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Von Michael Mannheimer, 10. März 2022

Die Umkehr dessen, was einmal gut war, zum absoluten Bösen

Als die Bösen galten nach der bolschewistischen Revolution 1917, in der Zeit von Millionen Massenerschießungen, in der Zeit der von Juden geführten Gulags, in der Zeit der drei ukrainischen Holodomors und später, in der Zeit des Kalten Krieges die Länder der Sowjetunion. Und als die Guten galten die Länder des Westens, allen voran die USA. Doch je weiter der Kalte Krieg zurückliegt, je mehr Informationen aus den zurückliegenden Jahrzehnten auftauchen, umso fragwürdiger wird das oben genannte Axiom des guten Westens und des bösen Ostens. Ohne Frage: der Westen war insgesamt für die Mehrheit der dort lebenden Menschen wesentlich freier als der Osten. Doch was die Politik anbelangt, so sehe ich immer weniger einen Unterschied zwischen den beiden Machtblöcken. Nicht die UdSSR, sondern die USA sind das mit Abstand kriegerischste Land der Neuzeit.

USA: über 200 Kriege seit ihrer Gründung

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben in 231 Jahren seit ihrer Gründung, insgesamt 219 mal selbst Krieg geführt, militärisch interveniert oder waren in kriegsähnliche Handlungen verwickelt, beispielsweise über eine Geheimdienstbeteiligung an Terroranschlägen, Putsch- und Umsturzversuchen auf dem Territorium eines anderen Staates. Dabei wurde die USA kein einziges Mal selbst angegriffen. Die nachfolgende Liste auf der Quelle des diesem Kapital zugrundeliegenden verdeutlicht eindrucksvoll, dass die aggressive Politik wie aktuell gegen Russland im Ukraine-Konflikt keine Ausnahme darstellt, sondern seit Jahrhunderten Tradition hat. Die systematische Kriegsführung der USA und ihrer Vasallen hat sich mittlerweile zu einem essentiellen und bedeutenden Wirtschaftszweig entwickelt, vergleichbar mit dem Maschinenbau in Deutschland. Rüstungskonzerne sowie die Finanz -und Investmentindustrie verdienen mit Kriegen und bewaffneten Konflikten Milliarden. Wir haben daher allen Grund, uns zu sorgen. Denn ein Krieg gegen Russland wäre nur ein weiterer Punkt auf einer nicht enden wollenden Liste mit mehr als 200 verübten Kriegshandlungen. Es dürfte jetzt auch jeder im Stande sein, sich selbst die Frage zu beantworten, wer Terrorstaat Nummer 1 auf dieser Welt ist. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges, von 1946 bis heute haben die Kriege der US-Regierung fast 7 Millionen Menschen das Leben gekostet. Wohlgemerkt ohne die Toten beider Weltkriege.

Die USA haben alle ihre Gegner mithilfe der CIA, massiven Waffenlieferungen, militärischer und wirtschaftlicher Logistik einen nach dem andern ausgeschaltet. Der Vietnamkrieg der USA, der angeblich mit einem lächerlichen Angriff eines kleinen vietnamesischen Bootes im Golf von Tonking auf einen US-Flugzeugträger eingeleitet worden ist, war eine klare False Flag Aktion der Amerikaner.

Henry Kissinger leitete die größte Bombardierungswelle nach dem Zweiten Weltkrieg, vermutlich der gesamten Weltgeschichte ein, und zwar gegen Nordvietnam, Laos und Kambodscha. Kein Land der Welt einschließlich Deutschland und Japan wurde von Flächenbombardements derartig zerstört wie das kleine südostasiatische Laos. Ohne diese Bombardements hätte es keinen Pol Poth, keine Roten Khmer mehr und keinen Genozid in Kambodscha gegeben. Nichtsdestotrotz erhielt Kissinger für seinen „Friedenseinsatz“ den Friedensnobelpreis. Dieser Preis gehört ohne Wenn und Aber für alle Zukunft abgeschafft. Der Massenmörder Arafat erhielt ihn (man fand auf seinen Privatkonten Milliarden von Euro, die ihm von der EU zum Aufbau Palästinas gegeben wurde), Obama erhielt ihn sogar vor Antritt seiner Präsidentschaft – und wie er sich später herausstellte, gab es keinen Präsidenten in der US-Geschichte, der während seiner Amtszeit mehr und öfter Kriege führte als der „Friedensnobelpreisträger“ und Geburtsmoslem Barack Hussein Obama.

Auch der jetzige Ukrainekonflikt ging vor allem von den USA aus, die mit diesem Konflikt mit Russland schwächen und es als Aggressor darstellen wollen. Der militärisch mediale Komplex des Deep States der USA funktioniert derartig perfekt, dass die allermeisten Menschen auf die Lügen der Medien bezüglich angeblicher russischer Grausamkeiten reihenweise hereinfallen. Doch es ist genau umgekehrt: seit Majdanek 2015 hat die rechtsfaschistische und dem Nationalsozialismus nahestehende Regierung in Kiew zehntausende Russen auf die brutalste Art und Weise abgeschlachtet. (Ich berichtete ausführlich: Ukraine: Der vom Westen totgeschwiegene tägliche und bestialische Terror einschließlich Massenmord an in der Ukraine lebenden Russen„). Allesamt Staatsbürger der Ukraine, die dort schon seit Jahrhunderten leben – wobei die faschistische Regierung in Kiew massiv von der NATO und auch von dem unsäglichen Regime der BRD unterstützt wird, bei der auf merkwürdige Weise der „Kampf gegen Rechts“ und gegen „Nationalsozialismus“ offenbar nur auf die BRD beschränkt ist, während er in Ländern wie der Ukraine mit allen Ehren hofiert wird.

Bin ich jetzt ein Freund von Putin, weil ich ihn verteidige? Mitnichten. Putin ist ohne Frage ein Tyrann, aber das war ein Obama ebenfalls und ist ein Joe Biden mindestens in derselben, wenn auch nicht so offenkundigen Weise wie Putin. Und gegen Churchill und Roosevelt sieht Putin aus wie ein Waisenknabe. Es geht mir wie immer um die Aufklärung der Wahrheit. Die Wahrheit ist, dass wir in Russland 1990 sich bei der Wiedervereinigung nach Strich und Faden dahingehend belogen hat, dass man jede Osterweiterung der NATO kategorisch ausschloss. Das wird inzwischen von der NATO Ländern einschließlich der BRD bestritten. Es gäbe, so die Leugner der Nato-Erweiterung, keinen schriftlichen Vertrag, der eine Erweiterung der NATO Richtung Osten ausdrücklich verboten habe. Doch glücklicherweise gibt es noch genügend Quellen, die das heilige Versprechen der NATO, sich nicht einen einzigen Zentimeter Richtung Osten auszuweiten, als glatte Lüge entlarven.

Beweise, die zeigen, dass Russland mit seiner Behauptung richtig liegt, dass die NATO 1990 eine Osterweiterung kategorisch ausschloss

BEWEIS A

Videodauer: 25 Sekunden, https://www.youtube.com/watch?v=zp9WGZx6D7o

—.

BEWEIS B

NATO-Osterweiterung: Neuer Aktenfund von 1991 stützt russischen Vorwurf

NATO-Osterweiterung: Neuer Aktenfund von 1991 stützt russischen Vorwurf November 1990: Helmut Kohl, Hans-Dietrich Genscher und Michail Gorbatschow feiern die Einheit;
Februar 2022, https://www.anonymousnews.org/international/nato-osterweiterung-aktenfund-bestaetigt-vorwurf-russland/

Ganz überrascht tut die Spiegel-Redaktion angesichts eines Gesprächsprotokolls von 1991, in dem tatsächlich eine Zusage an Russland erwähnt wird, die NATO nicht nach Osten auszudehnen. Auch wenn man ungern zugibt, dass die Russen recht haben – die Wahrheit war immer auffindbar.

Auf einmal verkündet der Spiegel einen Archivfund. Es gebe doch Dokumente, die belegen, dass Zusicherungen über eine Nichtausweitung der NATO Bestandteil der Zwei-plus-Vier-Verhandlungen waren. Über Jahre hinweg wurde diese Tatsache von westlicher Seite bestritten; NATO-Generalsekretär Stoltenberg will bis heute nichts davon wissen. Nun soll ein US-Politikwissenschaftler im britischen Nationalarchiv ein Dokument entdeckt haben, das den “russischen Vorwurf” stützt.

Der Aktenvermerk, auf den sich der Spiegel bezieht, zitiert den deutschen Vertreter Jürgen Chrobog bei einem Treffen “der politischen Direktoren der Außenministerien der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands in Bonn am 06. März 1991”. Chrobog äußerte dem Vermerk zufolge:

“Wir haben in den Zwei-plus-vier Verhandlungen deutlich gemacht, dass wir die Nato nicht über die Elbe hinaus ausdehnen. Wir können daher Polen und den anderen keine Nato-Mitgliedschaft anbieten.”

Wie alle wissen, wurden Polen und die anderen aber dennoch in die NATO aufgenommen, Zusicherungen hin, Zusicherungen her. Und um die Dreistigkeit noch zu krönen, wurde und wird wahlweise behauptet, es habe diese Zusicherungen nie gegeben oder sie seien nicht gültig, weil sie nicht schriftlich fixiert seien. Als ginge es dabei um den Kaufvertrag über einen Gebrauchtwagen und nicht um die globale Sicherheit. Allerdings waren die ganze Zeit über auch hier im Westen Quellen zugänglich, die diese Zusicherungen bestätigten. Die vermeintliche Sensation des Spiegel ist also gar keine.

Der US-amerikanische Politologe Michael Mandelbaum, der immerhin Berater der Clinton-Regierung war, widmet in seinem Buch “Mission Failure” aus dem Jahr 2016 dieser Zusage und ihrem Bruch ein ganzes Kapitel, unter der Überschrift “Russland: Die böse Tat”. Er bezeichnet die Entscheidung Clintons, Polen, Ungarn und Tschechien in die NATO aufzunehmen und damit die Zusage an Russland zu brechen, als den entscheidenden geostrategischen Fehler der US-Politik der letzten Jahrzehnte.

Seiner Schilderung zufolge war es Bill Clinton persönlich, der im Alleingang beschloss, sich über die Zusage hinwegzusetzen, ohne sich zuvor mit seinem Verteidigungsminister zu beraten – der sich dagegen ausgesprochen hätte – oder gar das gesamte Kabinett einzubeziehen. Der wahre Grund für diese Entscheidung, so Mandelbaum, sei innenpolitischer Natur gewesen. “Amerikaner, deren Wurzeln in den möglichen neuen Mitgliedsländern lagen, setzten sich für ihre Einbeziehung in die Allianz ein. Republikanische Politiker, die ihren Ruf von außenpolitischem Durchsetzungsvermögen bestätigen wollten, der ihnen im Kalten Krieg so genützt hatte, machten Druck für die Erweiterung.” Clinton wollte sich also die Stimmen beispielsweise der polnischstämmigen US-Wähler sichern.

Mandelbaum bestätigt nicht nur die Existenz dieser Zusagen. Er schreibt auch: “Russland akzeptierte die NATO-Expansion, weil es keine Wahl hatte. Ihm fehlte die politische oder ökonomische Stärke, um sie aufzuhalten, und militärischer Widerstand kam nicht in Frage. Aber die Russen haben diese Erweiterung niemals als fair, legitim oder tatsächlich als irgendetwas Anderes gesehen als einen Verrat an westlichen Versprechen und als einen Anschlag auf russische Rechte und Interessen.” Darin seien sich sämtliche politische Richtungen in Russland einig.

Zudem ist Mandelbaum durchaus ein Verfechter US-amerikanischer Machtbestrebungen, nicht deren Gegner. Man kann ihm nicht unterstellen, dem Westen gegenüber feindlich eingestellt zu sein. Auch ist er nicht die einzige Quelle, die bestätigt, dass es die Zusage an Russland tatsächlich gab. Und dennoch hatte sich die historisch eindeutig falsche Version mit der Zeit so erfolgreich durchgesetzt, dass der Spiegel nun den Beleg der historischen Wahrheit anpreist, als hätte er eine verschollene Bach-Kantate entdeckt. Die Frage, die sich stellt, ist allerdings vielmehr: Warum? Beziehungsweise: Warum jetzt? Klar ist, für eine wirkliche Entwicklung der Beziehungen mit Russland in eine friedlichere Richtung braucht es eine Korrektur der öffentlichen Wahrnehmung, eine Wiederannäherung an gewisse historische Tatsachen. Aber eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, und eine Kehrtwende des transatlantischen Sturmgeschützes Spiegel ist in der vermeintlichen Entdeckung noch nicht zu erkennen. Vielleicht ging es nur darum, das eigene Image etwas aufzupolieren. Die Zukunft wird es erweisen.


In den westlichen Medien wird viel über den russischen Präsidenten Putin geschrieben. Aber Putin kommt praktisch nie selbst zu Wort und wenn doch, dann stark verkürzt. Man kann Putin mögen oder auch nicht, aber man sollte wissen, was Putin selbst zu den drängendsten Fragen unserer Zeit sagt, um die Entscheidung darüber treffen zu können. Machen Sie sich selbst ein ungefiltertes Bild von dem, wofür Präsident Vladimir Putin steht!

In seinem Bestseller „Vladimir Putin: Seht Ihr, was Ihr angerichtet habt?“ lässt der Autor Thomas Röper, der seit 1998 überwiegend in Russland lebt und fließend Russisch spricht, den russischen Präsidenten Vladimir Putin mit ausführlichen Zitaten selbst zu Wort kommen. Ein wirklich sehr tiefgehendes Buch, welches hier direkt über den J. K. Fischer Verlag bestellbar ist.


Inzwischen sind zwölf der ehemaligen Länder des ehemaligen Warschauer Pakts Mitglieder der NATO, und mit der Ukraine wären es 13 Länder

Es gäbe dann keinerlei Pufferzone mehr zwischen der NATO und Russland, und die NATO Truppen würden in Armeestärke nur wenige Kilometer von der russischen Grenze entfernt sein.

In einer denkwürdigen Rede vor etwa zwei Wochen hat Putin das wie folgt verglichen: Man stelle sich vor, russische Truppen standen in Armeestärke an der US kanadischen Grenze, und ebenfalls in Armeestärke an der mexikanisch amerikanischen Grenze. Wohl gemerkt mit den modernsten Waffensystemen einschließlich nuklearer Mittel- und Langstrecke-Raketen, die, was ihre Vernichtungskraft an betrifft, nicht weit entfernt wären von der berühmten Zarbombe in den fünfziger Jahren des zurückliegenden Jahrhunderts. Zehn dieser Zarbomben würden reichen, die gesamten USA in eine Mondlandschaft zu verwandeln. Würden sich die Amerikaner dies gefallen lassen? Sie würden es nicht. Sie werden mit einer Vernichtung der UdSSR durch ihr komplettes nukleares Atomwaffenpotenzial drohen, wenn die Russen nicht zurück aus den USA in ihr riesiges Land gehen würden.

Russischer TV-Moderator droht mit nuklearer „Zerstörung“ Amerikas

Genau dies geschieht momentan in Russland: Einer der bekanntesten TV Moderatoren hat vor wenigen Tagen mit der totalen nuklearen Zerstörung der USA gedroht, wenn Sie die Ukraine in die NATO einverleiben wollen:

1. März 2022, Videodauer: 46 Sekunden, https://uncutnews.ch/russischer-tv-moderator-droht-mit-nuklearer-zerstoerung-amerikas/

Ein russischer Fernsehmoderator, der als „Putins Chefpropagandist“ bezeichnet wird, hat mit der nuklearen Zerstörung Amerikas und der NATO-Länder gedroht und gefragt: „Wozu brauchen wir die Welt, wenn Russland nicht da ist?“ Dmitri Kisseljow äußerte sich im staatlichen Fernsehen nur wenige Stunden, nachdem Präsident Wladimir Putin seine nuklearen Abschreckungskräfte in höchste Alarmbereitschaft versetzt hatte.

Unsere U-Boote können mehr als 500 Atomsprengköpfe abschießen“, sagte Kisseljow und fügte hinzu: „Das würde die Zerstörung der USA und aller anderen NATO-Länder garantieren.

Der Fernsehmoderator vertrat die Ansicht, dass das Leben auf der Erde sinnlos sei, wenn Russland nicht mehr existiere, und erklärte: „Nach dem Prinzip: Wozu brauchen wir die Welt, wenn es Russland nicht gibt?“ Kisseljow fuhr fort, die Stärke von Moskaus Atomwaffenarsenal zu preisen: „Russlands Atomwaffen werden von den schnellsten strategischen Bombern der Welt geliefert. Ganz zu schweigen von den russischen strategischen Raketenstreitkräften. Das russische Nuklearpotenzial ist das stärkste der Welt“. (Quelle). Gestern hatte Putin seine Nuklearstreitkräfte angewiesen, als Reaktion auf die „aggressiven Äußerungen“ der NATO-Führung und die Wirtschaftssanktionen ein „spezielles Einsatzregime“ einzuführen. NATO-Vertreter bezeichneten den Schritt als gefährliche Eskalation, und Generalsekretär Jens Stoltenberg antwortete: „Das ist gefährliche Rhetorik“. (Quelle)


Wer wie ich die letzten 60 Jahre politische überblicken kann aus meiner eigenen persönlichen Erfahrung, der wird wissen, dass eine solche Drohung ohne Beispiel in der nun jahrzehntelangen Auseinandersetzung zwischen Ost und West war. Und man darf davon ausgehen, dass Russland, wohl wissend, dass es weder wirtschaftlich noch mit der hochgerüsteten Militärtechnik des Westens mithalten kann, im Falle der Aufnahme der NATO diese Warnung wahr machen wird. Das wäre nicht nur das Ende der USA, nicht nur das Ende Russlands, sondern angesichts der 20.000-nuklearen Sprengköpfe, die beide Länder besitzen, das sicherer Ende des Homo Sapiens auf dem blauen Planeten.

Schon immer in der Geschichte von Kriegen wurden bewusst falsche Informationen gestreut, um die Menschen von den wahren Absichten abzulenken, zu manipulieren und gegen einen vermeintlichen Gegner aufzustacheln. 

Die Lage um die Ukraine spitzt sich zu. US-Geheimdienste lassen verlautbaren, dass am „Dienstag oder Mittwoch“ ein Einmarsch der Russen geplant sei. Nun, wenn US-Geheimdienste etwas behaupten, dann sollten beim geübten Beobachter der Weltgeschichte sämtliche Alarmglocken klingeln! Sind es die gleichen Geheimdienste, die „sichere Hinweise“ für die Massenvernichtungswaffen im Irak hatten (deren Existenz letztendlich frei erfunden war), die dann zur Rechtfertigung des zweiten Golfkriegs diente? Oder sind es die gleichen US-Geheimdienste, die keinerlei Hinweise auf die Anschläge des 11. September 2001 hatten, dann aber blitzschnell die Täter und deren Ausweise präsentierten? Auch zur Kuba-Krise 1962 hatte man eine „False Flag Operation“ (Operation Northwood) vorbereitet, um Russland bei einer Eskalation den schwarzen Peter zuzuschieben.

Schon immer in der Geschichte von Kriegen wurden bewusst falsche Informationen gestreut, um die Menschen von den wahren Absichten abzulenken, zu manipulieren und gegen einen vermeintlichen Gegner aufzustacheln. Die wahre Absicht der US-Außenpolitik ist es, eine Annäherung Russlands an Europa zu verhindern. Nichts fürchtet man seit mehr als 100 Jahren mehr. Denn die USA wären dann fernab über dem Atlantik isoliert.

Sollten sich Russland und die EU vereinen, wäre die US-Weltmachtstellung dahin. Deshalb, so schon der Vorschlag von US-Präsident Wilson 1918, müsse man vor allem verhindern, dass es einen Zusammenschluss gebe. Diesen verhindere man am besten, indem man die Eurasische Platte niemanden dieser beiden Mächte überlasse. Und die Ukraine ist einer der zentralen Punkte dieser Eurasischen Platte.

Doch was will Russland? Während die wahren Hintergründe der US-Außenpolitik verschleiert werden, spielt Russland mit offenem Visier. Nach mehrfachen NATO-Osterweiterungen wurde mit den Angeboten an die Ukraine und Georgien, ebenfalls der NATO beizutreten, eine rote Linie überschritten. Alles, was jetzt passiert, hätte man verhindern können, wenn man die Sicherheitsinteressen Russlands schon vor 10 Jahren ernst genommen hätte.

Die Chronologie: Wie die USA rund um die Ukraine den dritten Weltkrieg riskieren

VON von Anti-Spiegel 19. Januar 2022
https-//www.anti-spiegel.ru/2022/die-chronologie-wie-die-usa-rund-um-die-ukraine-den-dritten-weltkrieg-riskieren/

Westliche Medien stellen es so dar, als plane Russland einen Angriff auf die Ukraine und verschweigen gleichzeitig, wie die USA Öl ins Feuer gießen und die Lage bis hin zur Gefahr eines großen Krieges eskalieren. Das will ich hier anhand der Chronologie der letzten Tage aufzeigen.

Um zu verstehen, worum es bei der aktuelle Eskalation zwischen dem Westen uns Russland geht, müssen wir sechs Wochen zurückgehen. Anfang Dezember gab es ein Telefonat zwischen Putin und Biden, bei dem Putin Sicherheitsgarantien gefordert hat. Man einigte sich darauf, dass Russland seine Vorschläge zu Papier bringt, was Russland Mitte Dezember getan hat. Und nicht nur das, Russland hat sie sogar veröffentlicht, sodass sie der Weltöffentlichkeit bekannt sind, Sie können sie hier nachlesen.

Was Russland vorschlägt

Russland hat den USA und der NATO gegenseitige Sicherheitsgarantien vorgeschlagen, im Kern handelte es sich um folgende Forderungen:

Die russischen Vorschläge wären ein echter Beitrag zur Sicherheit in Europa, denn wenn man Waffen von den Grenzen abzieht und vor allem auf die Stationierung von atomaren Mittelstreckenraketen verzichtet, dann verringert das die Gefahr eines Kriegs aus Versehen. Der Haken ist: Auch wenn alle Vorschläge Russlands auf Gegenseitigkeit beruhen, bedeuten sie in der Praxis, dass die USA ihre Atomwaffen aus Europa und der Türkei und ihre Truppen aus Osteuropa abziehen müssten, wo sie zum Beispiel gerade erst ihre sogenannte Raketenabwehr aufgebaut haben, die natürlich von US-Soldaten bedient wird.

Auf die russischen Vorschläge folgte ein gewisses Säbelrasseln von Seiten des Westens, das ich in einer Chronologie der Ereignisse von Mitte bis Ende Dezember zusammengefasst habe, Sie finden das hier.

Die Gespräche

Ab dem 10. Januar fanden dann in wenigen Tagen drei Gesprächsrunden zwischen dem Westen und Russland statt, die jedoch ergebnislos verlaufen sind. Schon beim ersten Treffen hat Russland den USA klar gemacht, dass es Russland ernst ist und dass die wichtigsten russischen Forderungen Garantien sind, dass die NATO nicht mehr erweitert wird, dass die US-Truppen aus Osteuropa abrücken und dass keine US-Raketen in Reichweite der russischen Grenzen stationiert werden, die Details können Sie hier nachlesen.

Dass die USA darauf nicht einzugehen bereit sind, war absehbar. Russland hat aber von Anfang an klar gemacht, dass es keinen Sinn darin sieht, die Gespräche fortzusetzen, wenn es keine Fortschritte in diesen Fragen gibt. Man kann Russland verstehen, denn die USA würden sicher auch sehr hart reagieren, wenn Russland seine Atomraketen und Soldaten auf Kuba und an der mexikanischen Grenze stationieren würde. Aber die USA haben noch nie Verständnis für die Sicherheitsbedenken anderer gehabt.

Die Gespräche sind daher zunächst ausgesetzt worden, die USA haben zugesagt, Russland in dieser Woche ihre schriftlichen Antworten auf die russischen Vorschläge zukommen zu lassen. Wenn die USA darin Gesprächsbereitschaft in den zentralen Fragen zeigen, stehen die Chancen für weitere Gespräche gut, ansonsten dürften die Gespräche beendet sein, zumal Russland für den Fall eine „militärtechnische“ Antwort angekündigt hat, um seine Sicherheit zu gewährleisten.

Desinformation in den westlichen Medien

Im Westen wurde die Rhetorik verschärft und im Spiegel und anderen Medien finden sich nun täglich jeweils mehrere Artikel, die vor einem russischen Einmarsch in der Ukraine warnen, anstatt über den Kern der Sache, nämlich die Gespräche der letzten Woche zu berichten. Die Menschen im Westen werden auf diese Weise von der Tatsache abgelenkt, dass es Russland – und nicht etwa der Westen – war, dass auf die Gespräche über gegenseitige Sicherheitsgarantien bestanden hat und dass der Westen sich in keinem Punkt bewegen wollte.

Stattdessen berichten die westlichen Medien nun jeden Tag, dass mal die EU, mal die NATO, mal die USA gesprächsbereit seien, Russland aber nicht reden wolle. Dass Russland sehr gerne reden würde, wenn es denn etwas zu besprechen gäbe, wird verschwiegen. Aber worüber soll Russland mit dem Westen reden, wenn der es ablehnt, über die Sicherheitsgarantien zu sprechen?

Sind die Europäer Selbstmörder?

Man muss die Bedenken der Russen nicht teilen, aber die Frage, ob die Ukraine einen dritten Weltkrieg wert ist, sollte man sich in den Hauptstädten des Westens – und vor allem Europas – langsam stellen. Russland scheint im Falle eines massiven Einrückens von NATO-Verbänden in die Ukraine zu allem bereit zu sein, wozu tut der Westen das? Zumal die USA klar sagen, dass sie wegen der Ukraine keinen Krieg mit Russland wollen, was bedeutet, dass die NATO im Kriegsfalle im Eiltempo aus der Ukraine abrücken wird. Die Antwort dürfte auf der Hand liegen: Die USA wollen Russland in einen neuen und teuren Stellvertreterkrieg direkt an der russischen Grenze und mitten in Europa verwickeln. Das ist weder im russischen, noch im europäischen Interesse – von der Ukraine gar nicht zu reden. Warum wacht in Europa kein führender Politiker auf und stellt sich dem Wahnsinn der USA entgegen?


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