, KTAV Publishing House, 2005, S. 242, ISBN 0881258687:„The six million figure was first used at the Nuremberg trials in 1945.“

Am 11. Juni 1900 (!) fand in einem in der jüdischen New York Times erschienenen Artikel, der über eine Massenkundgebung von Zionisten unter der Schirmherrschaft der Federation of American Zionists  berichtete, die erste bekannte öffentliche Erwähnung von sechs  Millionen Juden im Zusammenhang mit einer großen Katastrophe statt. Laut  des Artikels soll Rabbi Stephen S. Wise, ein führender Vertreter des American Jewish Congress und bedeutendes Bindeglied zwischen Zionismus und Reformjudentum, in seiner Ansprache gesagt haben:

„Es gibt 6.000.000 lebende, blutende, leidende Argumente zugunsten des Zionismus.“


Quelle: Zionists’ Mass Meeting in: New York Times, 11. Juni 1900.

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Verbleib der sechs Millionen Überreste

War lange Zeit nicht bekannt, wo sich die Tonnen Asche befinden, die bei der Verbrennung von sechs Millionen Menschen übriggeblieben sein müßten, scheint die Suche nun ein Ende zu haben und die Scharen der „Holocaustleugner“, die in der Vergangenheit immer wieder auf die Tatsache hinwiesen, daß bisher nicht ein einziges Massengrab mit angeblich von den Deutschen ermordeten Juden identifiziert wurde, müssen verstummen. Wie die Inschrift eines Grabsteines mitteilt, „ruht die von den Krematorien von Auschwitz stammende Asche der sechs Millionen jüdischen Märtyrer“ auf dem König Salomon Friedhof (King Solomon Cementry) in Clifton, New Jersey, USA.[132] Wie sie dort hinkam, ist bislang nicht bekannt; es bleibt aber zu hoffen, daß auch dieses Geheimnis in einigen Jahrzehnten gelüftet wird.

[132] The Cemetery ProjectThe Museum of Family History


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Die 6 Mio-Saga vor dem Ersten Weltkrieg

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Ansprache Rabbi Wises in der
New York Times vom 11. Juni 1900

Am 11. Juni 1900 fand in einem in der New York Times erschienenen Artikel (s. links= , der über eine Massenkundgebung von Zionisten unter der Schirmherrschaft der Federation of American Zionists berichtete, die erste bekannte öffentliche Erwähnung von sechs Millionen Juden im Zusammenhang mit einer großen Katastrophe statt. Laut des Artikels soll Rabbi Stephen S. Wise, ein führender Vertreter des American Jewish Congress und bedeutendes Bindeglied zwischen Zionismus und Reformjudentum, in seiner Ansprache gesagt haben:

„Es gibt 6.000.000 lebende, blutende, leidende Argumente zugunsten des Zionismus.“

Zionists’ Mass Meeting in: New York Times, 11. Juni 1900.

Etwa ein Jahr später behauptete Michael Sinowitz, daß bereits während des sogenannten Bar-Kochba-Aufstandes von 132 bis 135 n.Chr. sechs Millionen Juden von den Römern getötet worden seien:

„Ein fürchterliches Blutbad entstand, dem nur wenige Hunderttausende entrannen; in Höhlen und in tiefster Einsamkeit verborgen, ernährten sie sich von Leichen und Blut; erst nach Verlauf von Jahren wagten sie wieder, ihre Schlupfwinkel zu verlassen. Mehr als sechs Millionen Juden haben damals ihren Tod gefunden. Im Talmud lesen wir, daß das Blut in Strömen dem nur eine Meile entfernten Meere zugeflossen sein soll.“

Michael Sinowitz: „Licht und Wahrheit über Jesus Christus. Eine Offenbarung über die Unterschiebung des Neuen Testaments und der Kirchengeschichten durch die Schriftgelehrten des Talmuds“, 1901, S. 65f. (PDF-Datei)
Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!

Die Erwähnung der sechs Millionen Juden in diesem Zusammenhang ist  jedoch reine Willkür und wurde sehr wahrscheinlich durch Wise  inspiriert, denn weder der Talmud noch das Midrasch Echa Rabbati, die  beide den Bar-Kochba-Aufstand behandeln, erwähnen diese Zahl, sondern  sprechen von 40 Millionen[5] bzw. 800 Millionen[6] angeblich getöteten Juden. [5]

[5]The Romans laid siege to Bethar in the summer of 135, and Bar-Kokhba’s resistance collapsed in August. The Romans broke into the fortress and Bar-Kokhba was killed in that final battle. For general reasons, it seems unlikely that the Romans carried out a massacre of the Jewish population of Bethar. The only ′evidence′ for a general massacre occurs in the Talmudic literature (including in this context the Midrash Rabbah), which for reasons unknown comments extensively on the siege of Bethar and its supposed aftermath. Except where noted, the Talmudic passages are reproduced in the Appendix to the book Bar-Kokhba by the archaeologist Yigael Yadin. The size of Bar-Kokhba’s Bethar army is given as 200,000 men. Bar-Kokhba is said to have been so tough that, when the Romans catapulted missiles into his fort, he would intercept the missiles with his knee with such force that he would knock them back into the faces of the astonished Romans, killing many. The Talmud goes on to claim that the number of Jews killed by the Romans after the fortress fell was 4 billion ′or as some say′ 40 million, while the Midrash Rabbah reports 800 million martyred Jews. In order to reassure us that these figures are given in earnest, the necessarily accompanying events are set forth. The blood of the slain Jews reached to the nostrils of the Romans’ horses and then, like a tidal wave, plunged a distance of one mile or four miles to the sea, carrying large boulders along with it, and staining the sea a distance of four miles out. The Jewish school children of Bethar, according to the Talmudic literature, were of course not spared by the Romans, who are said to have wrapped each of them in his scroll and then burned all of them, the number of these school children having been either 64 million or at least 150,000 (the approximate present public school population of Washington, DC). The Romans matched the Germans in efficiency, for the bodies of the slain Jews were used to build a fence around Hadrian’s vineyard, which is said to have been eighteen miles square, and blood saved over from the tidal wave was used to fertilize Roman vineyards for seven years. Shades of soap, glue and fertilizer factories!“, Quelle: Arthur Butz, The Hoax of the Twentieth Century, Kapitel 8

[6] […] die Stimme der 80.000 Myriaden Menschen, die der Kaiser Hadrian in Bitther erschlagen hatte […]“, Midrasch Echa Rabbati, Kapitel 2,1, zit. n. Dr. Aug. Wünsche, Midrasch Echa Rabbati, Leipzig 1881, S. 100

Im Jahre 1902 tauchte die Sechs-Millionen-Zahl dann in der zehnten Ausgabe der Encyclopædia Britannica auf, in der man unter dem Stichwort Antisemitismus lesen kann:

„So lange es in Rumänien und Rußland sechs Millionen Juden  gibt, die systematisch degradiert werden und die regelmäßig die  westlichen Grenzen überströmen, wird es weiterhin eine jüdische Frage in  Europa geben […].“ 

Quelle: „Anti-Semitism“ in Encyclopædia Britannica, 1902, 10. Ausgabe, Band 25, S. 482. (Faksimile)While  there remain in Russia and Rumania over six millions of Jews who are  being systematically degraded, and who periodically overflow the western  frontier, there must continue to be a Jewish question in Europe; and  while there are weak governments, and ignorant and superstitious  elements in the enfranchized classes of the countries affected, that  question will seek to play a part in politics.“

Das ist insofern bemerkenswert, als daß laut jüdischen Angaben im Jahre 1869[8] bzw. 1889[9] weltweit insgesamt sechs Millionen Juden existierten und Meyers Großem Konversations-Lexikon zufolge im Jahre 1905 in Rußland und Rumänien lediglich 5,35 Millionen Juden lebten[10] und in der nächsten Ausgabe der Encyclopædia Britannica von 1911 immer noch von sechs Millionen die Rede war,[11] der Brockhaus aber nur von insgesamt 7½ Millionen auf der Erde lebenden Juden wußte.[12]

[8] In der Zeitung Hebrew National. Zit. n. Religious Intelligence in: New York Times, 31. Oktober1869. (Vorschau|PDF)
[9] In der Glasgower Zeitschrift Jewish Young Men’s Club. Zit. n. How many Jews are there? in: New York Times, 10. Februar1889. (Vorschau|PDF)
[10] „Juden“ in Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 10. Leipzig 1907, S. 328-341. (Zeno.org)
[11] „Anti-Semitism“ in: Encyclopaedia Britannica, 11th Edition, Volume 2. (Gutenberg.org)
[12] Brockhaus’ Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 906−907. (Zeno.org)

Deshalb erscheint es auch merkwürdig, daß am 27. November 1902 in der New York Times ein Leserbrief eines gewissen Samuel W. Goldstein erschien, in dem dieser unter der Überschrift „Plädoyer für den Zionismus“ einen Kritiker des Zionismus angreift mit den Worten:

„Hat Dr. Silverman Vertretung der 6.000.000 Juden in Russland, 300.000 in Roumani und den 1.000.000 in Galicien?“

Plea for Zionism in: New York Times, 27. November 1902. (Vorschau|PDF)

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Am 29. Januar 1905 schrieb die New York Times unter der Überschrift „Ende des Zionismus, vielleicht. Sicht eines jüdischen Priesters auf den Aufstand in Rußland.“ über die Predigt eines gewissen Rabbi M. H. Harris im Israel Tempel:

„Er erklärte, daß ein freies und glückliches Rußland mit seinen 6.000.000 Juden möglicherweise das Ende des Zionismus sei, da ein Ende der Autokratie praktisch die Ursachen eliminieren würde, die den Zionismus in die Existenz gebracht hat.“

End of Zionism, maybe in: New York Times, 29. Januar 1905.

Dr. Paul Nathan in der New York Times vom 25. März 1905.

Ein gutes Jahr später, am 25. März 1906, konnte man dann erneut in  der New York Times über die sechs Millionen Juden lesen, diesmal im  Zusammenhang mit einem Vortrag, den ein gewisser Paul Nathan vor einem Publikum in Deutschland hielt:[15]

„Erschreckende Berichte über den Zustand und die Zukunft von Russlands. 6.000.000 Juden wurden auf dem jährlichen Treffen des Central Jewish Relief League Germany am 12. März in Berlin von Dr. Paul Nathan  erstattet, einem bekannten Berliner Verleger, der von einer  ausgedehnten Reise durch Russland zurückkehrte […] Er verließ St.  Petersburg mit der festen Überzeugung, daß die von Rußlands Regierung  untersuchte Strategie für die ‚Lösung‘ der Judenfrage die systematische und mörderische Vernichtung sei.“

Dr. Paul Nathan’s View of Russian Massacre in: New York Times, 25. März 1906. (Vorschau|PDF|Faksimile):„STARTLING reports of the condition and future of Russia´s 6,000,000 Jews were made on March 12 in Berlin to the annual meeting of the Central Jewish Relief League of Germany by Dr. Paul Nathan, a well known Berlin publicist, who has returned from an extensive trip through Russia […] He left St. Petersburg with the firm conviction that the Russian Government’s studied policy for the ‚solution‘ of the Jewish question is systematic and murderous extermination.“


Als Beleg für diese These las Nathan laut des Zeitungsberichtes ein angeblich an Soldaten in Odessa gerichtetes Rundschreiben vor, in dem diese dazu aufgerufen wurden, „aufzustehen  und die Verräter niederzuwerfen, die sich verschwören, um die heilige  Regierung des Zaren umzuwerfen und durch ein jüdisches Reich zu ersetzen“.[16]  Nathans Rede schloß mit einem Aufruf an das Weltfinanzjudentum, Rußland  Einhalt zu gebieten, was offenbar dann auch geschah: Die jüdische  „Verschwörung“ hatte Erfolg, die Bolschewisten vernichteten das Russische Zarenreich und errichteten die Sowjetunion, deren erstes Staatsoberhaupt der Jude Jakob M. Swerdlow war. Bis dahin sollte es allerdings noch rund ein Jahrzehnt dauern, und so klagte gut fünf Jahre später Max Nordau, Mitbegründer der Zionistischen Weltorganisation und Theodor Herzls  Hausarzt, auf dem vom 9. bis 15. August 1911 in Basel stattgefundenen  zehnten Zionistenkongreß in einer am 18. August im Londoner Jewish Chronicle,[17] am 1. September im Pittsburgher Jewish Criterion[18] und am 9. September im Chicagoer Reform Advocate veröffentlichten Rede:

„In zahlreichen großen Städten werden reichhaltige  Bibliotheken für die Verbreitung der Kultur gegründet. Sehr fein! Sehr  schön! Aber tugendhafte Regierungen, die mit solch edlem Eifer für die  Ausbreitung des ewigen Friedens arbeiten, erdulden den Untergang von sechs Millionen  Lebewesen –, und niemand, außer den Opfern, erhebt die Stimme dagegen,  obwohl dies ein unvergleichlich größeres Verbrechen als jeder Krieg ist,  denn noch kein Krieg hat sechs Millionen Menschenleben zerstört.

Die Verwaltung der hero funds und die Verteilung der Zinsen wird in die Händen derjenigen Behörden gelegt, die das Massaker an Juden  begünstigen, wenn sie es auch nicht selbst direkt anstiften, und in den  von großen Philanthropen gegründeten Bibliotheken lesen eifrige  Studenten mit leidenschaftlicher Energie die von Idioten, Verrückten und  Schurken in alten und modernen Zeiten geschriebenen Ritualmord-Geschichten.“

In: The Advocate: America’s Jewish journal, Volume 42, 1911, S. 120:„In  numerous great cities rich libraries are founded for the spread of  culture. Very fine! Very beautiful! But virtuous Governments which work  with such noble zeal for the spread of eternal peace acquiesce in the  downfall of six million creatures––acquiesce, and no-one, except the  victims, raise a voice against it, although this is an incomparably  greater crime than any war, for no war has ever yet destroyed six  million human lives. The administration of hero funds and the  distribution of the interest is laid in the hands of authorities who  favor the massacre of Jews even if they do not themselves directly  instigate them, and in the libraries founded by great philanthropists  eager students read with passionate energy the ritual murder histories  written by idiots, lunatics and rogues in ancient and modern times.“

[16] Dr. Paul Nathan’s View of Russian Massacre in: New York Times, 25. März 1906.
[17] The Jewish Chronicle, 18. August 1911, S. 14f.
[18] The Jewish Criterion, 1. September 1911, S. 3–5: Where Does the Jew Stand? (CMU-Archiv)


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Mit verändertem Wortlaut, doch die sechs Millionen nicht vergessend,  erinnerte Jahrzehnte später der Zionist und „Shakespeare Hollywoods“ Ben Hecht in seinem 1961 erschienen Buch Perfidy an den Kongreß und Nordaus Rede:

„Beim Zionistischen Kongreß von 1911, 22 Jahre bevor Hitler  an die Macht kam und drei Jahre vor dem Ersten Weltkrieg, sagte Nordau:  ‚Was unterstehen sich die Schwätzer, die listigen Amtsklatschbasen, ihre  Münder zu öffnen und von Fortschritt zu prahlen. […] Hier halten sie  Friedenskonferenzen ab, auf denen sie gegen den Krieg reden. […] Aber  dieselben selbstgerechten Regierungen, die so edel, emsig aktiv sind, um  den ewigen Frieden herzustellen, bereiten nach eigenem Geständnis die  vollständige Vernichtung von sechs Millionen Menschen vor, und  obwohl dies ein schlimmeres Verbrechen als jeder Krieg ist, gibt es  außer den Verdammten selber niemanden, der seine Stimme in Protest  erhebt […].‘“

Ben Hecht: Perfidy, Milah Press 1997, S. 254, ISBN 0964688638:„In  the Zionist Congress of 1911, 22 years before Hitler came to power, and  three years before World War I., Nordau said, ‚How dare the smooth  talkers, the clever official blabbers, open their mouths and boast of  progress. […] Here they hold jubilant peace conferences in which they  talk against war. […] But the same righteous Governments, who are so  nobly, industriously active to establish the eternal peace, are  preparing, by their own confession, complete annihilation for six  million people, and there is nobody, except the doomed themselves, to  raise his voice in protest although this is a worse crime than any war  […]‘“

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Am 31. Oktober 1911 konnte man dann in der New York Times lesen:

„Die 6.000.000 Juden Rußlands werden für systematische Unterdrückung und Verfolgung durch das Gesetz ausgesondert.“

Churches in Plea to Czar for Justice in: New York Times, 31. Oktober1 911. (Vorschau|PDF): „The 6,000,000 Jews of Russia are singled out for systematic oppression and for persecution due to process of law.“

Und das American Jewish Year Book 5672 des American Jewish Committee behauptet 1912:

„Rußland hat seit 1890 einen Plan adaptiert, sechs Millionen  seiner Leute aus keinem anderen Grund auszuweisen oder zu vernichten,  als daß sie sich weigern Mitglieder der griechisch-orthodoxen Kirche zu  werden, sondern es vorziehen, Juden zu bleiben.“

American Jewish Commitee: American Jewish Year Book 5672, Vol. 13 (1911-1912), Annual Report of the American Jewish Committee, S. 308 (Archiviert bei WebCite®):  „Russia has since 1890 adopted a deliberate plan to expel or exterminate six millions of its people for no other reason than that they refuse to become members of the Greek Church, but prefer to remain Jews.“

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Die 6 Mio-Saga während des Ersten Weltkrieges

in der New York Times vom 2. Dez.1914
bittet darum, für die sechs Millionen Juden
einen Scheck an Felix M. Warburg zu senden.

Das American Jewish Relief Committee bittet in der New York Times vom 2. Dezember 1914 darum, für die sechs Millionen Juden einen Scheck an Felix M. Warburg zu senden.


„The American Jewish Relief Committee, called into being at a conference of more than 100 national Jewish organizations which was held at Temple Emanu-El on Oct. 25 to consider the plight of more than 6,000,000 Jews who live within the war zone […] The disaster, in which the whole world shares, falls with disproportionate weight upon the jewish people, more then nine millions of whom live in the countries at war and over six millions of these in the actual war zone in Poland, Galicia, and the whole Russian frontier.“

Appeal for Aid for Jews in: New York Times, 2. Dezember1914. (Vorschau|PDF|Faksimile):

Gut vier Monate nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges, am 2. Dezember 1914, veröffentlichte die New York Times einen Spendenaufruf des American Jewish Relief Committee

„… das am 25. Oktober auf einer Konferenz von mehr als  hundert nationalen jüdischen Organisationen im Emanu-El Tempel ins Leben  gerufen wurde, um auf die Notlage von mehr als 6.000.000 Juden aufmerksam zu machen, die in der Kriegszone leben […].“

Appeal for Aid for Jews in: New York Times, 2. Dezember1914. (Vorschau|PDF|Faksimile):

An die Großzügigkeit appellierend forderte das Komitee, dessen Schatzmeister kein geringerer als Felix M. Warburg war, Juden wie Nichtjuden auf, mehr für Juden zu spenden, da

„… das Desaster, an dem die ganze Welt einen Anteil hat,  mit überproportionaler Härte das jüdische Volk trifft, von dem neun  Millionen in den am Krieg beteiligten Ländern leben und davon über sechs Millionen in den eigentlichen Kriegsgebieten in Polen, Galizien und der ganzen russischen Grenze.“


Und am 6. Juni 1915 hieß es im Leitartikel der Neu Yorker Zeitung The Sun:

Seit der Zerstörung des Tempels in Jerusalm gab es für das  jüdische Volk keine dunklere Seite in ihrem Geschichtsbuch als jene,  die die Russische Regierung heute schreibt. Sechs Millionen Juden,  eine Hälfte des jüdischen Volkes weltweit, werden verfolgt, gejagt,  erniedrigt, gefoltert, verhungert. Tausende von ihnen wurden  abgeschlachtet. Hunderttausende Juden, alte Männer, Frauen und Kinder,  werden gnadenlos von Stadt zu Stadt getrieben – getrieben von der  Regierung, angegriffen bei den Truppen ihres eigenen Landes,  ausgeplündert and aufgebracht. […]

Liebe Brüder, habt Erbarmen mit den  sechs Millionen Juden in Rußland und nehmt unsere Seite! Fragt  die russischen Minister, warum wir so gnadenlos gefoltert werden. Unsere  Kinder werden geschlachten in der russischen Armee. Wir steuern ebenso  große Geldsummen bei.“

The Sun (Neu York), 6. Juni 1915, Seite 1: Herman Bernstein, Horrors Worse Than Kishineff Charged Against Russia Today: „Since  the destruction of the Temple in Jerusalem the Jewish people had no  darker page in their history than that which the Russian Government is  writing to-day. Six million Jews, one-half of the Jewish people  throughout the world, are being persecuted, hounded, humiliated,  tortured, starved. Thousands of them have been slaughtered. Hundreds of  thousands of Jews, old men, women and children, are being driven  mercilessly from town to town — driven by the Government, attacked by  the troops of their own country, plundered and outraged. […] Dear  brethren, have mercy on the six million Jews in Russia and take our  part! Ask the Russian Ministers why we are being tortured so  mercilessly. Our children are slaughtered in the Russian army. We are  contributing large sums of money too.“

Am 28. Februar 1916 erwähnte die New York Times unter der Überschrift Schiff gibt $25.000 an Einwanderungsgesellschaft erneut die sechs Millionen Juden in Verbindung mit Stephen S. Wise. Mit Schiff ist hier Jacob H. Schiff  gemeint, einem der einflußreichsten Personen des Finanzjudentums. Und  die „Einwanderungsgesellschaft“ ist nicht irgendeine, sondern die  jüdische Hebrew Sheltering and Immigrant Aid Society, deren Präsident im Artikel zitiert wird mit

„Fast sechs Millionen Juden sind ruiniert im größten moralischen und materiellen Elend. […] Und die Welt schweigt […].“

Schiff Gives $25,000 to Immigrant Society in: New York Times, 28. Februar1916. (Vorschau|PDF): „Nearly six million Jews are ruined.” he said “in the greatest moral and material misery […] And the world is silent […]“

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Die Finanziers der „Russischen“ Revolution
Felix M. Warburg (1. v. l.), Jacob H. Schiff (1. v. r.)
und der Gründer des Joint Distribution Committee
Rabbi Aaron Teitelbaum (2. v. l.)
bei einer Versammlung des
American Jewish Committee am 16. August 1918

Auch das American Jewish Committee, in dessen Vorstand Schiff saß, erwähnt die sechs Millionen Juden 1916 in seiner Publikation The Jews in the Eastern War Zone, in der auf Seite 19 geschrieben steht:

„Rußland erhielt die meisten seiner Juden durch die Teilung Polens von 1773 bis 1795.  […] es behandelte die Juden mit aussergewöhnlicher Härte […]  Dadurch, daß sie auf die Gegenden beschränkt wurden, in denen sie zur  Zeit der Teilung gerade lebten, erzeugte es ein Ghetto, das größer war  als jedes im Mittelalter bekannte; […] es hat sie praktisch in eine  Strafsiedlung verwandelt, in der sechs Millionen menschliche  Wesen, die nur des Festhaltens an ihrem jüdischen Glauben schuldig sind,  gezwungen sind, ihr Leben in Schmutz und Elend, in ständiger Furcht vor  einem Massaker, der Willkür der Polizei und einer korrupten Verwaltung  ausgeliefert – kurz, ohne Rechte und sozialem Status – zu leben.“[

The American Jewish Committee: The Jews in the Eastern War Zone, The American Jewish Committee, New York 1916, S. 19: „Russia acquired the great bulk of her Jewish population through the partitions of Poland, from 1773 to 1795. Strongly medieval in outlook and organization as Russia was at that time, she treated the Jews with the exceptional harshness which the medieval principal and policy sanctionded and required. By confining them to those provinces where they happen to live at the time of the partition, she created a Ghetto greater than any known to the Middle Ages; […] she has virtually converted it into a penal settlement, where six million human beings guilty only of adherence to the Jewish faith are compelled to live out their lives in squalor and misery, in constant terror of massacre, subject to the caprice of police officials and a corrupt administration — in short, without legal right or social status.“

Ein weiteres Mal im Zusammenhang mit Stephen S. Wise, Felix M. Warburg und Jacob H. Schiff tauchten die sechs Millionen Juden am 18. Oktober 1918 in der New York Times auf. In dem betreffenden Artikel – der einen Plan des Joint Distribution Commitee darlegt, die Judenheit „wiederaufzubauen“, wofür Juden wie Nichtjuden um Geld gebeten werden -, hieß es unter anderem:


Sechs Millionen Seelen werden Hilfe benötigen, um ein  normales Leben aufzunehmen, wenn der Krieg vorüber ist. […] Komitee  amerikanischer Juden legt Plan für die größte humanitäre Aufgabe in der  Geschichte dar. […] 6.000.000 Juden brauchen Hilfe.“[

New York Times, 18. Oktober 1918. (Vorschau|PDF):„Six Million Souls Will Need Help to Resume Normal Life When War Is Ended. […] Committee of American Jews Lays Plans for the Greatest Humanitarian Task in History. […] 6,000,000 Jews Need Help.

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Die 6 Mio-Saga zwischen den beiden Weltkriegen

Nach der Oktoberrevolution  und der damit erfolgten Ersetzung der russischen durch eine jüdische  Regierung waren es dann plötzlich sechs Millionen Juden in der Ukraine  und Polen, die in größter Gefahr schwebten. Am 8. September 1919  berichtete die New York Times über einen Kongreß der Federation of Ukrainian Jews (Vereinigung Ukrainischer Juden in den USA):[28]

„Massenkundgebung berichtet daß 127.000 Juden getötet wurden und 6.000.000  in Gefahr sind. […] Von den Rednern wurden Geschichten erzählt von  Massakern, bei denen 127.000 Juden entweder getötet oder verletzt  wurden. […] Der Präsident [der Federation of Ukrainian Jews]  berichtete, daß es 3.000.000 Juden in der Ukraine und diesselbe Anzahl  in Polen gibt, die Unterstützung von Amerika benötigen. […] Diese  Tatsache, daß die Bevölkerung von 6.000.000 Seelen in der Ukraine  und in Polen durch Worte und Taten erfahren haben, daß sie vollständig  vernichtet werden – diese Tatsache steht vor der Welt als das größte  Problem der heutigen Zeit.“

Ukrainian Jews Aim to Stop Pogroms in: New York Times, 8. September 1919. (Vorschau|PDF):  „Mass Meeting Hears That 127,000 Jews Have Been Killed and 6,000,000 Are in Peril. […] Tales of massacres in which 127.000 Jews had either been killed or wounded during the last six month were told by the speakers […] The President reported that there were 3,000,000 Jews in Ukrainia and a like number in Poland, all of whom were in need of assistance from America. […] This fact that the population of 6,000,000 souls in Ukrainia and in Poland have recieved notice through action and by word that they are going to be completely exterminated – this fact stands before the whole world as the paramount issue of the present day.“

Ähnliche, an die Emotionen und Güte der Amerikaner appellierende  Artikel und Spendenaufrufe erschienen etwa zur gleichen Zeit auch in  anderen Zeitungen. Am 5. Oktober hieß es bspw. in The Gazette Times in Bezug auf eine Spendenkampagne des Jewish War Relief Committee, des American Jewish Relief Committee und anderer jüdischer „Hilfsorganisationen“:

„Mehr als 6.000.000 ältere Männer und Frauen und  kleine Kinder in den kriegsgeplagten Gebieten sind  vollkommen  mittellos, und in Osteuropa allein gibt es mehr als 800.000 Kinder, die  keine andere Nahrungsquelle haben, als die, die vom gemeinsamen  Verteilungskomitee, einem Zusammenschluß der verschiedenen jüdischen  Hilfsorganisationen Amerikas,  bereitgestellt wird […] Unter den  Millionen die unter den Unterdrückern gelitten haben, wurde niemand so  leidgeprüft, wie der Jude. Sie wurden durch Hunger in die Verzweiflung  getrieben, ihnen wurde Kleidung und Unterkunft verwehrt und sie wurden  zwischen dem oberen und unteren Mahlstein zerieben durch Vertreibung zu  Hause und Invasion von außerhalb. In diesem Augenblick verhungern 6.000.000 Juden  und nichts, außer der Großzügigkeit der Amerikaner kan sie retten. Dies  ist das erste Mal, daß die jüdische Rasse einen allgemeinen Aufruf zur  finanziellen Unterstützung an die amerikanische Öffentlichkeit richtete[30]  […] Der Jude hat auf beträchtliche Weise zum Fortkommen und Wohlstand  aller Nationen der Erde beigetragen. Kein Volk war patriotischer und  freiheitsliebender. Er kämpfte unter der Flagge jeder Nation im Namen  der Freiheit und der Gerechtigkeit für die Menschheit. […] Sechs Millionen Juden stehen vor dem Verhungern. Laßt uns ihren Ruf nach Hilfe beantworten.“

The Gazette Times, 5. Oktober 1919, S. 8: Tomorrow Day For Launching Of Jews’ Drive (Google-Nachrichten)„More  than 6,000,000 aged men and old women and little children in the war  ridden zones  are absolutely destitute, and in Easter Europe alone there  are more than 800,000 children who have no other source of food than  that supplied by the joint distribution committee which is the  disbursing agency of the various Jewish relief committees in America.  […] Among the millions who have suffered at the hands of the oppressor  during the war, none has been more sorely tried than the Jew. They have  been driven desperate by starvation, denied clothing and shelter and  ground between the upper and nether millstones by persecution at home  and invasion from abroad. At this moment 6,000,000 Jews are starving and  nothing but the generosity of the American people can save them. This  is the first time that the Jewish race has ever made a general appeal to  the American public for financial help […] The Jew has contributed in  a substantial way to the advancement and prosperity of all the nations  of the earth. No people have been more patriotic, more liberty loving.  He has fought under the flag of every nation in the name of liberty and  justice for mankind.  […] Six million jews face starvation. Let us  respond to their call for help.“

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Und der San Francisco Chronicle schrieb am 19. Oktober unter der Überschrift „6.000.000 Juden bei der Essensausgabe“ ein Artikel von dem „bekannten Philantropen und Kaufmann“ Nathan Straus, in dem dieser von den „noch nie so schrecklich gewesenen“ Umstände der europäischen Juden berichtet:[31]

Sechs Millionen Juden von den weltweit 16.000.000,  oder beträchtlich mehr als ein Drittel der gesamten jüdischen Rasse,  stehen zurzeit bei der Essensausgabe oder bekommen die Suppe, von der  sie leben, von der Suppenküche des Joint Distribution Committee of American Funds for Jewish War Sufferers.“

San Francisco Chronicle, 19. Oktober 1919, 6.000.000 JEWS IN BREAD LINE, STRAUS WRITES.. (Faksimile):„6.000.000 JEWS IN BREAD LINE, STRAUS WRITES. More Than Third of Entire Race in World Reduced to Despair in Europe. […] Six million Jews, out of the 16.000.000 in the world, or considerably more than a third of the entire Jewish race, are today standing in bread lines or getting the soup on which they live from the soup kitchens of the Joint Distribution Committee of American Funds for Jewish War Sufferers.“

Kurz darauf, am 31. Oktober 1919, erschien im The American Hebrew ein Artikel von Martin H. Glynn,  in dem zum ersten Mal die Katastrophe, die den sechs Millionen Juden  angeblich drohte bzw. teilweise schon widerfahren war, mit dem  englischen Wort holocaust bezeichnet wurde. Unter der Überschrift „Die Kreuzigung der Juden muß aufhören“ schreibt Glynn unter anderem:[32]

Sechs Millionen Männer und Frauen sterben, weil ihnen  das notwendigste zum Leben fehlt; […] Und dieses Schicksal ereilt sie  ohne eigene Schuld, ohne ein Übertreten der Gesetze Gottes oder des  Menschen, sondern durch die bigotte Lust auf jüdisches Blut. In diesem Holocaust des menschlichen Lebens […]“

Martin H. Glynn: The Crucifixation of Jews Must Stop, 31. Oktober 1919 in The American Hebrew (Faksimile): „Six million men and women are dying from lack of the necessaries of life; […] And this fate is upon them through no fault of their own, through no transgression of the law of god or men, but through the […] bigoted lust for Jewish blood. In this threatened holocaust of human life […]

Am selben Tag war außerdem in der Zeitung Evening Tribune Providence eine Anzeige bezüglich einer jüdischen Hilfskampagne geschaltet, in der zu lesen war

„Inmitten der Kampagne zur Unterstützung der sechs Millionen Juden Osteuropas, sind wir nicht unaufmerksam gegenüber den Leistungen anderer stattfindenden Aktivitäten.“

Evening Tribune Providence, 31. Oktober 1919 (Faksimile): „In the midst of our campaign for the relief of the six million Jews of Eastern Europe, we are not unmindful of the merits of other activities close at hand.“

In seiner Funktion als Vorstandsmitglied des Joint Distribution Committee of American Funds for Jewish War Sufferers wurde am 12. November 1919 Felix M. Warburg in der New York Times mit den Worten zitiert:

„Die Juden waren die größten Leidenden in diesem Krieg  […] Die aufeinanderfolgenden Schläge der streitenden Armeen haben das  Rückgrat des europäischen Judentums gebrochen und sechs Millionen  Seelen, oder die Hälfte der jüdischen Bevölkerung der Erde, zu tragisch  unglaublicher Armut, Hunger und Krankheit reduziert. Das jüdische Volk  in Osteuropa hat, durch bloßen Zufall der geographischen Lage, mehr  gelitten als jeder andere Teil der Bevölkerung.“

TELLS SAD PLIGHT OF JEWS in: New York Times, 12. November 1919. (Vorschau|PDF):
The Jews were the worst sufferers in the war […] The successive blows of contending armies have all but broken the back of European Jewry and have reduced to tragically unbelievable poverty, starvation and disease about 6,000,000 souls, or half the Jewish population of the earth. The Jewis people throughout Eastern Europe, by sheer accident of geography, have suffered more than any other element of the population […] For more than four years the war on the Eastern front was fought largely in the centers of Jewish population […] after the cataclysm of the last few years it is too much to expect this Jewry to become self-sustaining in a short twelve-month.

Am 7. Mai 1920 fand dann Stephen S. Wise erneut im Zusammenhang mit sechs Millionen leidenden Juden Erwähnung. In einem Artikel der New York Times über eine Spende von Nathan Straus für jüdische Kriegsleidende hieß es:

„Der Fundus für jüdische Kriegsleidende in Zentral- und Osteuropa, wo sechs Millionen erschreckenden  Verhältnissen gegenüberstehen, wurde gestern mit einer $ 100.000 Spende von Nathan Straus angereichert. Rabbi Stephen S. Wise kündigte die Spende gestern an […].“

JEWISH WAR AID GETS $100,000 GIFT in: New York Times, 7. Mai 1920.
:„The fund for Jewish war sufferers in Central and eastern Europe, where six million face horrifying conditions of famine, disease and death, was enriched yesterday by a contribution of $100,000 from Nathan Straus. Rabbi Stephen S. Wise announced the gift yesterday […]“

Die Gegenwehr der russischen Bevölkerung während des  bolschewistischen Umsturzes wurde von Juden immer wieder als Massaker an  Unschuldigen dargestellt, wie bspw. durch Joseph Kreinin, seines Zeichens Präsident des Russian Joint Board of Jewish Societies, der am 20. Juli 1921 in der New York Times zitiert wurde mit:

„Rußlands 6.000.000 Juden stehen vor der Vernichtung  durch ein Massaker. Während sich die Hungersnot ausbreitet, gewinnt die  contra-revolutionäre Bewegung an Stärke und die Kontrolle der Soviets  schwindet. […] Ich erwarte nicht viel von irgendwelchen politischen  Schritten, da die Soviets überall die Kontrolle verlieren, außer in den  Städten. Die Massaker treten meist auf dem Lande auf. Die einzige  Hoffnung für die Millionen Juden ist die materielle und politische  Unterstützung Amerikas.“

Joseph Kreinin in: BEGS AMERICA SAVE 6,000,000 IN RUSSIA in: New York Times, 20. Juli 1921.
„Russia’s 6,000,000 Jews are facing extermination by massacre. As the famine is spreading, the counter-revolutionary movement is gaining and the Soviet’s control is waning. […] I cannot expect much effect from any political steps, as the Soviets are loosing control everywhere except in the cities. The massacres are occuring chiefly in the small towns. The only hope for the millions of Jews is for American aid, both material and political.“

Nach der erfolgreichen Installation des Sowjet-Regimes in Rußland war  es zunächst still um die sechs Millionen Juden, bis sich zehn Jahre  später der Zionist und Gründer des Reformjudentums in den VSA, Rabbi Jonah Wise, zu Wort meldete. Am 26. Dezember 1931 berichtete The Montreal Gazette unter der Überschrift Sechs Millionen Juden stehen vor dem Verhungern von einem Aufruf Rabbi Wises an das Judentum in Kanada:

Sechs Millionen Juden in Osteuropa stehen vor dem  Verhungern, und sogar Schlimmerem, während des kommenden Winters. Wenn  nicht zusätzliche Gelder vom American Joint Distribution Commitee  gesammelt werden, um ein geschätztes Budget von $2.500.000 zu erreichen,  wird noch nie dagewesenes Chaos und Elend zur ewigwährenden Schande der  ganzen Menschheit gereichen […].“

The Montreal Gazette, 26. Dezember 1931, SIX MILLION JEWS FACE STARVATION
„Six million Jews in Eastern Europe face starvation, and even worse, during the coming winter. If additional funds are not collected by the American Joint Distribution Commitee to meet an estimated budget of $2.500.000 unprecedented havoc and misery will rule to the everlasting shame of humanity at large […]“

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Nach der nationalsozialistischen Regierungsübernahme

Ab 1936 regte sich vermehrt Widerstand der autochthonen Bevölkerung Palästinas gegen die britische Besatzung und die Massenimmigration von Juden, in dessen Folge die sogenannte Peel-Kommission  eingesetzt wurde, die am 7. Juli 1937 erstmals die Teilung Palästinas  in einen jüdischen und einen arabischen Teil vorschlug, um den „nicht  beizulegende Konflikt […] zwischen zwei nationalen Gemeinschaften  innerhalb der engen Grenzen eines kleinen Landes“ zu lösen.[38] Arabischerseits wurde der Vorschlag − mit Ausnahme von König Abdallah von Transjordanien − kategorisch abgelehnt, und der Großmufti von Jerusalem, Mohammed Amin al-Husseini,  forderte die vollständige Aussetzung der jüdischen Immigration. Auf der  Seite der Juden waren die Meinungen in dieser Frage gespalten: Man  wollte zwar einen jüdischen Staat in Palästina errichten, aber eine  Teilung zu diesem Zeitpunkt hätte bedeutet, sich verbindlich auf einen  sehr kleinen Teil Palästinas zu beschränken, was keineswegs die Absicht  der Juden war. So sagte der Zionistenführer Chaim Weizmann am 25. November 1936 in seiner von Juden als „die großartigste Erklärung seit der Balfour Deklaration“ gehandelten Rede vor der „Königlichen Kommission“ in Palästina:[39][40]

„Der Anreiz und die Hoffnung, die den Zionismus belebt, kann  nicht verstanden werden ohne Beziehung zu der Position des jüdischen  Volkes in Zentral- und Osteuropa, wo sechs Millionen Juden sich in einer Position befinden, die weder Leben noch Tod ist.“

[39] The Jewish Western Bulletin, 11. Dezember 1936: Before the Royal Commission – Dr. Weizmann Says… „The stimulus and hope which animate Zionism cannot be understood without relationship to the position of the Jewish people in Central and Eastern Europe, where six million Jews are in a position which is neither life nor death.“
[40] Siehe auch The Times (London), 26. November 1936: The Jewish Case – Dr. Weizann before the Royal Commission

[38] Report of the Palestine Royal Commission, Juli 1937. (HTML|[unispal.un.org/pdfs/Cmd5479.pdf PDF])


Bezugnehmend auf diese Rede sagte Weizmann etwa ein Jahr später auf der 20. Zionistischen Konferenz am 4. August 1937 in Zürich:

„Ich sagte der königlichen Kommission, daß die Hoffnungen von sechs Millionen Juden auf Emigration beruhen. Dann wurde ich gefragt: ‚Aber können Sie die sechs Millionen nach Palästina bringen?‘ Ich antwortete: ‚Nein. Ich bin vertraut mit  den Gesetzen der Physik und Chemie und ich kenne die Kraft materieller  Faktoren.‘ “

Chaim Weizmann / Barnet Litvinoff: The Letters and Papers of Chaim Weizmann: Series B. Papers. Volume II, December 1931 – April 1952, Transaction Books, Rutgers University, Israel Universities Press 1984, S. 286„I told the Royal Commission that the hopes of six million Jews are centered on emigration. Then I was asked: ‘But can you bring six million to Palestine?’ I replied, ‘No. I am acquainted with the laws of physics and chemistry, and know the force of material factors. In our generation I divide the figure by three, and you can see in the depth of the Jewish tragedy: two millions of youth, with their lives before them, who have lost the most elementary of rights, the right to work’.“
1937-12-24 - Manchester Guardian - S. 20 - Jewish Opponents of Partition.jpg

Manchester Guardian vom 24. Dezember 1937Um die Frage der Partition und die sechs Millionen Juden drehte sich auch ein Artikel des Sekretärs der New Zionist Organization, Abraham Abrahams, im Manchester Guardian vom 24. Dezember 1937, in dem dieser gegen eine Aufteilung argumentierte und u. a. schrieb:

„Es gibt etwa sechs Millionen Juden, die persönlich  der Emigration bedürfen, was bedeutet, daß genausoviele, obwohl nicht  bereit, selber nach Palästina zu emigrieren, aufs äußerste betroffen vom  Erfolg oder Mißerfolg des zionistischen Unternehmens sind.“

Manchester Guardian, 24. Dezember 1937, S. 20: Jewish Opponents of Partition: „There are about six million Jews in personal need of emigration, which means that as many again, though not prepared to go to Palestine themselves, are by now vitally concerned with the success or failure of the Zionist enterprise.“

Die New York Times zitierte am 9. Januar 1938 einen gewissen von einer Europareise zurückkehrenden Dr. Kahn mit:

„Verfolgte Juden nehmen zu […] sechs Millionen Opfer […]“

Persecuted Jews Seen On Increase in: New York Times, 9. Januar 1938

Und der britische Guardian berichtete unter der Überschrift „Misere der Juden in Österreich“ am 4. April 1938 über eine Rede, die ein gewisser S. Brodetsky, Vorstandsmitglied des Zionistischen Weltkongresses, am Vorabend vor einer Versammlung der Manchester Zionist Association  hielt. Laut des Artikels klagte Brodetsky in seiner Ansprache über die  schlimme Lage der österreichischen Juden, die „so schlimm ist, daß  niemand sich eine Vorstellung davon machen kann“, deren einzige Hoffnung  Palästina sei und suggerierte, daß Großbritannien sicher ein Interesse  daran habe, an einem so wichtigen strategischen Punkt wie Palästina eine  große Anzahl Juden mit großen Bindungen der Dankbarkeit und  Freundschaft zum Empire zu haben:

Sechs Millionen Juden sind im Moment gefangen in Ländern, in denen Demokratie, Freiheit und menschlicher Anstand nicht verstanden werden.“

The Guardian, 4. April 1938, S. 11: Plight of Jews in Austria )„‚Six million Jews at this moment are trapped like rats in lands where democracy, freedom, and human decency are not understood. […] The only hope of a future for the Jews was to secure the fundamental right of every people to live in its own State.‘ […] Palestine represented that hope […] and he was convinced also that the [British] Government was not unaware of the advantages of having a large number of Jews with the strongest ties of gratitude and friendship for Britain at so vital a key to Empire communications as Palestine.“

Am 22. November 1938, also kurze Zeit nach der sogenannten Reichskristallnacht, berichtete die Londoner Times von einer Botschaft, die der britische Politiker Sir John Haslam (1878-1940) am Vorabend an ein öffentliches Treffen der New Zionist Organization  sandte und in der er für die Massenemigration von Juden nach Palästina  und die Formierung einer jüdischen Nationalversammlung wirbt. In der  Nachricht heißt es laut des Artikels,

„das Problem umfasse nun sechs Millionen Juden.

The Times (London), 22. November 1938: Treatment of German Jews

Am 17. Mai 1939 veröffentlichten die britische Regierung das sogenannte „MacDonald-Weißbuch“, durch das sie bei gleichzeitigem Festhalten an der Balfour-Deklaration den Arabern u. a. (wahrheitswidrig (MM)) zusicherte,

„daß es nicht ihre Politik ist, aus Palästina einen jüdischen Staat werden zu lassen“.

Avalon Projekt: British White Paper of 1939

Unter dem Druck der vorangegangenen arabischen Aufstände sollte so die antijüdische und deutschfreundliche Politik von Hadsch Mohammed Amin al-Husseini vereitelt und die Araber in ihrem geplanten Krieg gegen Deutschland auf ihre Seite gezogen werden.


Die 6-Mio-Saga während des Zweiten Weltkrieges

In der Juli/August-Ausgabe von 1939 des vom American Jewish Committee herausgegebenen Contemporary Jewish Record konnte man lesen, der Deutsche Hans Ziegler schreibe in seinem kurz vor dem Polenfeldzug erschienen Buch Juden und der Weltkrieg:

„[…] eines der lohnenswerten Ergebnisse des kommenden Weltkrieges würde die Vernichtung der sechs Millionen Juden  in Ost- und Zentraleuropa sein. Andere Warnungen des gleichen  schrecklichen Charakters wurden in den vergangenen Jahren von anderen  Nazi-Beamten und -Publikationen geäußert.

American Jewish Committee: Contemporary Jewish Record, Volume 2, Juli/August 1939

The Jewish Criterion 1939

Gleiches behaupteten mit exakt dem selben Wortlaut die jüdische Wochenzeitung The Jewish Criterion (Pittsburgh, VUA) im Oktober[48] und die jüdische Monatsschrift The Southern Israelite (Georgia, USA) im November 1939.[49] Allerdings hat weder Hans Ziegler je ein Buch mit dem Titel Juden und der Weltkrieg geschrieben,[48] noch wurde etwas Vergleichbares von irgendwem sonst im  nationalsozialistischen Deutschen Reich geschrieben oder gesagt. Es  handelt sich also um eine bloße Erfindung jüdischer Kreise. Ein Buch mit  dem Titel Die Juden und der Weltkrieg existiert jedoch tatsächlich. Es wurde geschrieben von Felix A. Theilhaber, der im ersten Weltkrieg als Arzt in der Wehrmacht diente und 1933 nach Palästina ging.  An die Kampagnen um den ersten Weltkrieg herum anklingend hieß es am 17. Mai 1940 in einem Artikel des Ohio Jewish Chronicle über die Ernennung des Geschäftsmannes Robert W. Schiffs zum Vorsitzenden einer Spendenkampagne des United Jewish Fund of Columbus:

„Über sechs Millionen Juden in Mittel- und Osteuropa droht die große Gefahr der Vernichtung als ein Ergebnis des Krieges und der Unterdrückung.“

Ohio Jewish Chronicle, 17. Mai 1940, Seite 1: Robert Schiff Heads 1940 United Jewish Fund Drive. (Archiv)„Over six million Jews in Central and Eastern Europe are faced with great danger of annihilation as the result of the sweep of war and oppression.“

[48] The Jewish Criterion, 13. October 1939, S. 2, Review of Events (CMU Libraries: The Pittsburgh Jewish Newspaper Project
[49] The Southern Israelite, 28, November 1939, S. 141, The World Looks On. (Georgia Historic Newspaper: The Southern Israelite
[50] Vgl. Deutsche National Bibliothek


Am 25. Dezember 1942 schrieb der mittlerweile zum Zionisten mutierte ehemalige Kommunist Victor Gollancz in London ein an Engländer und US-Amerikaner adressiertes Pamphlet mit dem Titel Let My People Go, in dem er zunächst behauptete,

„von den circa sechs Millionen Juden,  die bei Ausbruch des Krieges in dem, was im Moment Nazi-besetztes  Europa ist, lebten, wurde ein hoher Prozentsatz – zwischen einer und  zwei Millionen – absichtlich von den Nazis und ihren Verbündeten  ermordet“,

Victor Gollancz, Let My People Go, 25. Dezember 1942. Zit. n. Jewish Frontier Association, The massacre of a people: what the democracies can do, New York, 1943

um dann zu „prophezeien“:

„Wenn nichts effektives getan wird, dann werden in wenigen Monaten alle diese sechs Millionen Juden tot sein.“

Victor Gollancz, Let My People Go, 25. Dezember 1942. Zit. n. Jewish Frontier Association, The massacre of a people: what the democracies can do, New York, 1943, S. 22.

Unter dem Effektiven, das getan werden sollte, stellte sich Gollancz, der in der Folge zum Vizepräsidenten des National Committee for Rescue from Nazi Terror  gemacht wurde, natürlich die Öffnung Palästinas für die Juden vor. Das  Anfang 1943 veröffentlichte Pamphlet wurde innerhalb von drei Monaten  etwa eine Viertel Million mal verkauft[53] und unter anderem im Kanadischen Parlament[54] sowie am 30. Januar in der Hull Daily Mail (England)[55] und am 15. Mai in The Advertiser (Kanada)[56] einschließlich der „Sechs-Millionen-Prophezeiung“ zitiert.

[53] Ruth Dudley Edwards: Victor Gollancz: A Biography, Victor Gollancz Ltd., 1987, S. 371ff.
[54] House of Commons (Hg.): Debates: official report, Volume 5, Queen’s Printer, 1944, S. 4606: „I should like to read a bit from a pamphlet entitled “Let My People Go,” written by Victor Gollancz“
[55] Hull Daily Mail, 30. Januar 1943, S. 3: Hitler and the Jews
[56] The Advertiser (Adelaide), 15. Mai 1943, S. 3: Appeal on Behalf Of The Jews


Ebenfalls Anfang 1943 fing auch die Kirche von England an, in der  Gerüchteküche mitzumischen und bloße Behauptungen als Tatsachen  darzustellen. In einer Anrufung an die Regierung fabulieren die  Erzbischöfe von Canterbury, York und Wales im Namen des anglikanischen  Episkopats:

„Die bereits ausgeführte Vernichtung ist Teil der Ausführung von Hitler’s oft wiederholter Absicht, die Juden in Europa zu vernichten, was letztlich die Vernichtung von circa 6.000.000 Personen in Hitlers Einflußgebiet bedeutet.“

The Times, 25. Januar 1943, Refuge For Jews In The Empire: Bischop’s Appeal To The Government.

Am 27. Januar konnte man im britischen Guardian auf Seite 4 einen „Vorschlag zur Rettung der Juden“ des  Vorsitzenden der britischen Abteilung des Jüdischen Weltkongresses und Mitglied des britischen Parlamentes Samuel Sydney Silverman lesen, der darin bestand, die zum damaligen Zeitpunkt offiziell noch gar nicht existierenden „Vereinten Nationen“ sollen die Deutschen davor bewahren, „mitten im 20. Jahrhundert das größte Blutbad der Geschichte“  zu begehen, indem sie ihnen anbieten, jeden Juden aufzunehmen, den die  Deutschen gehen lassen würden. Silverman, der etwa ein halbes Jahr zuvor  das sogenannte Riegner-Telegramm in die USA an Rabbi Stephen Wise weiterleitete, führte in dem Artikel unter anderem aus:[58

„Als die Vereinten Nationen  von dieser Tatsache [des angeblichen deutschen Planes der Ermordung  aller Juden] überzeugt waren, war der Plan schon seit fast sechs Monaten  aktiv und ein beträchtlicher Teil davon bereits ausgeführt. Ungefähr sechs Millionen Leben blieben in drohender Gefahr.“

The Guardian, 27. Januar 1943, S. 4, A Proposal to Save the Jews (Faksimile):„By the time that the United Nations were convinced of this fact the plan had been in active operation nearly six month and a substantial part of it alread executed. Some six million lives remained in imminent peril.“

Auch die britische Zeitung Western Morning News berichtete am 5. Februar 1943, daß 

„… es einige gibt, die der Ansicht sind, Hitler  beabsichtige die Vernichtung der Juden im besetzten Europa, deren Zahl  sich auf sechs Millionen beläuft. […] Wir können weder sechs Millionen hier aufnehmen, noch die Haltung anderer Regierungen diktieren.“

Western Morning News, 5. Februar 1943, S. 2: The Jews. (Faksimile)„There are some who hold that Hitler’s set purpose is the extermination of the Jews in Occupied Europe, numbering about six millions. […] We can neither accomodate six million here nor dictate the attitude of other Governments.“

Ebenfalls im Februar 1943 erschien in Reader’s Digest ein Artikel von Ben Hecht (MM: jüdischer Schriftsteller), in dem dieser schreibt:[60]

„Von diesen sechs Millionen Juden wurde bereits fast  ein Drittel durch die Deutschen, Rumänier und Ungaren niedergemetzelt  und die  vorsichtigsten Schätzungen gehen davon aus, daß ein weiteres  Drittel getötet wird bevor der Krieg endet.“


Auf einer vom 25. bis zum 29. September 1944 stattfindenden Versammlung[61] der VS-amerikanischen, jüdisch dominierten Gewerkschaft United Electrical, Radio and Machine Workers of America, deren Forschungsdirektor Nathan Spero war,[62] wurde gesagt:

„Die Geschichte kennt keine Parallele zu den bestialischen  Grausamkeiten, die dem jüdischen Volk Europas zugefügt wurden durch die  Nazis und ihre Satelliten, deren kühl kalkuliertes Programm der  Vernichtung aller europäischen Juden beinahe gelang, fast sechs Millionen Juden  sind kaltblütig ermordet worden, […] Viele Tausende dieser  Unglücklichen hätten gerettet werden können, wäre ihnen gestattet  gewesen, Palästina zu betreten, […] Großbritannien hat in uniliteraler  Aktion im Jahre 1939 ein Palästina Weißbuch verkündet, das für Tausende  von jüdischen Anti-Nazi-Flüchtlingen alle Tore nach Palästina  vollständig geschlossen hat, und durch diesen Schritt der  Beschwichtigung des Faschismus ist das Britisch Empire schuldig als ein  Mörder von zigtausend Menschen, die noch am Leben sein könnten, […]  Die Weißbuch-Politik steht im direkten Widerspruch zu der Balfour-Deklaration von 1917, zu dem Mandat des Völkerbundes von 1922 und zu der Anglo-Amerikanischen Konvention von 1924.“

United Electrical, Radio and Machine Workers of America, United Electrical and Radio Workers of America: Convention proceedings, United Electrical, Radio and Machine Workers of America. 1944, S. 227
„History records no parallel to the bestial cruelties inflicted on the Jewish people of Europe by the Nazis and their satelites, whose coldly calculated program of extermination of all European Jews very nearly succeeded, almost six million Jews having been murdered in cold blood, […] Many thousands of these unfortunate might have been saved had they been allowed to enter Palestine, […] Great Britain had promulgated by unilateral action a Palestine White Paper in 1939 which completely closed all doors to Palestine to thousands of an anti-Nazi Jewish refugees, and, by this step of appeasment of fascism, the Britisch Empire stands guilty as a murderer of tens of thousands of people who might have been alive, […] The White Paper policy is a direct contradiction to the Balfour Declaration of 1917, the League of Nations Mandate of 1922 and the Anglo-American Convention of 1924.“

[61] Ronald W. Schatz: The Electrical Workers: A History of Labor at General Electric and Westinghouse, 1923-60, University of Illinois Press 1987, S. 134, ISBN 0252014383
[62] Nathan Spero ~ A Life in the UETalking History


Sechs Millionen ermordete Juden werden zur Tatsache erklärt

War bisher nur über die Eventualität einer Ermordung von sechs  Millionen Juden geschrieben worden, änderte sich dies am 27. November  1944 – zwei Monate bevor die Sowjets das Konzentrationslager Auschwitz überrannten und gut fünf Monate vor Kriegsende –, als der Youngstown Vindicator einen Artikel veröffentlichte, der von einem Ende 1942 von Albert Einstein initiierten[65] und unter der Schriftleitung der Sowjet-Propagandisten Ilya Ehrenburg und Wassilij Grossmann erstellten Schwarzbuches (The Black Book) berichtet, in dem diese Ermordung als Tatsache behauptet wird:

„Ein fünfbändiges ‚Schwarzbuch‘, das dokumentarische Aufzeichnungen des deutschen Massakers von ungefähr sechs Millionen europäischen Juden  enthält, wird von der Staatsverlagsanstalt vorbereitet. Das erste Buch  wurde fertiggestellt und wird vor dem 1. Januar veröffentlicht werden.  Das Werk entstand unter der allgemeinen Schriftleitung von Ilya Ehrenburg und  die Redaktionsleitung besteht u. a. aus dem Theaterdichter Konstantin Simonov, dem Schriftsteller Vsevold Ivanov und der Dichterin Vera Imber. […] Den Editoren zugängliche Daten weisen darauf hin, daß zwischen 5.000.000 und 6.000.000 russische, polnische und westeuropäische Juden  getötet wurden und eine zusätzliche halbe Millionen Juden der  wahrscheinliche Tod in Ungarn erwartet. Das ‚Schwarzbuch‘ wird zeigen,  daß diese systematische Vernichtung der Juden 1939 begann und an acht  Hauptorten durchgeführt wurde mit Todesarten, die  Erstickungstod in  Gaskammern, Tod durch Stromschlag, Erschießungskommandos, bakterielle  Inokulation und durch Kohlenmonoxidkammern einschließen.“

Youngstown Vindicator, 27. November 1944, Seite 3, On Atrocities Against Jews. (Faksimile):„A five-volume ‚black book‘ containing a documentary record of the German massacre of approximately 6.000.000 European Jews is being prepared by the state publishing house. The first book has been completed and will be distributed before Jan. 1. The work was done under the general editorship of Ilya Ehrenborg and the editorial board icluded poet-play-wright Konstantin Simonov, writer Vsevold Ivanov, and poetess Vera Imber. […] Data available to the editors indicated that between 5 000 000 and 6 000 000 Russian, Polish, and western Europe Jews were killed and an additional half million Jews face probable death in Hungary now. The ‚black book‘ will show that systematic annihilation of the Jews began in 1939 and was carried out in eight principal places with death methods including gas chamber asphyxiation, electrocution, firing squads, bacterial inoculation, and with carbon moxide chambers.“

[65] Shimon Redlich / Kirill Mikhaĭlovich Anderson: War, Holocaust and Stalinism: a documented study of the Jewish Anti-Fascist Committee in the USSR, Routledge 1995, S. 362, ISBN 3718657392


Am darauffolgenden Tag erschien ein beinahe wortgleicher Artikel  unter der Schlagzeile „Sechs Millionen Juden abgeschlachtet“ in der  Zeitung The Pittsburgh Press[67] und ähnliche, ebenfalls das Schwarzbuch Ilja Ehrenburgs und die sechs Millionen erwähnende Artikel in der Palestine Post unter dem Titel „Sechs Millionen ermordet“[68] sowie in The Leader Post.[69]

[67] The Pittsburgh Press, 28. November 1944, Seite 5, Six Million Jews Slaughterd. (Faksimile)
[68] Palestine Post, 28. November 1944, Seite 5, Six Millions Murdered. (Faksimile)
[69] The Leader-Post, 28. November 1944, S. 2: Russion “Black Book” lists German crimes (Google-Nachrichten)


Am 8. Januar 1945 übernahm auch die New York Times diese Behauptung, als sie unter der Schlagzeile 6.000.000 Juden tot von der Rechnung des „exilierten Ökonomen und Zeitungsmannes“ Jacob Lestchinsky berichtete, die dieser zuvor auf der zehnten Jahreskonferenz des Yiddish Scientific Institute präsentiert haben soll:

„Von den 6.000.000 europäischen Juden die gestorben sind, lebten 5.000.000 in den von Hitler besetzten Ländern.“

6,000,000 JEWS DEAD; Jacob Lestchinsky Estimates Reduction in Europe Since ’39 in: New York Times, 8. Januar 1945. „Of the 6,000,000 European Jews who have died, 5,000,000 had lived in the countries under Hitler’s occupation.“

Am 27. Januar 1945 erreichte die Rote Armee dann das zuvor von den Deutschen evakuierte Konzentrationslager Auschwitz und Ende März 1945, gut einen Monat vor der Kapitulation der deutschen Wehrmacht, präsentierte auch der Abgesandte der National Organization of Polish Jews in America, Joseph Thorn, auf einer Sitzung des 79. Kongresses des VS-amerikanischen Committee On Foreign Affairs die angeblich sechs Millionen ermordeten Juden als eine erwiesene Tatsache:

„Das deutsche Volk ermordete kaltblütig mehr als 6.000.000 europäische Juden, darunter über 3.000.000 polnische Juden. […] Ich beschuldige das gesamte deutsche Volk in den Jahren 1939 bis 1945 mehr als 15.000.000 Menschen, darunter 6.000.000 Juden, abgeschlachtet zu haben.“

United States. Congress. House. Committee on Foreign Affairs: Punishment of war criminals: Hearings before the Committee on Foreign Affairs, House of Representatives, Seventy-ninth Congress, First Session, on H. J. Res. 93, U.S. Govt. print. office 1945, Seite 77: „The German people murdered, in cold blood, in excess of 6,000,000 European Jews, among them over 3,000,000 Polish Jews.“ & Seite 80: „I accuse the whole German people that in the years 1939 to 1945 they slaughtered upward of 15,000,000 men, among which there were 6,000,000 Jews.“

Unterdessen sind bislang keinerlei forensische bzw. autoptische Untersuchungsberichte oder Gutachten präsentiert worden, welche einen an sechs Millionen Juden fabrikmäßig verübten Massenmord durch Vergasung mit Zyklon B wissenschaftlich verläßlich belegen könnten. So bat beispielsweise Ursula Haverbeck den Zentralrat der Juden im Juli 2014 schriftlich um Übermittlung entsprechender Unterlagen, welche ihr aber nicht zugesandt wurden.[72]

[72] Ursula Haverbeck: Zentralrat der Juden – Eine Antwort auf die Frage, wo die sechs Millionen Juden vergast worden sind …, 15. Juli 2014


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