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EIN LÄNGST ÜBERFÄLLIGER DRAMATISCHER PARADIGMENWECHEL
IN DER DEUTSCH-TÜRKISCHEN BEZIEHUNG BAHNT SICH AN

Vermutlich waren es diese und andere Umfrage-Ergebnisse, die die deutsche Regierung – und erstaunlicherweise auch so gut wie die gesamte bislang erdoganfeundliche Presse – dazu bewogen haben, einen Paradigmenwechsel in der deutsch-türkischen Politik einzuleiten.

Außenminister Gabriel bestellte gar den türkischen Botschafter in – ein diplomatischer Affront gegenüber der ehemals befreundeten Türkei.

Alle Zeichen der letzten Tage verweisen auf einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel mit dem bisherigen NATO-Partner und EU-Anwärter Türkei. Der CSU-Generalsekretär forderte gar die definitive und endgültige Einstellung der EU-Anwärterschaft mit Erdogans diktatorischem Regime. Ein überfälliger Schritt, den wir Islamkritiker schon seit Jahren fordern.

Dieser hatte eine Liste von über 600 deutschen Firmen an das auswärtige Amt versandt, die der „Spionage“ oder des „Terrorismus“ gegen die Türkei beschuldigt werden.

Wer heute noch als Tourist in die Türkei fährt, ob privat oder als Emissär eines Wirtschaftsunternehmens, ist selbst schuld. Er kann jederzeit in der Türkei verhaftet werden und auf unbestimmte Zeit in den gefürchteten türkischen Gefängnissen verschwinden.

Die Türkei ist eine der gefährlichsten Länder der islamischen Hemisphäre geworden. Selbst das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in dieses Land.

ERDOGAN VERBITTET SICH JEDE EINMISCHUNG DEUTSCHLANDS
IN DIE ANGELEGENHEITEN DER TÜRKEI

Im Streit mit Deutschland hat sich der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan jede Einmischung in die inneren Angelegenheiten seines Landes verbeten.

Die Türkei sei „ein demokratischer, sozialer Rechtsstaat“, sagte er am Sonntag in Istanbul vor seiner Abreise nach Saudi-Arabien. „Niemand hat das Recht, sich in inneren Angelegenheiten der Türkei einzumischen.“

ERDOGAN WILL GEGEN „PROVOKATEURE“ VORGEHEN

Die Türkei werde „alles in ihrer Macht stehende tun“, um gegen „Provokateure“ im Land vorzugehen. Deutschen Politikern warf er vor, auf Kosten der Türkei Wahlkampf zu betreiben. (Quelle)

Michael Mannheimer, 24.7.2016

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Veröffentlicht:

Unzufrieden mit Türkei-Politik: Deutsche verpassen Regierung Umfrage-Denkzettel

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